vorgehängtes Fachwerk dämmen?

10.10.2012



Hallo,
wir haben ein altes Fachwerkhaus. Der Vorbesitzer hat vor die alte Fassade ein neues Fachwerk gesetzt, Fichte oder Kiefer, unbehandelt, ausgemauert, Balken mit unbekannter dunkler Farbe gestrichen. Der untere Balken liegt in einem "Bett" aus Beton und gammelt natürlich. Er muss jetzt entfernt werden. Ich will ihn durch Steine ersetzen (bloß kein Holz mehr dahin...). Die Fassade ist der Witterung ausgesetzt und ich habe kein großes Vertrauen in diese ganze Konstruktion. Daher erwäge ich das Abhängen mit Lärche. Hier nun meine Frage: Zwischen altem und neuen Fachwerk ist eine Luftschicht (variierend, mal 4 cm, mal nix...). Ist es sinnvoll, die neue Fachwerkwand zu dämmen? (Latttung, Glaswolle, Luftschicht, Lärche), oder bringt das eh nichts, weil die andere Luftschicht alles abkühlt? Oderhat jemand vielleicht eine ganz andere Idee?? Vielen Dank schonmal.



Die Schwelle sollte



... fachgerecht gegen eine neue ausgetauscht werden. Der Verbund des Fachwerks - und damit die tragende Konstruktion des Hauses muss erhalten bleiben.

Die vorgehängte Lärchenschalung ist eine gute Lösung für die bewitterte Seite. Aber auch diese Schale muss ja statisch sicher "hängen" - also besser, die tragende Konstruktion ist sicher saniert.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



die Schwelle sollte...



Danke! Schwelle wird ausgetauscht, abhängen mit Lärchenholz ohne Dämmung, Giebelbereich muss versteift werden... So der Plan.



Ohne Dämmung...



Die vorgehängte Fassade aus Lärche ist ein guter Wetterschutz für das Fachwerk. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass für das Fachwerk eine leichte Dämmung aus Holzdämmplatten sinnvoll ist und im Zuge der Anbringung der Holzfassade eigentlich keinen hohen Aufwand darstellt.

Ich würde in dem Fall Mulitthermplatten von Gutex nehmen. Den erheblichen Vorteil neben der Dämmung sehe ich darin, dass durch die Nut- und Federplatten auch eine Winddichtung erreicht wird. Gerade bei Fachwerk ein Thema.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



ohne Dämmung...



Da das vorgebaute Fachwerk hinterlüftet ist und es in der Luftschicht auch ordentlich zieht (ist halt oben offen), haben wir uns entschlossen, dass es nicht sinnvoll ist, das neue Fachwerk von außen zu dämmen. Einblasdämmung kommt auch nicht in Frage - ich friere lieber ein bisschen, als dass ich mir Probleme mit irgendwelchem Tauwasser in die alte oder neue Fachwerkwand hole...
Danke erstmal - auch an alle anderen hier im Forum. Habe schon viel rumgelesen, weil unser Häuschen uns von feuchtem Kriechkeller, ungedämmtem Dachboden und Wänden bis Schwammbefall bislang alles geboten hat, was man von einem alten Fachwerkhaus so erwarten kann...