Fachwerk ist zu schön,




um es einfach zu Verschalen. Aus diesem Grund suche ich hier um Rat.
Ich habe von einem Zimmermann einen Carport mit anschließendem Schuppen bauen lassen. Das Ständerwerk aus Fichtenbalken (14x14) ist eine sehr schöne Fachwerkarbeit. Aus diesem Grund möchte ich die Seite, die meinem Wohnhaus zugewandt ist, nicht wie Anfangs geplant mit Brettern verschalen, sondern ausmauern oder sonst wie dafür sorgen, dass das Fachwerk sichtbar bleibt.
Die Rückseite des Gebäudes würde ich jedoch wie geplant einfach mit Brettern verschalen. Nun meine Frage: Welche Möglichkeiten gibt es für mich, das Fachwerk sichtbar zu lassen? Kommt da nur Ausmauern in Frage oder auch etwas anderes?
Für den Fall, dass es das Ausmauern wird, welchen Stein kann ich nehmen? Ich wollte ja auch den bösen Ytong nehmen weil der nun mal günstig ist und sich leicht Verarbeiten lässt. Aber ich habe hier im Forum dank euch gelernt, dass es nichts Schlimmeres gibt als Porenbeton in Kombination mit Fachwerk und ich möchte natürlich nicht, dass mir die Holzbalken in 10 Jahren weggammeln. Nun ist es ja aber kein Wohnhaus und bei Carport und Schuppen ist für ausreichend Belüftung gesorgt. Wärmedämmung spielt bei mir ja daher auch keine Rolle. Ist dann der Ytong doch wieder eine Alternative oder führt an Lehmziegeln oder ähnlichem auch bei mir kein Weg vorbei?!

Vielen Dank fürs lesen und hoffentlich fürs Antworten



Sichtfachwerk



Ob Porenbeton finanziell besonders günstig ist bezweifle ich.
Besoren Sie sich Abbruchziegel, damit können Sie ausmauern; wenn Sie das vollfugig machen und die Fugen gleich mit abbügeln ersparen Sie sich auch noch das spätere Verfugen.




selbst gebaut

mit alten Ziegeln passt das.



gefällt mir,



muss ich da noch etwas zwischen das Holz und die Ziegel/ den Mörtel packen oder bei dem Mörtel was beachten?



Sichtfachwerk



Sie sollten die Regeln die für Sichtfachwerk gelten kennen und natürlich einhalten wie:
"dry feet and dry cap" wie es so schön im Denglischen heißt, also die Grundschwelle auf einem gemauerten Sockel außerhalb des Spritzwasserbereiches und genügend Dachüberstand.
Dreieck- oder Trapezleisten an den Gefachinnenseiten der Hölzer,
zum Mauern einen frostsicheren MG II (Kalkzementmörtel NM 5-8 oder hydraulischer Kalk)verwenden,
nicht versuchen die sich bildenden Risse zwischen Mörtel und Holz mit Dichtmittel zu schließen.





Auf deutsch, ich hab mich nicht an die Regeln gehalten.
Die Schwelle sitzt zu tief, aber der Dachüberstand hat 50cm.
Die Ziegel stehen aus Platzgründen für hochkant und werden sehr gut von Schrauben gehalten die aller zwei Fugen in die Ständer geschraubt wurden. Mörtel war ein billiger Fertigmörtel Kalk/Zement aus dem Baumarkt.



Diese Dreiecksleisten



sind wohl dazu da, die mauerziegel davor zu schützen nach innen oder nach aussen umzufallen. Das heisst ich muss in jeden Ziegel der am Rand bei dem Holz ist eine Nut einarbeiten, die dann auf diese Leiste gesetzt wird?! Gibt es auch eine einfachere Lösung?
Muss ich die Leiste oder die Balken vorher behandeln dort, wo sie mit dem Mörtel in Kontakt kommen?!

Vielen Dank





Genau dazu sind die Leisten da. Die Ecke kann man fix mit der Flex raus nehmen.
Oder machst es so einfach wie ich. Da besteht aber die Gefahr das bei Rißbildung, die nicht wie üblich zwischen Balken und Mauerwerk ensteht, sondern das die Schraube den Mörtel am Balken hält und Risse dann zwischen Mörtel und Ziegel entstehen. Im schlimmsten Fall kann auch ein Ziegel reißen.
Beides bisher bei mir nicht passiert, zwei Winter problemlos überstanden.