Fachwerk-Sauna: Das muss beim Bau beachtet werden

Für viele Familien ist die eigene Sauna ein wichtiges Stück Lebensqualität. In nordischen Holzhäusern gehört die "Schwitzkammer" praktisch zur Grundausstattung. Doch kann man eine Sauna auch im Fachwerkhaus bauen und worauf muss man achten?


Niedrige Decken - Wände aus Lehm

Fachwerkhäuser erfreuen sich schon seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Wer ein mittelalterliches Haus sein Eigen nennen und es nach seinen Ideen modernisieren kann, darf sich glücklich schätzen. Denn es gibt nicht mehr viele wieder bewohnbar zu machende Fachwerkbauten. Wird man fündig, ist das vor allem in den ländlichen Regionen der Fall. Doch das Fachwerkhaus bringt einige Besonderheiten mit sich. Die Decken sind niedrig und die Wände bestehen hauptsächlich aus Lehm und Stroh.

Der Bau einer Sauna ist möglich, erfordert aber viel handwerkliches Geschick und einen Anbieter wie beispielsweise Megasauna, da Standardsaunen aus dem Baumarkt allein aufgrund ihrer Höhe oftmals nicht nutzbar sind. Egal ob man den Ausbau im Keller oder auf dem Dachboden vornimmt - die nächste Herausforderung ist das enge und verwinkelte Treppenhaus. Der Transport einer vormontierten Kabine ist weder hier, noch durch die meist kleinen historischen Fenster möglich. Daher erfolgt der Aufbau erst unmittelbar am Standort der Sauna.


Präzise Maße, bei schrägen Wänden gar nicht so einfach

Die Böden und Decken können in Fachwerkhäusern von einer Raumseite zur anderen ein Gefälle von bis zu 10 Zentimetern und mehr aufweisen. Wer kreativ und handwerklich begabt ist, kann diese Problemstellung in den Bau einer eigenen Sauna einfließen lassen. Vom Gewicht her sollte es hingegen keine Probleme geben, da die Saunakabine aus Holz kaum Eigengewicht hat. Ein klassischer Bodenausgleich mit Fließestrich ist hingegen keine gute Lösung. Einerseits würde man die Decke des darunter liegenden Geschosses unnötig belasten und andererseits würde man die Raumhöhe noch weiter absenken. Die Bedingungen sind schwierig, doch der Bau einer Saunakabine mit geradem Boden ist möglich. Viele potenzielle Bauherren stehen vor der Frage, ob die Hitzeentwicklung dem alten Gemäuer schadet oder ob es durch die Luftfeuchtigkeit zu Schäden kommen kann. Eine dichte und zum Mauerwerk hin abgeschirmte Heimsauna lässt weder Hitze noch Feuchtigkeit nach außen dringen.


Ein Fachwerk-Saunahaus auf dem Grundstück

Will man die Sauna nicht im Haus sondern auf dem Grundstück errichten, soll sie in den meisten Fällen optisch zur Immobilie passen. Was bei verputzten Fassaden einfach ist, lässt sich auch mit einem modernen Fachwerkbau realisieren. Baut man traditionell, kann man bei speziellen Händlern sogar die nötige Lehm-Stroh-Mischung finden. Alternativ baut man ein modernes Fachwerk-Saunahaus mit Holzbalken und einer Füllung der Gefache mit Stein. Durch den Außenputz lässt sich das kleine Nebengebäude ans Wohnhaus angleichen und wirkt, als stünde es schon immer auf dem Grundstück. Prinzipiell sollte die Sauna im Fachwerk immer so gedämmt werden, dass die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen keinesfalls in die Bausubstanz eindringen können. Die Dämmung muss diffusionsoffen sein, sonst könnte es zwischen den Saunawänden und der Mauer zu Schimmel kommen.


Fazit:

Am besten lässt man sich beim Bau einer Fachwerk-Sauna helfen. Es gibt viele Spezialisten, die sich mit der Sanierung und mit dem Umbau der alten Gemäuer beschäftigen. Denn die Auswahl der richtigen Materialien und ein genaues Aufmaß sind der Grundstein für eine Sauna die sich für Fachwerkhäuser eignet.