Fachwerk-Füllung Zwischenmauerung Ausfachung




Hallo erst mal, ich habe mir ein Fachwerkhaus gekauft das ca. 300 Jahre alt ist. Prolem: Holzschwamm in der Außenwand und Zwischenwand mit Holzwurm Befall (schon ölterer befall)
Fehlerhafte Sanierungsversuche vom Vorbesitzer: Vollwärmeschutz von Außen 30mm Styropor, Innenwände mit Glaswolle und Alufolie darauf Gipsplatten - daher auch die Fäule und Pilzbefall
ist Zustand = Teil entkernung von allen befallenen Wänden und Decken/Böden
Vorhandene Supstanz: Ausfachung besteht teils aus Lehm und Stroh an anderen Stellen nur aus Kalkputz oder billigen Bruchsteinen

Frage:
- welches Holz für die Fachwerkstützbalken und Traversen?
- Holzbehandlung sprich Anstrich, Lasur oder Salzbad?
- Ausfachung warum nicht aus Porenbetonsteinen? wurde in einer anderen Frage erwähnt das dies nicht gut sei, ich will wissen warum!
- Umstellung der Heizung auf Infrarot darum ist mir Porenbetonstein Lieber als Ausfachung U-Wwert 0,09
- Vollwärmeschutz entfernen oder lieber eine Lüftungsanlage einbauen?

Mein Vorhaben:
- befallenes Holz ausschneiden und Fachwerk mit Eiche reparieren, Dielen aus Lärche. Ausfachung mit Porenbeton in 2 Lagen d.h. Wandstärke ist Zustand beibehalten: 22cm Wandstärke, Fachwerk ist 12cm, Sichtseite Außen. Innen wird 10cm vorgemauert mit Porenbeton genau wie die Ausfachung, oder lieber 2 Schaligesmauerwerk wo nur Innen Porenbetonplatten und Ausfachung aus Ziegel, Kalksandstein oder Muschelkalkstein?
- Bodenfüllmaterial ist Zustand = Lehm und Stroh mit Sand überdeckt. Renovierung = wird komplett entfernt und mit Steinwolle aufgefüllt.

Was haltet ihr davon und was würdet ihr anders machen bzw. wo gibt es Probleme und warum!



VWS abreißen



- welches Holz für die Fachwerkstützbalken und Traversen?
i.d.R. das, welches sie ausbauen, ansonsten zumeist
Ständer: Nadelholz o. Eiche,
Grundschwellen: Eiche
Riegel: Nadelholz oder Eiche,
Streben: Nadelholz oder Eiche
Deckenbalken: Nadelholz,
Sparren: Nadelholz

- Holzbehandlung sprich Anstrich, Lasur oder Salzbad?
nix oder Leinölfarbe
Sie werden ihr FWH kaumim Salzbaden können
Nach ihrer Schilderung fürchte ich noch weitere Fachwerkschäden. Hausschwamm ist nicht so einfach zu sanieren. Die gefundenen Schädlinge lassen Rückschlüsse auf den Zustad vom Holz zu.

- Ausfachung warum nicht aus Porenbetonsteinen?

Ytong kann aufgrund seiner Porenstruktur ab ca.20% Volumenfeuchte kapilar Wasser transportieren. D.h. bis 20 Vol.% bleibt das Wasser in der Wand und kann nur durch Diffusion abtrocknen. Feuchtigkeit dringt immer in die Wand ein, sei es nur als Luftfeuchte aus dem Raum.
Mann kann auch mit im gesunden Bereich kapillar leitfähigen Materialien ein ENEVkoforme Dämmung erreichen.
YTong ist zu starr für einn FWH. YTONGkleber ist nicht kapilar leitfähig, d.h. Feuchte bleibt am FW und wird nicht wie z.B. bei Lehm verteilt unnd damit abgeleitet.

- Vollwärmeschutz entfernen oder lieber eine Lüftungsanlage einbauen?
VWS entfernen, Styropor ist tödlich fürs FWH. Lüftungsanlage bedürfen der ständigen Wartung, hier werden in der Zukunft noch große Probleme entstehen durch verkeimte Lüftungsanlagen... oder prima Umsatz generiert werden können.

Gruß
Selle