Nebenhaus isolieren

21.01.2010



Hallo Forum,
bei uns auf dem Grundstück steht noch zusätzlich ein kleines Häuschen in dem mein Opa früher gearbeitet hat. Der obere Stock ist als Fachwerk aufgebaut. Ich habe Gas und Wasser reingelegt, der Junior möchte sein Zimmer gegen das Häuschen tauschen.
Jetzt steht das Thema Wärmedämmung an. Auf sichtbares Fachwerk möchte ich jetzt mal bewusst in dieser Diskussion verzichten.
Ich habe mir etwas überlegt und würde gerne darüber eure Meinung lesen. Ob es dann so realisiert wird steht in den Sternen.

Den unteren Teil des Hauses würde ich gerne mit Styropor verkleiden und verputzen. Den oberen Teil mit einer Holzschalung versehen.

Ausfachung würde ich total entfernen. Aufbau von innen nach außen wie folgt: - Gipskarton oder Holzverschalung- OSB Platten Stöße mit Band abgedichtet- Gefache mit Steinwolle ausgefüllt- OSB Platten- Dämmung kaschiert mit Glasvlies wasserabweisend mit Unterkonstruktion für hinter lüftete Fassade- Holzschalung.
Oder:
Ausfachung bleibt. Aufbau von innen nach außen wie folgt:- Gipskarton oder Holzverschalung- OSB Platten Stöße mit Band abgedichtet- Gefache bleibt- Dämmung kaschiert mit Glasvlies wasserabweisend mit Unterkonstruktion für hinter lüftete Fassade- Holzschalung.
Bin gespannt ob einer dieser Aufbauten eure Zustimmung findet. Ich möchte das Fachwerk erhalten aber, es soll jetzt nur zum Aufbau dienen. Praktisch ein Aufbau wie bei einem Fertigholzhaus.

Im Voraus besten Dank.
Stephan



Unabhängig von dem Dämmaterial....



... welches ich nie für mein Haus nehmen würde:

Die zweite OSB-Platte bremst an falscher Stelle zuviel ab. Ich würde dort zwischen Fachwerk und Außendämmung eine Holzdämmplatte anbringen.

Das mit den Gipskartonplatten ist für mich auch nicht der Hit. Hier würde ich lieber einen Lehmputz direkt auf das Fachwerk nehmen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Nebenhaus isolieren



Wenn es im Sommer erträglcih sein soll: einen schattenspendenden Baum pflanzen.
Für den Sommer- wie Winterfall ist eine hinterlüftete Außenfassade nicht zu toppen.
Als Dämmung unbedingt 4-5 cm Holzweichfaserplatte innen verwenden.
Ich denke, das minimiert den Aufwand, schafft Behaglichkeit und schont die Substanz.

Grüße vom Niederrhein



Nebenhaus isolieren



Dann optimiere ich mal meinen Aufau.
Wieder von Innen nach außen.
1. Lehmputz direkt aufs Mauerwerk (Dampfsperre notwendig)
oder
4-5 cm Holzweichfaserplatte (Dampfsperr notwendig,kann man die verputzen, ich bitte um einen Produkttipp)
oder
OSB Blatte mit Gipskartonplatte oder Holzverkleidung
2. Fachwerk ausgefüllt mit Steinwolle.(Gibt es noch etwas anderes was Ihr empfehlen könnt)
3. Holzdämmplatte (Bitte auch hier um eine Produktempfehlung)
4. Dämmung kaschiert mit Glasvlies wasserabweisend mit Unterkonstruktion für hinter lüftete Holzfassade.
(Ist diese Dämmung überhaupt noch notwendig)
5.hinterlüftete Holzschalung.



und



auf alle Fälle im EG das Dämmmaterial gegen Steinwolle tauschen - wenn abgesichert ist, dass es keine aufsteigende Feuchte gibt. Wenn es "abgesoffen" ist, ev. ganzes Mauerwerk abschnittsweise austauschen. Wurde schon eher beschrieben.



Den Aufbau homogener gestalten



Hier mal der Vorschlag vom "Anstreicher":

1. Lehmputz direkt aufs Mauerwerk/Fachwerk mit entsprechender Armierung ohne Dampfbremse
2. Fachwerk mit bestehender Füllung belassen, ggf. vor den Putzarbeiten mit gleichem Material ausbessern oder mit Lehm füllen.
3. Holzkonstruktion - dazwischen GUTEX Thermoflex
4. Holzdämmplatte GUTEX Multiplex oder GUTEX Ultratherm mit N+F - auch als Winddichtung an den Stößen mit entsprechenden Bändern abkleben.
5.hinterlüftete Holzschalung.

Ich würde für ein Fachwerk immer sorptive Materialien wählen, die einen evtl. Feuchttransport ermöglichen. Mit Steinwolle/Glaswolle ist das nicht gegeben.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Noch ein Vorschlag



Gefache bestehen lassen evtl. ausbessern. komplett durchziehen oder abr nur in den gefachen und holzwerk sichtbar lassen.
Von außen Dampfbremse aufbringen, z.B. dB+
Holzkonstruktion in geforderter Dämmstoffstärke aufbringen und mit vergüteter Holzweichfaserplatte abdecken.
Entstandene Hohlräume mit Zellulose ausblasen lassen.
Dann Konterlatte, Traglatte, Schalung.
.
Dämmung EG aus Holzweichfaserplatten oder alternativ aus Steinwolle.



Nebenhaus dämmen



Da schliesse ich mich gleich mit einem ähnlichen Aufbau an
1. Luftkalk/Lehmputz direkt aufs Mauerwerk/Fachwerk mit entsprechender Armierung ohne Dampfbremse
2. Fachwerk mit bestehender Füllung belassen,
3. Holz- oder Trägerkonstruktion mit Lehm-Hobelspan-Dämmung
4. Holzweichfaserplatte 40 oder 60 mm z.B.von Inthermo
5. Im EG HWF platten verputzen, oberes Geschoss als hinterlüftete Holzfassade ausbilden.

Eine komplett hinterlüftete Fassade, unten Putz, oben Holz
ist genauso machbar.

Mit diesem Aufbau gestaltet sich das Ausgleichen der Fassade einfach und unkomplizert.
-Hier entfallen Arbeiten wie Fassade reinigen und Ausgleichsputz,
-schiefe Wände können problemlos ausgererichtet werden.
-Unterkonstruktionen für Fensterläden,Balkone, Vordächer können im Vorfeld montiert werden und somit ist eine thermisch getrennte Montage der jeweiligen Bauteile ohne Probleme möglich.
-Natloser Übergang von Putz zu Holzfassade

Grüsse Thomas