Fachwerk in Szene setzen - Unsere Tipps

Fachwerkhaus in Szene setzen

Die Bauweise eines Fachwerkhauses kann durchaus als eigensinnig betrachtet werden. Wer das Glück hat, in einem solchen Schmuckstück zu wohnen, steht deshalb vor der Herausforderung, das gesamte Haus richtig in Szene zu setzen. Neben der Einrichtung spielt vor allem die passende Beleuchtung eine Rolle, die an die speziellen Gegebenheiten angepasst ist. Mit welchen Tipps dieses Projekt gelingt, sehen wir uns in diesem Artikel an.


Besonderheiten des Raums beachten

In einem ersten Schritt ist es wichtig, sich den speziellen Bedingungen bewusst zu werden. Die niedrigen in einem Fachwerkhaus können schnell erdrückend wirken und für eine höhlenartige Atmosphäre sorgen. Die Beleuchtung muss darauf reagieren, und die Räumlichkeiten höher und heller wirken lassen. Ein einfacher Tipp, der bei der Einrichtung umgesetzt werden kann, sind lichtdurchlässige und helle Vorhänge. Sie können die Decke höher wirken lassen, als sie tatsächlich ist.

Bei der Beleuchtung dieser Räume müssen vor allem tiefhängende Deckenleuchten verhindert werden, die scharfe Lichtkegel werfen. Denn sie verkürzen den Raum optisch noch weiter. Die bessere Alternative, die herangezogen werden kann, sind Wandleuchten. Auch Voutenleuchten, die im Raum zwischen Decke und Wand zum Einsatz gebracht werden, sind eine sinnvolle Option. Häufig werden sie in Kombination mit einem Schienensystem angeboten. So lassen sie sich perfekt an die eigenen Wünsche und Bedingungen vor Ort anpassen.


Balken richtig inszenieren

Das wahre Highlight, das ein Fachwerkhaus zu bieten hat, sind die offen sichtbaren Balken. Meist tragen sie ihr großes Alter zur Schau und wurden vielleicht sogar von Hand gefertigt. Experten raten dazu, die sichtbaren Balken gezielt anzuleuchten, und dadurch ihre Konturen weiter zu erhellen. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Lösungen, bei denen nicht in die Balken gebohrt werden muss, falls dies zum Beispiel aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich sein sollte.

Entscheidend bei der Wahl des Leuchtmittels ist, dass die Lampen nicht zu heiß werden. Eine Technologie, die dies bestens erreicht, sind LED Leuchtstoffröhren. Ihre geringe Temperatur sorgt für einen besonders niedrigen Energieverlust. Auf diese Weise können sie mit gutem Gewissen betrieben werden, ohne dabei allzu hohe Stromkosten fürchten zu müssen. Für die Wahl ihrer Stärke gilt die Faustregel: Je dunkler die Farbe der Balken ist, desto mehr Watt sollten die LEDs aufweisen. So ist sichergestellt, dass sie später im Raum die gewünschte Wirkung entfalten.


Die passende Lichtfarbe

Ein weiterer Aspekt, der bei der Inszenierung wichtig ist, ist die Lichtfarbe. Laien scheuen sich meist vor einer Entscheidung in diesem Bereich, da sie nicht darüber informiert sind, wie sie die Lichtfarbe der Leuchtmittel genau ablesen können. Entscheidend dafür ist der eingetragene Kelvin-Wert. Je höher dieser ist, desto kälter und bläulicher wirkt das Licht. Wer es hingegen im Wohnzimmer gemütlich warm haben möchte, erzielt diese Atmosphäre durch einen niedrigen Kelvin-Wert.

Wer in diesem Bereich über ein grundsätzliches Gespür verfügt, der ist auch ohne einen Fachmann dazu in der Lage, ansehnliche Ergebnisse zu erzielen. Im Internet steht derweil eine große Auswahl an passenden Leuchtmitteln und Systemen zur Verfügung, die für ein Fachwerkhaus in Betracht gezogen werden können. Jetzt ist es nur noch notwendig, selbst zur Tat zu schreiten und zu starten.