Estrich senkt sich immer weiter ab. Gesetzliche Toleranzen?

13.01.2006


Im Jahre 2002 wurde unsere Doppelhaushälfte fertiggestellt. Seit 2003 sackt der Estichboden in mehrern Raumen immer weiter ab. Teilweise beträgt der Abtand zwischen Wand und Bodenfließen mitlerweile 13 mm. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Der Bauträger hält das für normal.
Nun meine Frage: Gibt es Toleranzgrenzen fur das absenken des Estrichs?

Gruß Joachim



Guxt Du



Hallo Joachim,

da:http://www.bau.de/forum/estrich-bodenbelaege/3188.htm

Grüße Lukas



Setzungen



Hallo Joachim Rauser,

Erdgeschoss?,Obergeschoss?
Die Differenz /13mm/;ist:Höhenunterschied oder Abstand?

Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Verschüsselung



Ihrer Beschreibung nach haben Sie es mit dem sog. Verschüsselungseffekt zu tun, der häufig bei (zu) zügigem Baufortschritt an schwimmenden Nassestrichen auftreten kann.

Grob umschrieben passiert folgendes:
Nach dem Giessen des Estrich tocknet dieser in den kommenden Tagen an der Oberfläche am schnellsten aus, d.h. er zieht sich hier auch etas zusammen und bildet daher eine "Schüssel". Kaum wahrnehmbar aber tatsächlich wölben sich die Ränder dabei etwas hoch.
In diesem Zustand werden die Ausbauarbeiten vorgenommen, Wandverkleidungen, Fliesen, Fussböden.
Am deutlichsten markiert sich dieser Effekt in verfliesten Bereichen. Die geforderten Fugen (7mm) zwischen Wand und Boden werden in diesem Zustand genau eingehalten. Aber mit der Zeit kehrt sich das Bild um. Die Unterseite des Estrich trocknet aus, die (verflieste) Oberseite deutlich weniger, aus der Schüssel wird eine leichte Wölbung, die Ränder senken sich, die Fugen zwischen Boden und Wand reissen um 20 oder 30mm auf.

Ich bin mir über die zul. Toleranzen nicht ganz im klaren, aber alles über 10mm Unterschied ist m.E.Grund zur Beanstandung. Der beschriebene Verschüsselungseffekt ist aber ein häufiger und anerkannter Bauschaden, der u.U. zur Gewährleistung berechtigt, allerdigs üblicherweise nur bis 2 Jahre nach Bauabnahme.

Fragen Sie mal Ihren Architekten.



Mein Lieblingslink zum Thema:



http://www.bau.de/forum/bauwissen/fahrenkrog/9.htm
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Da einen
Mangel nachweisen zu können wird schwierig.
Wenn z.B. Fliesen zu früh verlegt wurden, dann tritt der umgekehrte Effekt auf. Das heißt, daß sich der Estrich in der Mitte aufwölbt.
Wie sieht denn die Ebenheit aus?

Grüße Lukas

PS Die Teufel die ich rief ;-), jetzt ist jedenfalls der ganze Text zum Link geworden. Irgendwann begreife ich das mit der html Syntax auch noch.



Estrich senkt sich ab. Nähere Angaben.



Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise.
Tatsächlich sind rein optisch alle Räume die gefließt wurden betroffen( im UG,EG,OG). Besonders stark betroffen ist das Badezimmer.Hier sackt der Boden zu den Ecken stark ab. So dass zu den Raumecken ein Gefälle entsteht (Verschüsselung).Dort ist auch eine Fliese durchgebrochen.Die gemessenen 13mm beziehen sich auf den jetzigen Abstand von Wand- zur Bodenfließe (Dehnfugen abgerissen).Ich weiß nicht mehr genau wie die Abstände beim Einzug waren, wenn ich aber von 7 mm wie hier beschrieben ausgehe, beträgt die tatsächliche Absenkung bis jetzt 6 mm. Beim Betreten des Badezimmers sind Knackgeräusche zu hören. Dies ist wohl auch auf den Verschüsselungseffekt zurückzuführen. Die Frage ist, wie ich jetzt vorgehen soll. Wenn ich die Dehnfugen erneure, muss ich immerhin 13 mm Höhenunterschied überbrücken, was eine Dehnfuge von mindestens 15 mm erfordert. Dadurch dass in vielen Räumen ein Gefälle entstanden ist, sehen solche Dehnfugen natürlich alles andere als schön aus. Im Hinblick darauf, dass diese Absenkungen noch nicht abgschlossen sind, sollte man sowieso abwarten, bis die Absenkung zum Stillstand kommt. Bis dahin kann aber unsere Gewährleistungszeit bereits abgelaufen sein.
Gruß Joachim