Fachwerk – kulturelles Erbe im 21. Jahrhundert

Fachwerkfassade mit Inschriften

Wie kaum ein anderer Baustil ist das Fachwerk eng mit der Geschichte deutschsprachiger Regionen verknüpft. Die ältesten Fachwerkgebäude stammen nachweislich aus dem 13. Jahrhundert. Ab dem 19. Jahrhundert ging der Neubau von Fachwerkhäusern deutlich zurück, da moderne Baumaterialien schnellere und günstigere Bauten ermöglichten. Dementsprechend alt sind die Bestandsgebäude. Die Erhaltung und Pflege dieser Gebäude sind eine große Aufgabe für unsere Generation.


Fachwerkhäuser sanieren: das gilt es, zu beachten

Eine Zeit lang wurden Fachwerkhäuser nur unter den Gesichtspunkten der Kosten renoviert. Das führte dazu, dass die architektonischen Besonderheiten des Fachwerks einfach ignoriert wurden. So verschwanden die hübschen Fassaden mit ihren charakteristischen Holzbalken unter Putz und auch im Innenausbau wurde auf günstige, moderne Materialien wie Laminat gesetzt.

Inzwischen wurde erkannt, welche kulturellen und architektonischen Verbrechen dies zur Folge hatte. Heute stehen viele Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz und das zurecht. Das bedeutet auch, dass sich die Besitzer an strenge Vorgaben halten müssen, was die Renovierung betrifft. Arbeiten an der Substanz ohne Genehmigung und Absprache sind bei denkmalgeschützten Häusern untersagt.

Wer ein Fachwerkhaus fachgerecht sanieren möchte, muss sich deshalb mit dem Denkmalschutzamt zusammensetzen und sollte nur auf erfahrene Handwerker setzen, die sich mit diesem Themenbereich auskennen.


Fachwerkhäuser stilecht einrichten

Inzwischen ist deutlich, dass auch die Einrichtung ein wichtiger Teil eines Fachwerkhauses ist. Ein stilechtes Wohngefühl lässt sich nur erzielen, wenn die Möbel optisch und thematisch zum Haus passen. Dies wurde im 20. Jahrhundert oft ignoriert.

Ein Couchtisch von Maisons du Monde beispielsweise passt ins Wohnzimmer eines Fachwerkhauses. Gerade die Tische mit viel natürlichem Holz passen sich ideal an die Optik eines Fachwerkhauses an. Gleiches gilt für die Formen. Quadratische Couchtische passen zu den Linien des Fachwerks. Die große Auswahl von Maisons du Monde lässt dazu Freiraum für die individuelle Gestaltung.

Grundsätzlich passen helle und unauffällige Farben gut in ein Fachwerkhaus. Die Kombination aus weiß und natürlichen Holzfarben setzt den Stil der Fassade konsequent fort. So ist kein Stilbruch zwischen Haus und Inneneinrichtung spürbar, was ein stimmiges Gesamtkonzept erzeugt.


Der Innenausbau von Fachwerkhäusern

Der dritte Bereich bei der Renovierung eines Fachwerkhauses ist die Gestaltung von Wänden, Decken und Fußböden im Innenbereich. Auch hier gelten teilweise Vorschriften des Denkmalschutzes, besonders was Bereiche wie Treppen angeht.

Abseits davon ist es sinnvoll, sich an den originalen Innenausbauten zu orientieren. So gehört ein klassischer Dielenfußboden in ein Fachwerkhaus. Besonders stilecht sind Eichenböden, die früher als klassischer Bodenbelag in vielen Fachwerkhäusern zum Einsatz kamen. Wer Scheunen und Häuser aus Fachwerk saniert, trifft zudem oft auf Steinfußböden. Diese sind auch bei einer Renovierung eine Option und machen sich vor allem in der Küche sehr gut.

Falls im Fachwerkhaus ein alter, massiver Holzboden liegt, muss dieser oftmals nicht ausgetauscht werden. Auch wenn die Oberfläche unschön, zerkratzt und voller Furchen ist, ist eine Restaurierung möglich. Dies gelingt sogar mit relativ einfachen Maßnahmen. Selbst ungeübte Handwerker können eine Bodenschleifmaschine leihen und die Oberfläche entsprechend abtragen. Die alten Holzdielen sind dick genug und vertragen ein großzügiges Abschleifen. Die neue Oberfläche wird dann am besten mit einem Öl versiegelt. Auf diese Weise ist ein alter Holzfußboden sehr günstig erneuert und erstrahlt gleichzeitig wieder in einem frischen, satten Farbton.


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