"Schlüsselfertiges" Fachwerk Projekt. Empfehlungen/Erfahrungen?

01.07.2011



Hallo,

ich bin stolzer Besitzer eines schoenen Grundstuecks in einer norddeutschen Ortschaft, in der es vor klassischen und sehr schoenen Fachwerkhaeusern nus so wimmelt. Was liegt da naeher, als selbst auch eines dieser schoenen Gebaeude zu bauen?

Ich habe mich relativ intensiv mit den Anbietern neuer Fachwerkhaeuser auseinandergesetzt. Hierbei sind mir vor allem Emil von Elling (http://www.fachwerkhaus.com/), DLK-Melle (http://www.dlk-melle.de) und Ambient-Fachwerk (http://www.ambient-fachwerk.de) ins Auge gefallen.

Mir waere es recht wichtig, alles aus einer Hand zu bekommen ("schluesselfertig"). Leider habe ich aber im Web recht wenig Hinweise zu Erfahrungen mit den jeweiligen Baufirmen gefunden. Teilweise sogar gar nix (wie z.B. bei DLK-Melle). Das macht mich im Facebook-"Gefaellt mir!"-Zeitalter etwas stutzig. DLK-Melle hat gar nur 17 "Likes" auf Facebook (hat da jeder Mitarbeiter 1x "geliked"?), Ambient Fachwerk und Emil von Elling sind auf Facebook erst gar nicht vertreten.

Verstehe ich nicht, denn gerad dort besteht doch eine Plattform, wo Kunden ihre Zufriedenheit auch mitteilen koennen. Bin selbst GF einer GmbH und wir stellen nicht nur die Firma, sondern sogar jedes unserer Produkte einzeln bei Facebook ein, damit andere dort sehen, wem es warum gefaellt.

Egal... es geht mir natuerl. nicht um Facebook, sondern einzig und allein darum, irgendwo Feedback von Kunden ueber die Leistungen der vorgenannten Unternehmen einsehen zu koennen. Hier im Forum sind z.B. auch ein paar Anfragen zu DLK-Melle, die aber von niemandem beatnwortet wurden. :(

Laut Firmen-Homepage sind zumindestens DLK und Elling schon lang dabei (Elling schon seit 1921?). Da muesste sich doch eine Menge Feedback finden lassen.

Bin fuer jeden Hinweis (und fuer jeden persoenlichen Erfahrungsbericht dankbar). :)

Liebe Gruesse,
Sharkster



?



das hilft zwar nicht weiter, ich bin zwar bei Facebook, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, dort Firmen oder Produkte zu "liken"



Anrufen, Termin vereinbaren, Referenzen anschauen



und das mit Like-Button ganz schnell vergessen.

Gruß
Hartmut Stöpler
PS: Nicht nur Fachwerk.de, sondern auch viele andere Websites verweigern sich - aus verschiedenen Gründen - diesem Like-Wahn. Davon eine Entscheidung oder auch nur eine Tendenz abzulesen ist - gelinde gesagt - grober Unfug.



abgesehen davon



hat mancher, der baut und sich mit Muskelhypothek einbringt, abends kaum noch die Kraft, die Maus zu bedienen. Außerdem sind noch nicht alle Altersklassen bei facebook vertreten und nun schau dir mal das übliche Bauherrenalter in DT an. nix Gerneration unter 25.
Ich selber mache ebenso ein Bogen um Facebook und dergleichen, das Zeitpensum im fachwerkforum reicht mir.



Es ging mir...



...ja eigentlich auch ueberhaupt nicht um Facebook (obwohl ich es wg. der hohen Nutzerzahlen durchaus fuer eine sinnvolle Kommunikationsplattform halte), sondern um Erfahrungsberichte zu den erwaehnten Herstellern. :)

Das mit den Musterhaeusern ist ja schon mal ein guter Tipp. Aber grad in puncto Langzeithaltbarkeit und Materialqualitaet kann man sich vor Ort mit dem blossen Auge halt nur einen begrenzten Eindruck schaffen.

Liebe Gruesse,
Sharkster



Moin Sharkster,



facebook ist nicht so wichtig, nimmt aber über die Hälfte deines Beitrags ein...:-)) Merkst was?

Langzeiterfahrung findest du am besten unter den ersten drei Kunden der jeweiligen Firmen.

Langzeiterfahrung überhaupt nur bei Kunden die schon vor Mark Zuckerbergs Zeugung dort bedient wurden (und ob facebook überhaupt seine Erfindung war, ist ja grad' auch noch strittig).

Du solltest persönlich mit den Bewohnern sprechen und sie nach Ihren Erfahrungen mit den jeweiligen Firmen fragen.

Den passenden Button dafür musst du selber finden...;-)

Gruss, Boris





Es gibt eine reale und viele virtuelle Welten.
Bauen und renovieren ist real.
Ob die Leute, die alles, was sie tun, sogleich in ihren Blog einstellen, als Vorbilder tauglich sind, wäre auch noch einen Gedanken wert.
Bei Fertighäusern gibt es ein Grundproblem: Der GU will nicht das Gleiche wie Sie, sondern möglichst viel Geld pro Haus. Ich glaube nicht, dass ein Fachwerkneubau zum Üben des preisoptimierten Bauens für solche Leute das geeignete Objekt ist. Da wäre die klassische Variante mit Architekt und ortsansässigen Unternehmen, die einen Ruf zu verteidigen haben und von ihrem Spezialgebiet wirklich etwas verstehen, wohl die wesentlich bessere Variante.



Hmmm...



Zitat: "Es gibt eine reale und viele virtuelle Welten.
Bauen und renovieren ist real."

Es gibt nur eine Welt, in der man möglichst mit realen UND virtuellen "Werkzeugen" umgehen können sollte.

Diese Webseite (Fachwerk.de) ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich moderne Informationstechnologie mit klassischem Handwerk sinnvoll verbinden und ergänzen läßt. Ich konnte mir hier schon viele wertvolle Inspirationen und Informationen aneignen.

Zitat: "Ob die Leute, die alles, was sie tun, sogleich in ihren Blog einstellen, als Vorbilder tauglich sind, wäre auch noch einen Gedanken wert."

Menschen, die alles, was sie tun oder erleben, online publik machen, sind mir persönlich suspekt. Sie demonstrieren damit auch, dass sie m.E. eben nicht wissen, wie mit "virtuellen Werkzeugen" umzugehen ist.

Öffentliche Produkt- und Dienstleistungsbewertungen im Netz erscheinen mir aber als ein durchaus sinnvoller Baustein bei der eigenen Suche. Wohlgemerkt: "Baustein", ...denn natuerl. sind auch oeffentliche Rezensionen durchaus mit Vorsicht zu geniessen.



Mir feht der Button:



"Gefällt mir NICHT"

Spaß beiseite. Baue mit einem eigenen Architekten, der das Metier beherrscht. Der arbeitet nämlich in Deinem Auftrag und nicht im Auftrag der Baufirma. I.d.R. spart er mehr, als er kostet.

Vergiß die Schlüsselfertiggeschichte. Der Auftragnehmer wird sich seine eigenen Leistungen angemessen honorieren, und beim Rest die Subs drücken. Die wiederrum sparen dann am Material und / oder an der Ausführungsqualität. Es ist sicher schön, für Reklamationen nur einen Ansprechpartner zu haben. Es ist aber besser, keine Reklamationen reklamieren zu müssen. Gibt es doch Probleme, muß Dein Architekt auf's Schlachtross, nicht Du.

Grüße

Thomas



Ich bin noch am ueberlegen...



Momentan gehen meine Ueberlegungen in die Richtung, einen Generalunternehmer mit dem Bau des nackten Ausbauhauses zu beauftragen und dann einen weiteren (mir bekannten) lokalen GU mit dem Ausbau zu beauftragen. Ferner erwaege ich noch einen weiteren Bau-Ing. als "neutralen Dritten" mit der Gesamtueberwachung zu beauftragen. Dieser "Dritte" wuerde dann auch taegl. zur Baustelle fahren und haette mehr Erfahrung darin, die einzelnen Bauabschnitte (mit mir gemeinsam) abzunehmen...

Ich bin bautechnisch auch nicht ganz unerfahren. Habe z.B. eine 14-monatige Kernsanierung einer alten Stadtvilla (erfolgreich) hinter mich gebracht... und dabei schon ziemlich viel erlebt. ;) Nur in puncto Fachwerkbau bin ich ein weissen Blatt und wuerde mich gern auf Menschen verlassen, die sowas schon oft gemacht haben (und auch entsprechende Referenzen haben).

So ganz bloed kann man dabei ja nicht ueber den Tisch gezogen werden, denn es gibt schon viele Moeglichkeiten der objektiven Vergleichbarkeit der Anbieter (verwendete Materialien, Anzahl der bereits fertiggestellten Objekte, Qualifikation der Mitarbeiter etc.). Und genau um diese Vergleichbarkeit zu erreichen, habe ich eben nach "Erfahrungsberichten" gesucht. Sie waeren fuer mich aber tatsaechlich nur ein weiterer Bestandteil in der Evaluation der Generalunternehmer, die ich bisher in den Fokus gezogen habe.

Trotzdem vielen Dank fuer die Tipps und die geaeusserten Bedenken. Mir ist schon klar, dass ein GU IMMER versucht seinen Gewinn zu maximieren. Und so lange dies nicht zu Lasten der Bauqualitaet geht, kann ich daran auch nichts Verwerfliches finden. Schliesslich wollen die GUs ja auch leben. ;)

Liebe Gruesse,
Sharkster



das



erste Mal kannst du schon über den Tisch gezogen werden, wenn Du den Bauvertrag unterschreibst !!
Die Absich, einen Bauing hinzuziehen, um unabhängig den Bau kontrollieren zu lassen, ist gut und kommt zeitig genug. Die Meisten denken erst zur Abnahme dran und stehen dann etwas deppert da, wenn trotz Mängel schon zu viel gezahlt wurde.

Ein GU ist besser als zwei, so kann der zweite sich nicht auf die Mängel des ersten berufen.
Wenn Dein Bauleiter gut ist, kannst Du aber auch alle Handwerker selber (manche sollte man aber bündeln) beauftragen. Das sichert dir eine gewissen Beweglichkeit zu. Am Ende kanns auch billiger werden, kommt immer auf den Fleiß bei der Ausschreibung an.
Am Ende des Baues bist Du immer schlauer - siehe mein Motto.
Bei 14 Tagen Kernsanierung kann man aber nicht von Bauerfahrung sprechen. Manche hier betrieben das Geschäft schon Jahrzehnte und lernen noch immer dazu.