Wie wird einer überhaupt Experte am Bau?

16.11.2006

Wie wird einer überhaupt Experte am Bau?

Nachdem bei einer Diskussion - wegen Hausschwamm die Frage auftauchte: Wie wird man den Hausschwammexperte, habe ich versuchtein ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und diesen Beitrag eingestellt.
Titel der Frage: Hausschwammbekämpfung: funktioniert Wasserglas?

-Sie wollten wissen: Wie wird einer überhaupt Hausschwammexperte

---Forenreferenz-----------
Sie wollten wissen: Wie wird einer überhaupt Hausschwammexperte -
Nicht jeder der behauptet Experte zu sein ist einer - richtig, dazu braucht man mindestens eine ordentliche Grundaus,- und auch wichtig, ständige Weiterbildung.
-
Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten wie z. B. beim DHBV
(Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.)
Siehe auch www.dhbv.de
Hier kann man nach dementsprechenden Qualifikationen seinen Sachverstand erwerben.
Die Grundlage hierzu bildet der Sachkundenachweis Holzschutz am Bau
Die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung, die durch den "Sachkundenachweis Holzschutz am Bau" beurkundet wird, weist die in DIN 68 800, Teil 4 geforderte Qualifikation nach und besagt, dass der Inhaber über die Kenntnisse und Fertigkeiten entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik für die Vorbereitung, Anleitung, Durchführung und Prüfung von gesundheitlich unbedenklichen und umweltverträglichen Holzschutzmaßnahmen zur Bekämpfung holzzerstörender Pilze und Insekten sowie sonstiger Einflüsse verfügt.

Hintergrund:
Unter Einbeziehung von Praktikern, Forschern und Lehrenden der Holzschutzfachverbände und unter Einbeziehung von Vertretern des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) wurde für den im Bauwesen durchzuführenden Holzschutz ein Lehrprogramm zur Qualifizierung Sachkundiger geschaffen. Hieraus resultiert seit 1994 ein für sämtliche Bundesländer kontinuierlich arbeitender Ausbildungsbeirat, ein Ausbildungspaket mit einheitlich anzuwendenden Seminarprogramm sowie eine Prüfungsvorschrift zur Qualifizierung Sachkundiger für bekämpfende Holzschutzmaßnahmen an dazu bestätigten Ausbildungsstellen. Den von den bestätigten Ausbildungsstellen erfolgreich geprüften Sachkundigen steht das Recht zu, sich nach VOB/A, § 8,3 (1) und DIN 68 800 teil 4 als sachkundig und fachkundig anzubieten und anfordern zu lassen
.
Bekämpfende Holzschutzmaßnahmen sollten grundsätzlich nur an sachkundige Firmen vergeben werden.
Weitere Möglichkeiten ist die aktive Mitarbeit z.B. bei der WTA.e.V. (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege).
Siehe auch www.wta.de
-
Die WTA ist ein im Vereinsregister München eingetragener internationaler Verein, der sich in regionale Zweigvereine gliedert. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Wissenschaftler und Praktiker können dem Verein als ordentliche Mitglieder beitreten und Firmen, Behörden sowie Forschungsinstitute als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.
Zum Hausschwammexperten kann man auch werden, wenn man im
Referat 1 - Holz - aktiv mitarbeitet.
Das Referat beschäftigt sich mit folgenden Themen:

- biotische und abiotische Schadeinflüsse
- Schutz von Holz im Bauwesen, Holzauswahl, baulicher Holzschutz, chemischer Holzschutz, Wetterschutz
- Bekämpfende Holzschutzmaßnahmen
- Instandsetzungsmaßnahmen
- Thermisches Verhalten und Brandschutz
- Historische Holzbauten
Altholz

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag in der Vergangenheit auf dem Bereich Schwammbekämpfung und baulicher Holzschutz.
-

Also kurz zusammengefasst: Man muss schon einiges erlernen um ein Experte zu werden.
Dann kann nach erfolgter Prüfung auch diese Urkunde als Nachweis dienen.
Und dies alles unterscheidet sich von dem üblichen Pla, pla, pla.. erheblich. mehr ...
----------------------------------


- Nicht jeder der behauptet Experte zu sein ist einer - richtig, dazu braucht man mindestens eine ordentliche Grundaus,- und auch wichtig, ständige Weiterbildung.
- Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten wie z. B. beim DHBV (Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.)
Siehe auch www.dhbv.de
Hier kann man nach dementsprechenden Qualifikationen seinen Sachverstand erwerben.
Die Grundlage hierzu bildet der Sachkundenachweis Holzschutz am Bau Die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung, die durch den "Sachkundenachweis Holzschutz am Bau" beurkundet wird, weist die in DIN 68 800, Teil 4 geforderte Qualifikation nach und besagt, dass der Inhaber über die Kenntnisse und Fertigkeiten entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik
- für die Vorbereitung, Anleitung, Durchführung und Prüfung von gesundheitlich unbedenklichen und umweltverträglichen Holzschutzmaßnahmen zur Bekämpfung holzzerstörender Pilze und Insekten sowie sonstiger Einflüsse verfügt.
Hintergrund: Unter Einbeziehung von Praktikern, Forschern und Lehrenden der Holzschutzfachverbände und unter Einbeziehung von Vertretern des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) wurde für den im Bauwesen durchzuführenden Holzschutz ein Lehrprogramm zur Qualifizierung Sachkundiger geschaffen.
Hieraus resultiert seit 1994 ein für sämtliche Bundesländer kontinuierlich arbeitender Ausbildungsbeirat, ein Ausbildungspaket mit einheitlich anzuwendenden Seminarprogramm sowie eine Prüfungsvorschrift zur Qualifizierung Sachkundiger für bekämpfende Holzschutzmaßnahmen an dazu bestätigten Ausbildungsstellen. Den von den bestätigten Ausbildungsstellen erfolgreich geprüften Sachkundigen steht das Recht zu, sich nach VOB/A, § 8,3 (1) und DIN 68 800 teil 4 als sachkundig und fachkundig anzubieten und anfordern zu lassen.
Bekämpfende Holzschutzmaßnahmen sollten grundsätzlich nur an sachkundige Firmen vergeben werden.
-
Weitere Möglichkeiten ist die aktive Mitarbeit z.B. bei der WTA.e.V. (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege).
Siehe auch www.wta.de
- Die WTA ist ein im Vereinsregister München eingetragener internationaler Verein, der sich in regionale Zweigvereine gliedert. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Wissenschaftler und Praktiker können dem Verein als ordentliche Mitglieder beitreten und Firmen, Behörden sowie Forschungsinstitute als fördernde Mitglieder aufgenommen werden. Zum Hausschwammexperten kann man auch werden, wenn man im Referat 1 - Holz - aktiv mitarbeitet.
Das Referat beschäftigt sich mit folgenden Themen: - biotische und abiotische Schadeinflüsse
- Schutz von Holz im Bauwesen, Holzauswahl, baulicher Holzschutz, chemischer Holzschutz, Wetterschutz
- Bekämpfende Holzschutzmaßnahmen
- Instandsetzungsmaßnahmen
- Thermisches Verhalten und Brandschutz
- Historische Holzbauten Altholz
Der Schwerpunkt der Arbeiten lag in der Vergangenheit auf dem Bereich Schwammbekämpfung und baulicher Holzschutz.
- Also kurz zusammengefasst: Man muss schon einiges erlernen um ein Experte zu werden.
Dann kann nach erfolgter Prüfung auch diese Urkunde als Nachweis dienen.
Und dies alles unterscheidet sich - von dem üblichen Pla, pla, pla.. erheblich.
Natürlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten sich zu qualifizieren. Aber es setzt immer mehr voraus, als sich nur gelegentlich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Und auch hier braucht es noch lange Zeit Praxis, bis dann aus einem Fachmann/frau - tatsächlich ein Experte wird.
Ich freue mich schon auf eine angeregte Diskussion.



Wie wird man Experte



Lieber Herr Bromm, zur Frage Experte oder nicht habe ich mich schon bei der Frage nach dem Wasserglas ausgelassen. Was Sie hier sagen, trifft auch auf meinen Fachbereich grundsätzlich zu (bin öbuv Sachverständiger Mauer/Putz/Beton). Ich verstehe Ihren Frust sehr gut. Leider, und das merken Sie genauso wie ich und die anderen Sachverständigen, haben wir Probleme mit unserer Glaubwürdiggkeit. Einem Arzt glaubt man aufs Wort, unsere Aussagen, ähnlich wie die von Politikern, werden immer dann geglaubt, wenn es in den Kram passt. Unangenehme Wahrheiten hört niemend gerne. Man sucht sich die Meinung heraus, die einem am besten passt. Das funktioniert hier sehr gut, da für die Auskünfte nichts gezahlt werden muß. Wahrheit ist aber nicht pluralistisch. Ich kenne genug Fälle aus meiner Praxis, wo der Rat von "Fachleuten", die zwar nichts gekostet haben, aber dafür auch nicht haftbar gemacht werden können, im Nachhinein richtig teuer wurde. (... Mein Kumpel sein Opa war Maurer...). Dann übrigens wurden die Geschädigten man oft äußerst misstrauisch und auch sehr knauserig beim Honorar. Eigentlich könnte man bei fast allen aufs Fachgebiet zutreffenden Fragen hineinschreiben: Schickt mir einen Auftrag, dann komme ich und sehe es mir an, ihr kriegt dann ein Gutachten. Da dies aber ein paar hundert € kostet, fragen wird lieber das Internet. Nichts dagegen, wenn dann die Einsicht reift, das man lieber jemanden holen sollte, der sich auskennt...
Womit wir wieder beim Thema wären. In unserer Gesellschaft verstärkt sich m.E mehr und mehr der Glaube, es reicht, so zu reden, so auszusehen und so zu tun wie... um es schon zu sein. Sehen sie sich mal Fernsehserien für Jugentliche an: Dort wird der Glaube gepflegt, man könne ohne Umwege der Arbeit und des Lernens schon der Beste werden, wenn man sich nur laut genug vordrängelt.