"Fachwerk"-Innenwand verputzen, verkleiden

20.12.2017



Hallo,

ich bin grade an der Neugestaltung des Dachgeschoßes dran. Dazu habe ich an den Wänden vom Kniestock jetzt die Nut+Federholz-Beplankung entfernt. Die Wände selbst sind im Prinzip Fachwerkwände, nämlich Holzständer mit Bimsstein ausgemauert (die Wände sind Innenwände, welche in der Dachschräge einen Kniestock bilden, Baujahr 1978).
Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ich die Wände gestalte. Von Trockenbau, also Beplankung mit GK-Platten, bin ich nicht so der Freund. Wenn ich es so machen würde, würde ich zuerst mit einer dünnen Lage OSB-Platten beplanken und dann GK-Platten drauf (damit es einigermaßen stabil ist), dann bekomme ich aber eventuell Probleme mit der Aufbauhöhe an zwei Stellen (Heizkörper zu nah an der Wand).
Andere Möglichkeit wäre Verputzen, habe allerdings Bedenken, ob das Risse gibt wegen dem Holz, außerdem hätte ich oben an der Wand die Mittelpfette zu verputzen. Ich würde eine Trennschicht auf die Balken machen und dann Streckmetall darauf.
Was ist eigentlich von Knauf Rotkalk als Kalkinnenputz zu halten? (selbst mischen aus Weißkalkhydrat und Sand hab ich bei unserem alten Haus im Bruchsteinkeller gemacht, aber das ist immer so extrem gerissen (Schwindrisse) und war auch total weich und ist weggebröselt, wenn man mal ein Loch reingebohrt hat.

Viele Grüße



Kniestock bekleiden



Eine Alternative wäre Trockenputz aufzukleben. Je nach Platzdürfte der Heizkörper auch noch passen.



Fachwerkinnenwand sanieren



Du könntest die Holzbalken abbürsten und nur die Steinflächen mit Kalkputz (und ggf etwas Zementzugabe)
verputzen oder Lehmputz verwenden.
Dann gibt’s zumindest keine Risse.

Wenn die erste Kalkputzlage gerissen ist muß diese mit einer dünnen Lage Feinputz überzogen werden- der gerissene Unterputz verbessert die Haftung. Vielleicht war der Kalk überlagert?

Ein Foto wäre günstig zur Beurteilung

Andreas Teich



Trockenputz



habe ich auch schon überlegt. Bei Trockenputz mit GK-Platten stört mich aber, dass diese mit Batzen punktuell aufgeklebt werden, d.h. es gibt dann jede Menge Hohlräume. Kann man die Platten auch (weitestgehend) vollflächig ankleben, oder kann dann der Kleber nicht schnell genug abtrocknen (in den Verarbeitungshinweisen wird auch extra gefordert, beim Ansetzen der Platten einen Spalt oben und unten zu lassen, damit die Feuchtigkeit vom Kleber raus kann).
Nur die Gefache zu verputzen würde ich bei einem alten Fachwerkhaus machen, aber zu den "modernen" Haus passt dass nicht.

Viele Grüße



Trockenputz



Sicher können die Platten auch vollflächig, ohne Hohlräume, angesetzt werden,
dazu muss aber der Untergrund eingeebnet, also glatt verputzt werden.
Wobei Hohlräume bei trockenen Innenwänden unproblematisch sind.

Statt Gipskarton würde ich Gipsfaserplatten verwenden,
die auch weniger Problem mit Feuchtigkeit haben und stabiler sind.

Andreas Teich



Trockenputz



Nehmen Sie das Wulst-Punkt- oder das Buttering- Floating- Verfahren zum Aufkleben. Wichtig ist das Hohlräume keinen Kontakt zur Innenluft haben.