Fachwerk-Außenwand mit Holzweichfaser unter Boden-Deckel-Schalung Dämmen




2 Seiten unseres Fachwerkhauses sollen von außen gedämmt werden. Die Gefache bestehen aus Bimssteinen. Ich plane vor das Fachwerk in ein Lehmbett Holzweichfaserplatten zu setzen. Das Ganze soll durch eine Holz-Boden-Deckelschalung gegen Regen geschützt werden. Eine Hinterlüftung ist vorgesehen.
Was mir noch nicht ganz klar ist welche Art von Holzweichfaserplatten ich verwenden soll.
Die Dämmung soll nicht nur diffusionsoffen sein sondern auch in der Lege sein bereits ausgefallenen Feuchtigkeit aufzunehmen und von den Holzbalken weg zu transportieren.
Im Moment sehe ich 4 Möglichkeiten

1)Flexible Holzweichfasermatte ohne Unterspannbahn oder Unterdeckplatte. Spricht hier etwas gegen? Die Dämmung ist ja durch die Schalung vor regen geschützt.

2) Eine dicke Unterdeckplatte in der gewünschten Dämmstärke. Diese Platten sind soweit ich das überblicke mit Paraffin versetzt um Witterungsbeständig zu sein. Aber dies bedeutet doch sicherlich auch dass die Platten keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können? Und somit ein Transport von flüssigem Wasser nach außen nicht mehr gewährleistet ist?

3) eine Kombination aus 1 und 2. Zunächst Holzweichfasermatten, darauf eine dünne Unterdeckplatte. Dies widerspricht jedoch dem Grundsatz, dass eine Wand nach außen hin der Feuchtigkeit immer weniger Widerstand entgegen setzen sollte. Auch sehe ich dasselbe Problem wie bei 2.

4)Flexible Holzweichfasermatte mit Unterspannbahn. Ich sehe dieselbe Problematik wie bei 3: auskondensierte Feuchtigkeit kann schlecht entweichen und die Holzweichfaserplatte ist diffusionsoffener als die Unterspannbahn.

Gruß Markus



Stopfhanf



es geht auch einfach: Stopfhanf. Guck mal unter Hanffaser.de, die haben auf der Seite eine Menge Beispiele, unter anderem auch Außendämmung mit Boden-Deckelschalung.
Grüße
Peter





Ohne jetzt viel Preise verglichen zu haben bei einer Dämmstärke von 100mm:
Stopfhanf kostet der m2 Dämmung ca 14€
eine Holzweichfasermatte 8,5€ und ist weniger aufwändig

was spricht dennoch dafür Stopfhanf zu verwenden?



mmmh



keine Ahnung, wie du die Quadratmeterpreise errechnet hast, dazu kann ich nichts belegtes sagen, da ich meinen Hanfeinkauf vor 3 Jahren abgeschlossen habe. Mir ging es in erster Linie um den Aufbau. Bei dir: Lehmbett, Holzweichfasermatte (welche auch immer, allerdings weiß ich nicht, wie man die befestigt), darauf wie die Schalung befestigen? Ich habe den Eindruck, dass Kanthölzer anschrauben, Konterlattung drauf, Hanf rein, Schalung da etwas einfacher und schneller zu machen ist. Ich aber nur meine kleine Meinung ...
Grüße
Peter



keine Unterspannbahn?



der Aufbau wäre bei den Matten sehr ähnlich wie bei dem Hanf nur das die geklemmt werden und deshlab auf die Konterlattung verzichtet werden kann.
Zwischen Schalung und Dämmung hattest du damals nichts zwischen gesetzt keine Unterspannbahn oder ähnliches?



nein,



keine Unterspannbahn, nichts. Der Stopfhanf nimmt erstaunlich wenig Feuchtigkeit auf und trocknet sehr schnell. Ich hatte meine Dämmung (Wetterseite) für etwa zwei Monate offen an der Wand. Sie musste Schneetreiben und Regen über sich ergehen lassen, sodass ich schlaflose Nächte hatte - alles umsonst! Also die schlaflosen Nächte ... ;-)
Das ist auf Hanffaser aber auch so beschrieben (unten auf der Seite der Beispiele) und der Zimmermeister meines Vertrauens hat das abgenickt.

Grüße
Peter