Eternit Dach

06.06.2007



Hallo,
ich habe eine Halle, die leider mit Eternit gedeckt wurde. Das soll jetzt runter. Doch was kann drauf?? Vom Bauamt habe ich als Antwort erhalten, wenn sich Neigung und Farbe nicht ändern, ist kein Bauantrag nötig. Hätte ich gar nicht erwartet.

Das Flachdach/Gebäude hat eine Größe von 8x13m. Bei 8m finde ich Stahlträger anstelle der Holzbalken recht lang.

In Zukunft soll ggf. eine gewerbliche Nutzung möglich sein, was dem Brandschutz und der EnEv besonder Bedeutung zukommt.
Ich habe gerade Kastenelemente aus Holz gesehen, stelle mir aber die Frage, was ist mit dem Brandschutz??

Ich bin kein Bauingenieur daher können gedankliche Fehler vorliegen.
Für jeden Tip oder Alternative bin ich dankbar.

Danke im vorraus

Mark



Eternitdach



Hallo Mark,
da Du kein Bauingenieur bist, solltest Du Dir einen als Planer und Baubetreuer suchen.
Was den Brandschutz angeht, das hängt von der Lage der Halle und vom Abstand zu anderen Gebäuden und Grundstücken ab.
Wichtig ist auch die thermische Belastung des Daches, also soll die Halle warm sein oder braucht sie nicht geheizt zu werden.
Davon hängt im Grundsatz erst einmal die Auswahl des Dachtragwerkes und der Eindeckung ab. Selbsttragende, gedämmte Holztafelelemente sind grundsätzlich möglich.
Die Materialwahl, die Wahl des Tragwerkes und die Dimensionierung sind dann Sache des Planers.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Asbest ?



Wenn im Eternit Asbest enthalten ist, sollte der Abbau wohlüberlegt vonstatten gehn ! Am besten über eine Fachfirma ! Ansonsten nur mit Atemschutz, Platten benässen, nicht brechen, nicht schneiden usw. ! Am besten erst mal Informationen einholen über fachgerechten Abbau und Entsorgung !



Asbest



22€ der qm



Eternit



Hmm- bei 104 m² läppert sich da schon was zusammen !
Trotzdem informieren und sich beraten lassen wie die Sache am unbedenklichsten zu bewerkstelligen ist !





Sehr geehrter Herr Schüler,
die Bezeichnung Eternit-Dach ist hier sicherlich nicht zutreffend, Sie meinen wohl Asbestzement-Wellplatten, oder? Eternit produziert immer noch, aber keine asbesthaltigen Wellplatten mehr.
Beim Rückbau von asbesthaltigen Dacheindeckungen sind die TRGS 519 zu beachten, siehe auch:
http://www.asbest.de/TRGS%20519.htm#3%20Zulassung
Die Arbeiten dürfen nur von sachkundigen Personen ausgeführt werden.

Dazu in den TRGS 519:
2.7 Sachkundige Personen
(1) Sachkundig sind Personen, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse im Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen haben und mit den einschlägigen staatlichen Schutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der Technik so vertraut sind, dass sie die erforderlichen Schutzmaßnahmen beim Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen beurteilen können.

(2) Der Nachweis der Sachkunde wird erbracht durch die erfolgreiche Teilnahme an einem behördlich anerkannten Lehrgang über den Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen (Lehrgangsinhalt siehe Anlagen 3 und 4 zu dieser TRGS). Die erfolgreiche Teilnahme ist durch eine Prüfung nachzuweisen....

Herr Lingl hatte schon einige Punkte aufgezählt, die beim Rückbau und der Entsorgung zu beachten sind.

Für ein Freilichtmuseum habe ich mal eine Erneuerung eines Wellplattendachs ausgeschrieben. Da der Charakter des Gebäudes nicht verändert werden sollte, wurden neue Wellplatten von Eternit (Wellplatten mit Polypropylen- Bandeinlage, mehrfach farbbeschichtet, Baustoffklasse A2 (nichtbrennbar) gemäß DIN 4102, aus natürlichen und umweltverträglichen Rohstoffen) ausgeschrieben. Für die Sanierung gab es seinerzeit bestimmte Größen, die sich an den alten Längen orientierten. Die Produktion wurde aber wohl zum Jahreswechsel 2005/2006 eingestellt.
Die Unterdeckung erfolgte mit Holzfaserdämmplatten Pavatex ISOLAIR L 22, die Wärmedämmung mit Zellulose-Dämmstoff.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Kibies