Fachwerk diffusionsoffener Wandaufbau

24.01.2014



Sehr geehrte Fachwerkliebhaber!
Für ein kleines Gartenhaus ist die fachwerkliche Grundkonstruktion bereits aufgestellt. Eine Aufsparrendämmung ist befestigt. Ein Beton (?) Plattenfundment ist angedacht, Dänische Fenster auch. Gelegentlich soll ein Holzofen für Wärme sorgen.
Geplant ist folgender Wandaufbau: von innen nach aussen:
gebrannte alte Stein ins Gefach. DWD 60 mm auf das Gefach. Konterlattung. Deckelschalung in Lärche oder Eiche.
Ist dieser Aufbau im Hinblick auf die Nutzung sinnvoll? (Meine Überlegung...) unserer Zimmermann riet statt der DWD-Platte eine Jackodur-ähnliche auf die Sparren zu nageln... (was mir etwas mentale Bauchschmerzen bereitet.
Über Tipps und Kommentare würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Grzonkowski



Fachwerk diffusionsoffener Wandaufbau



Moin moin.
Gibts keinen Kommentar? Z.B. : so machen oder so auf keinen Fall? Brauche Rat!
Gruß Jens



Die Situation...



... ist unklar.
Fachwerk steht, Fundament folgt noch?? DWD erst auf's Gefach, dann auf die Sparren, aber Aufsparrendämmung ist bereits befestigt?? Nutzung??

MfG,
Sebastian Hausleithner



zur Situation



Moin Sebastian
Vielen Dank für die Nachfrage!
Ja.
Aufs Gefach ist der Plan.
Die Aufsparrendämmung (Dach) ist bereits befestigt: OSB 22mm, Dampfsperre, Jackodur, Konterlattung (und fast hätte der Dachdecker noch vor Frost eindecken können...)



So weit...



... so gut. ich frage mich nur, warum für ein "kleines Gartenhaus" so ein Aufriss gemacht wird, deshalb die Frage nach der Nutzung... Wenn keine (zeitweise) Wohnnutzung angedacht ist und ergo wenig Feuchte transportiert werden muss, ist die Forderung nach Diffusionsoffenheit nicht soooo wichtig und man bekommt das mit vernünftigem Lüften auch in den Griff... obwohl ich die Holzfaser "sympatischer" finde als das XPS-Zeugs...

MfG,
Sebastian Hausleithner



... kleines Gartenhaus



ist ist auf 4x8m Grundfläche errichtet. Und wir haben es hier mit einem "Options- und Variation"sversessenen Zimmermann zu tun, der meinte, man könne ja später auch noch drin wohnen.
Nun denn.
Ich denke meine Fragen sind nicht geklärt.
Dennoch möchte mich für das Interesse bedanken!
Sebastian, vielen Dank für Deine Antworten.
Es grüßt ganz herzlich
Jens



Moin



Soso, Ihr Zimmermann ist also options- und variationsversessen :-)

Und warum interessiert Sie das als Bauherr ?

Nicht falsch verstehen, ich finde, es gehört als Handwerker dazu, dem Bauherren Optionen aufzuzeigen und ihn zu beraten.
Oft kommen dabei ganz konstruktive Geschichten zustande.

Aber wenn sich der Bauherr ne Gartenhütte wünscht, dann würde er von mir auch keine Zweitwohnung aufgeschwatzt bekommen.

Sei es drum.

Nun zu Ihren Fragen:

Was sie vorhaben, ist für mich weder Fisch noch Fleisch. Das Fachwerk auszumauern und gleichzeitig ne 60 mm starke Außendämmung anzubringen...damit macht man aus der Gartenhütte kein Wohnhaus, aber eben auch keine Gartenhütte.

Grundsätzlich stehe ich der von Ihnen favorisierten DWD-Platte sehr positiv gegenüber...ökologisch sinnvoll, bessere Schallschutz- und Feuerschutzwerte, Phasenverschiebungseigenschaft...es gibt eigentlich nur drei Punkte, in denen die DWD-Platte einer Polystyrolplatte unterlegen ist: Preis, Eigengewicht und Dämmwert bei gleicher Materialstärke.

Wenn Sie denn schon wirklich ne Außendämmung anbringen wollen, dann nehmen Sie die DWD-Platte.

Und wie kommt man auf die Idee, eine Außenfassade eines Gartenhauses aus Eichebrettern zu montieren ? Geeignete Holzarten für eine Fassadenverschalung sind z.B. Lärche oder Douglasie (da besonders harzhaltig). Preislich ist die Differenz zwischen Fichte- und Douglasienbretter relativ gering, die Differenz zwischen Fichte- und Eichebrettern dagegen enorm.
Eine Konterlattung ist sinnvoll, bei diffusionsoffenem Aufbau sollte die Verschalung jedoch hinterlüftet ausgeführt werden...z.B. dadurch, daß man die Fassadenverschalung nicht ganz bis zur Dachschalung laufen läßt, sondern sie oben und unten mit einem Lüftungsgitter versieht.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen einigermassen beantworten.

Gruß Andreas



Jens Jensen?



früher Hildesheim?