Fachwerk Dachboden dämmen

02.07.2021 Micha2021


Hallo liebe Forumsmitglieder

Ich möchte gerne meinen Dachboden dämmen.
Also mein Haus besteht aus 2 Häusern, das 1. ist 200 Jahre alt und das 2. ist 100 Jahre alt, das wurde einfach damals drangebaut.
Ich bin nun dabei, beim 2. Haus den Dachboden zu dämmen und auszubauen. Hierbei handelt es sich um ein Kehlbalkendach.
Der Aufbau jetzt sieht folgendermaßen aus von außen nach innen:
Dachpfannen, dann Lattung, dann Teerpappe und dann kommen die Sparren (12cm dick)
Mein Vorhaben wäre es, die Balken mit seitlichen Lattungen noch etwas auf zu doppeln und dann Steinwolle zwischen die Sparren einzusetzen. Anschließend würde eine nach außen diffusionsoffene Folie kommen. Anschließend wieder Lattung und dünnere Steinwolle als Installationsebene. Anschließend Rigips und dann Tapete o.ä.
Ich weiß, dass ich ca 4 cm Luft lassen soll zwischen Teerpappe und Dämmung damit die Luft nach oben hin raus kann.
Oben sind die Teerpappen noch auf Stoß, ein Dachdecker wird den First so umbauen dass eine Entlüftung gegeben ist.

Nun folgende Frage: Wenn ich von innen an dem Dach hinunterschaue, quasi ins untere Stockwerk, wurde dort mit Stroh und manchmal auch mit alten Dämmmatten abgedichtet. Soll/Kann/Muss das bleiben, oder Soll/kann/Muss das raus?

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, daß die Schrägen in den unteren Zimmern gedämmt wären, aber sicher bin ich mir nun nicht mehr.
Muss die Luft von ganz unten von der Traufe bis ganz oben zum First hin zirkulieren? oder würde die abgegebene Luft durch die Folie durch die Dämmung nach oben aus dem First gehen?

Wenn die Luft von ganz unten bis ganz oben zirkulieren muss, dann muss ich ja in den darunterliegenden Zimmern alles aufreißen und schauen was die dort vor vielen Jahren überhaupt gemacht haben.

Dann Frage 2:

Der Boden des Dachbodens.
Jetziger Aufbau ist wie folgt: Alte Dielen mit roter Farbe, da drunter sind die Kehlbalken, da drunter ist die alte Decke der darunter liegenden Zimmern. Bestehend aus dünnen Latten und mit Stroh-Lehm-Gipsgemisch. Da drunter ist alte Dämmwolle, wahrscheinlich Glaswolle und da drunter Lattungen und da drunter Rigips.
Die haben also die Decke damals schon gedämmt und abgehangen.
Ich wollte die alten Dielen komplett rausnehmen (habe ich schon zum Teil), die Kehlbalken mit seitlichen Lattungen alle in Waage bringen und da drauf 25mm OSB Platten anbringen, damit ich einen frischen waagen Fußboden habe.
Frage nun : Sollte ich zwischen die Kehlbalken auch ausfüllen mit Dämmung? Bringt das überhaupt was?

Bei dem 1. Dach handelt es sich übringens um ein Pfettendach mit doppelten Stuhl. Gar nicht so einfach die richtigen Bezeichnungen für seine Dachart herauszufinden :-).
Dort kann man die Traufe auch sehen, die da drunter liegenden Zimmer haben keine Schräge. Auch dort wurde Stroh/Dämmmatten hingelegt. Dort kann man wunderbar für eine Zirkulation von der Traufe bis zum First sorgen.

Wäre nett über Vorschläge und Meinungen



Niemand



hier eine Idee, wie man das bei so einem alten Fachwerkhaus macht?




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