Aussenwanddämmung mit Gutex und Hinterlüftung

23.07.2010



Hallo,

ich hätte eine Frage an das Forum und hoffe das sich die Forumsmiedglieder besser auskennen als meine Handwerker da ich von diesen immer wieder wiedersprüchige aussagen bekomme.

So nun mal zu unserem Plan.
Bestand:
Fachwerkdoppelhaus (größte Wand = Wetterseite) Wandaufbau von innen nach aussen
Putz 3cm / Vollziegel/Fachwerk 12 cm / Putz 3 cm Fachwerk ist frei gelegt.(Fichte/Tanne)

Das Haus ist an der linken Gibelseite mit dem Nachbarhaus verbunden Hinten ist bis fast unters Dach ein Wintergarten angebaut der rest der Wand liegt unter dem Dach geschützt, vorne ist der Dachüberstand so groß das die Wand nur bei sehr extremer Witterung mal leicht feucht wird, die rechte Gibelseite ist die Wetterseite bei uns schon bei leichtem regen ist die Wand / Holz / Putz nass. Daher wurde uns dringend geraten das wir das Fachwerk verschliesen sollen da die Holzbalken im Fachwerk sonst kaputt gehen würden.
Daher haben wir folgendes geplant.

Plan Neu:

Wandaufbau von innen nach aussen:
Lehmputz (eventuell mit Wandheizung)3cm
Vollziegel / Fachwerk 12 cm
Gutex Holzfserplatten stärke zwischen 4 cm oder 6 cm
Lattung senkrecht 2,4 cm
Lattung quer 2,4 cm
Verschallung senkrecht mit Douglasie 2,4 cm

So nun meine Fragen
Was haltet ihr von diesem Wandaufbau
Ist da so mit Feuchtigkeit zu rechnen
Wie stark würdet ihr die Isolierung machen 4 oder 6 cm
Langt die Hinterlüftung und wie groß müssen die Öffnungen sein unten und oben damit die Luft auch zirkulieren kann.
Für alle weiteren Tipps bin ich auch sehr dankbar da meine Handwerke da sehr unterschiedliche aussagen getroffen haben

Vielen Dank schon einmal
LG aus dem Schwarzwald
Carsten



Machbarkeit



Hallo

machbar ist eigentlich sehr viel.
Obs dann im Endeffekt sinnvoll ist und das auf lange Zeit ist meist fraglich.

Wenn die "Schlagregenwand" nur ab und zu nass wird lassen Sie das Fachwerk so wie es ist - evtl Verputzen Sie die Gefache neu mit Luftkalkmötel und Streichen den Putz mit KalkKaseinfarbe. Die Balken evtl mit Leinöl oder Waid.
Fertig.
Kein Silicon, kein Dämm oder Verschalgeld ausgeben.

Wenn die Fassade recht ramponiert ist und ständig Schlagregen auf die Fassade prasselt, hätten die Altvorderen die Verschalung schon gemacht.

Stellen Sie mal ein Fassaden Bild ein - evtl noch ein Schadensbild eines Gefaches - falls vorhanden.

Meist kann man sich viel sparen

FK



Holzzustand



Danke für die schnelle Antwort
Die Fassade wollen wir verkleiden da das Holz zwar gut getrichen ist aber sehr große risse hat und so die feuchtigkeit reinsitzt
Dämmen wollten wir auch erst von innen aber nun von aussen wegen der fassade da unsere Heizkosten wirklich sehr astronomisch sind und unsere Haus trozdem immer kalt !
Aber verstehe ich diich richtig das du nicht dämmen würdest ?
Das mit dem Bild versuche ich kanns aber nicht versprechen mein PC liebt mich nicht immer und ich in eigentlich gar nicht
lg



Fassadenrisse



in Fachwerk sind dann ein Problem, wenn die Balken falsch behandelt sind und wenn die Gefache mit den falschen Materialien gemauert und oder Saniert sind - sonst nicht!

Dämmen würde ich weder innen noch aussen - sondern das Geld lieber sparen und konzeptionell auf ein anderes Heizsystem setzen.

Im Grossen und Ganzen ist ein Haus ein synergetisches Konstrukt und man sollte tunlichst keine einzelnen Teile verändern ohne an die anderen Teile des Puzzles zu denken.

Richtig "bringen" tut nur ein fachliches Konzept was - alles Andere ist Rumgestopsel, was dem Haus und dem Geldbeutel auf lange Sicht nicht gut tut.

FK



@ carsten



bei meinem kleinen Häuschen war das größte Problem, dass der Wind alle Wärme über die Ritzen und Fugen wieder hinausblies. Die Zimmer auf der Windseite waren arschkalt und die auf der anderen Seite konnten nur mit Zig Zentner Kohlen warm gehalten werden. Beim Öffnen eines Fußboden blies mir der Wind alten Getreidespreu entgegen .... Also nicht nur die Wärme, sondern auch die Winddichtigkeit berücksichtigen.



Warmluft - Nein Danke!



Hallo

Vorsicht und nicht auf Warmluft setzen! (Konvektion)
Lieber auf die Sonne und die Strahlung!

Dann machen die zugigen Ritzen nichts aus!

Versprochen!


FK





Hallo,

mal wieder an der Zeit dass ich mich als bekennender Wärmedämmer melde:
Ihr Vorschlag 4 cm Gutex + Flächenheizung (Verbundrohr) + Heizputz aus Lehm ist absolut Stand der Technik und geht in Ordnung.
Besser 4 als 6 cm, da wirds kritisch mit der Tauwassermasse, obwohl die ja herausgeheizt werden soll.

Grüße vom Niederrhein



Fachwerkdämmung



Hallo,

wir stehen vor einer ähnlichen Aufgabe und werden an unserer alten Schwarzwaldhütte folgendermaßen vorgehen: die alte Verschalung mit Holzschindeln kommt runter, sie fällt eh schon fast von allein ab. Die Fachwerkbalken werden aufgedoppelt, die Zwischenräume mit Hanf ausgestopft, dann folgt als Windsperre Baupapier, Konterlattung, Douglasie, fertig. Oben und unten zwischen Windpapier und Douglasienverschalung kleine Gitter, damit die Mäuse es sich nicht im Hanf gemütlich machen.

Viele Grüße

Sabine



Neue Ideen



Hallo
vielen Dank für die Antworten nach der besprechung mit verschiedenen Handwerkern vor Ort gibt es nun eine neue Idee.
Auf die Wand kommt eine Schalung 10cm und darauf 2 cm Gutex Platten die Zwischenräume sollen nun mit Isofloc gefüllt werden da die Wand sehr viele unebenheiten aufweist und somit die Gutexplatten alleine nicht möglich sind
Was haltet ihr von Isofloc gibt es da schon Erfahrungen damit?
LG