Fachwerk aufdoppeln

12.03.2009



Hallo Leute,

ein bekannter von mir möchte bei seinem Fachwerkhaus (Bj.1650) zwecks Wärmedämmung das Fachwer Aufdoppeln und die Gefache mit Holzwolleplatten ausfüllen.
Zum geplanten Aufbau (innen->aussen):
Lehmputz d= ???
Fachwerk d=~ 16cm
Aufdopplung 8cm Lärche
Gefache 6cm Holzwolle
Putz 1-2cm

wie würdet Ihr das machen?



So auf jeden Fall nicht.



Auf der Holzwolle hält kein Putz wohl aber auf Weichholzfaserplatten.

Ich würd wenn die Dämmug außen gewünscht ist eine putzfähige Weichholzfaserplatte in Mörtel einkleben und zusätzlich im Untergrund befestigen und dies dann abschließen mit einem z.B. hydraulischen Kalk mehrlagig verputzen.
Grüße



Mal abgesehen...



...von der technischen Ausführung die da geplant ist.

Bei Bj. 1650 !! könnte ich mir gut vorstellen, dass da der Denkmalschutz was zu sagen hätte. Die sind bei Aufdopplungen etwas "empfindlich".

Gruß
Martin



Gar nix machen -



spart 100 Prozent Substanz, ganz viel Geld und massenhaft Energie!!!

Konrad Fischer
Dämmkritiker



Gar nix - wollen die Leute nicht!



so lange irgend welche Leute mit dem Dämmzeug Geld verdienen und alle Zeitungen davon voll sind, dass "WIR" dämmen müssen und Energie SPAREN müssen, wegen CO2 und so (was immer das genau heisst wird ja gar nicht geklärt) und ein jeder Neufirmengründer mit nur einer linken Hand sich die gesammelten Firmenprospekte der einschlägigen Dämmerer ins Firmenportfolio auf die eigene "homepage" draufkopieren kann (Nach dem alten Studentengrundsatz: Gut kopiert ist halb studiert) so lange machen die verunsicherten Bauherren das.
Man will ja nichts falsch machen!
Und den super XYZ-Kredit nehmen wir auch noch mit (in meinen Augen nur eine so-genannte: Hausabwrackprämie) - die genauen Auswirkungen und Realzinsen und -Kosten werden schöngeredet (Psychologisch: Kompensation oder RRBS = "Rosarote Brillen Syndrom)
Und überall werden die zweifelhaften Aussendämmungen als Usus und Normal (Stand der Technik) deklariert und die auch zweifelhaften und bauphysikalisch immens risikoreicheren Innendämmungen auf Grund einer ganz speziellen Untersuchung als problemlos eingestuft - gelesen oder gar richtig verstanden wohl von den Wenigsten
Übrig bleiben irgend welche Schlagworte die rumgeistern und den Bauherren vorgaukeln, dass alles im Griff zu haben ist.
Und das böse Erwachen kommt dann erst hinterher: Geld weg, Bauschäden, Gesundheit und die Fragezeichen immens gross!

Ich sage: Bauherr: VORSICHT!
vorher mal Reinecke Fuchs lesen - auf jeden Fall nicht alles glauben, was in Verkaufsprospekten steht.

FK



@ Florian und die anderen



Wir stehen auf der selben Seite dieser Meinungen!

Wenn es aber trotzdem losgehen soll und es nun bereits im Kopf verankert ist, dann funktioniert diese angedachte Lösung so leider nicht.
Es müsste dann erst eine komplette Dämmplatte bzw. -ebene geschaffen werden und erst darauf kann dann die gewünschte Aufdopplung erfolgen.
Eine Dauerhaftigkeit des Putzaufbaues auf der geplanten Dämmmatte ist nicht zu garantieren.

Sinnvoller wird es sein, sich über vernünftige Heizkonzepte Gedanken zu machen.
Öfen oder gar ein zentraler Grund- oder Hypokaustenofen könnte da ins Gespräch gebracht werden.

Überlegende Grüße,
Udo



@ Udo



"Wir stehen auf der selben Seite dieser Meinungen!"

Nein!
Bitte misch mich nicht in deine "überlegenden Grüsse" ein!
Danke!

FK





FAZIT :
GAR NICHTS MACHEN---WEITER FRIEREN !
ALTERNATIV :
GAR NICHTS MACHEN , GELD VERHEIZEN !
Bravo Ihr Ritter Konradin und Florian , immer so weiter wie es früher war einst auf auf Camelot !



Leider...



... kann ich Ihm seine Idee nicht ausreden. Ich finde es ja schon gut das er an dem Haus was verändern will. Immerhin ist das Haus zur Zeit noch mit dem "schönen" Plastikbehang aus den 70er Jahren zugenagelt.

Das Haus ist ein Mehrfamilienwohnhaus und steht auch "LEIDER" nicht unter Denkmalschutz.

Ich werde es wohl trotz allem leider nicht verhindern können das er daraus ein Selbstkompostierendes Haus macht.

Der Grund für diese unüberlegte Aktion ist, dass sich die Mieter über die hohen Heizkosten aufregen.

Mfg Kai



Hallo,



wie schon oft gesagt ist es sehr undifferenziert pauschal jede Dämmung zu verteufeln!

Ich stimme den "pauschalen Dämmgegnern" zu, die sagen das eine Aussendämmung auf der Südseite kontraproduktiv ist da die solaren Enerieeinträge durch eine Aussendämmung ausgeschlossen werden. Diese können durchaus größer als die Verluste von innen sein.

Aber die anderen Wände nicht zu dämmen halte ich aus wirtschaftlichen Gründen für falsch uns aus behaglichen sowieso.

Wer sich bei -12°C Aussentemperatur mal innen an eine ungedämmte Wand stellt die eine Temperatur hat von 10 °C weiß was ich mit Unbehaglichkeit meine.

Und ich meine wenn ich von Dämmung rede nicht soviel wie möglich!

Gerade bei einer Innendämmung sind die ersten Zentimeter die wichtigesten!

Grüße



Wie sieht das Fachwerk



im Bestand eigentlich aus?
sind die Gefache noch in Ordnung?

Grüsse Thomas