Alternative zu Gefache ausmauern




Hallo liebe Gemeinde,
es dreht sich um einen Schuppen, der in fachwerbau-ähnlichem Verfahren neu errichtet wurde. Da dieser lediglich ein Materiallager ist, wird auf Dämmung keinen Wert gelegt.

Wir wollen das Gefache nicht ausmauern(kostengründe). Gibt es eine Alternative - vll. HWL-Platten? Und welcher Putz muss genommen werden?

Fragen über Fragen...Danke für die Hilfe.



Verschalen?



Wieso dann nicht einfach ne Kriecher-Deckel-Schalung anbringen und fertig?
Wenns gaaanz billig werden soll mit Schwarten-Brettern vom nächsten Sägewerk..



Die Schwartenbretter



gibts leider nur noch bei kleinen Sägereien die ev. noch mit Gattersäge arbeiten, bei den großen der Nadelholzindustrie gibts nix, da wird die Schwarte abgefräst und wandert in die Hackschnitzel.Bei Klenk und Co braucht Ihr da nicht erst anfragen
Wenns massiver sein soll Abrissziegel besorgen und Luftkalkmörtel.



Wieso teuer ?



Hallo,
wir haben solch einen Schuppen als Fahrradunterstand selbst errichtet. Sichtfachwerk aus alten Restbalken, Alte Dachziegel zur Deckung und haben dann fröhlich selbst ausgemauert und verputzt.Die Steine kann man günstig aus Abriss bekommen, so man sie nicht wie bei uns schon auf dem Gelände vom Bau noch übrig hat. Das Verputzen war auch für meinen handwerklich nicht so supergeschickten Partner kein Problem - die Gefache sind klein, und bei uns passte die leichte Ungenauigkeit zu dem Charakter des "Gesamtkunstwerks". Beim Putz haben wir damals auf einen einfachen Putz und Mauermörtel zurückgegriffen, hält nach inzwischen 15 Jahren immer noch problemlos.
In einigen Gefachen sind übrigens auch die eigentlich nicht so guten Ytong-Steine verbaut, ging genausogut und hält wie die anderen Gefache, und der Nachbar war sie los :)
LG
anna



Ist die Bäkewiese…



… jetzt doch gefallen und darf bebaut werden?

Waren alle Proteste seit den 80er-Jahren umsonst?



hier mal ein bild



https://www.dropbox.com/s/3sxbjm2zziz9mzu/DSC_3218.jpg

es sollen aus verschiedenen gründen keine steine verbaut werden (u.a. wegen des fundaments).
Am Besten wäre eine Art Platte OSB ähnlich (OSB soll man ja nicht nehmen) und darauf dann Putz.



Schuppen



Warum soll man OSB nicht nehmen?
Die Felder zu Verputzen ist bei den filigranen Abmessungen gestalterisch und fertigungstechnisch Quatsch.
Da ist der Vorschlag mit der Verschalung besser.
Sorgen Sie für einen anständigen Dachüberstand nach allen Seiten damit die Grundschwellen aus dem Spritzwasserbereich kommen.

viele Grüße



'Fachwerk' soll sichtbar bleiben



Zwar ist es nix pompöses, aber wir hätten schon gerne das die Balken (Fachwerk) sichtbar bleiben.
Von daher auch diese Überlegung mit dem Verputzen.
Eigentlich wollten wir HWL Platten (Sauerkohl) nehmen und dann verputzen, aber ich wollte mal ne Meinung von den Profis haben...



Schuppen



Das was da auf dem Foto zu sehen ist hat nichts mit der Art Fachwerk zu tun das ihnen optisch vorschwebt.
Die Proportionen stimmen nicht, die Abmessungen der Holzprofile erinnern an Disneylandkulisse.
Die schwachen, weit auseinanderstehenden Profile lassen nur eine dünne Putzträgerplatte zu, die Fugen Holz-Putz sind nicht dicht zu kriegen.
Sie brauchen aber auf jeden Fall eine winddichte und einbruchsichere Ebene sonst dringt während des Winters nicht nur Väterchen Frost sondern Kollege Treibschnee und Freundchen Langfinger ein. Der erstere mag ja noch angehen aber die anderen sind sicher weniger willkommen.

Wenn Sie schon so was haben wollen:
Beplanken Sie den Schuppen umlaufend mit OSB, das Fachwerk können Sie mit dünnen, aufgeschraubten Brettchen imitieren. Dazwischen ein paar mm konststoffvergüterer Scheibenputz auf eine aufgetackerte Putzbewehrung und schon haben Sie so etwas wie eine Verkaufsbude vom Weihnachtsmarkt. Zumindest werden dann die Proportionen einigermaßen stimmen, die Wände winddicht sein und können nicht von jedem Bruce-Lee-Jünger eingetreten werden.

viele Grüße



Okay,



Problem verstanden. Es ist eher eine Frage von T wie Tragfähigkeit als von T wie Teuer... ;)
Scherz beiseite, Herr Böttcher hat das schon sehr zutreffend beschrieben. Geschätzte Feldmaße ohne Querstrebe von 2 auf 2 m lassen sich mit leichten Materialien, die den liegenden Balken nicht zum Durchbiegen bringen und gleichzeitig eine gewisse Stabilität in das Ganze bringen schlecht realisieren.
Wenns dann unbedingt Sicht"Fachwerk" sein muss, hier ein Vorschlag aus der Fachwerkversuchsküche:
1.Lattung an den Innenseiten der Gefache befestigen mit genügend Abstand zur Vorderkante um dann
2. Rauhspund KDI oder OSB Platten befestigen diese dann
3. mit einem dünnen Putzträger belegen( bei uns kam 1cm grüne Styrodurplatte strukturiert, Name ist zur Zeit irgendwie verlorengegangen, zum Einsatz )
4. dünnen Kunststoffputz aus dem Eimer :) auftragen
fettsch.
Die fiesen Fugen haben wir wohl wissend, dass das weder für das Fachwerk besonders gut noch fachmännisch ist, mit Bauakryl gefüllt. Diese Konstruktion hält seit 15 Jahren Wind und Wetter stand - allerdings befindet sie sich auch nicht im Bodenbereich ( Schnee liegt selten in 2 Metern Höhe, ganz zu schweigen vom Spritzwasser ) und leidet auf der Wetterseite jetzt auch zusehends.
Und: die Gefache sind eher klein maximal 1 x 1 Meter.
Alternative B
Nochmal das Grundgerüst neu aufbauen, diesmal mit einem vernünftigen Streifenfundament, besseren Proportionen und dann doch wesentlich haltbarer mit Steinen ausfachen.....

anna