Estrich trocknen im Fachwerkhaus:
Sicher mit mobiler Heizung zum Mieten


Estrichböden schaffen einen ebenen Untergrund. Sie schließen die Fußbodenheizung ein und tragen Lasten aus dem Raum auf das Bauwerk ab. Beim Einbringen der Estrichschicht ist allerdings einiges zu beachten. Denn mit dem Material kommt auch viel Feuchtigkeit ins Haus. Um Schäden an der Bausubstanz und am Boden selbst sicher zu vermeiden, kommt es auf die richtige Estrichtrocknung im Fachwerkhaus an. Einfach, schnell und sicher funktioniert das mit einer mobilen Heizung zum Mieten.


Mobile Heizung zur Bau- und Estrichtrocknung

Estrich: Aufgaben und Arten im Überblick

Der Begriff Estrich bezeichnet meist eine Mörtelschicht, die getrennt von einer Folie oder einer Dämmung auf dem Fußboden aufzubringen ist. Sie verteilt Lasten aus dem Raum gleichmäßig nach unten und schafft eine ebene Oberfläche für den darauf folgenden Bodenbelag. Vor allem Letzteres ist im Fachwerkhaus besonders wichtig, da alte Böden und Decken teilweise große Unebenheiten aufweisen. Der Estrich hilft außerdem, eine bestimmte Höhenlage zu erreichen. Teilweise lässt er sich sogar direkt als Nutzschicht verwenden.

Zum Einsatz kommen üblicherweise Zementestrich, Calciumsulfatestrich sowie Gussasphalt-, Kunstharz- oder Magnesiaestrich. Alternativ kommen auch Trockenestrichsysteme infrage. Diese bestehen unter anderem aus Gipsfaser- oder Zementplatten, sind leichter und kommen bei der Verlegung ohne zusätzliche Feuchtigkeit aus.

Estrichtrocknung beugt Bauschäden vor

Abhängig von der Estrichart kommt dieser mit mehr oder weniger Wasser ins Fachwerkhaus. Die Feuchtigkeit schwindet anschließend über den Boden ins Haus und von da aus im besten Falle direkt nach draußen. Um Schäden zu vermeiden, sind bei der Estrichtrocknung einige Punkte zu beachten. Ist der Boden in den ersten Tagen sehr hohen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung oder Zugluft ausgesetzt, trocknen vor allem obere Schichten sehr schnell aus. Da das Wasser tiefer im Estrich bestehen bleibt, kann es später zu Wölbungen kommen. Typische Probleme sind dann außerdem Risse, die den Boden teilweise kaum mehr nutzbar machen. Warten Bauherren oder Handwerker nicht ab, bis der Estrich belegreif (trocken genug für das Verlegen des Bodenbelags) ist, sind weitere Schäden vorprogrammiert. Denn dann kann die Feuchtigkeit auch die neuen Beläge angreifen. Wer in der Trocknungszeit nicht richtig lüftet, läuft außerdem Gefahr, dass viel Feuchtigkeit im Haus verbleibt. Sie kondensiert an kühlen Wandflächen und Schimmel entsteht. Auch Feuchteschäden an der Bausubstanz sind dann oft die Folge.

Estrich trocknen: Aber wie lange eigentlich?

Die Trocknungszeit der Böden hängt von vielen Faktoren ab. Neben dem Material und dem enthaltenen Wasser kommt es dabei auch auf die Art der Verlegung an. Weitere Einflussgrößen sind die Stärke des Bodens, die Verwendung von Zusatzstoffen wie Trocknungsbeschleunigern sowie örtliche Gegebenheiten. Zu Letzteren zählen Raumtemperatur, Raumfeuchte und die Art der Belüftung in der Trocknungszeit. Die Übersicht zeigt typische Trocknungszeiten verschiedener Estricharten.

Estrich-Art Trocknungszeit Begehbar
Zementestrich etwa 21 Tage 7 bis 10 Tage
Calciumsulfatestrich etwa 28 Tage 1 bis 3 Tage
Gussasphaltestrich wenige Stunden 1 Tag
Magnesiaestrich 1 bis 4 Wochen (je nach Zusammensetzung) wenige Tage
Trockenestrich wenige Stunden teilweise sofort

Experten stellen die Restfeuchte im Estrich mit einem Calciumcarbid-Messgerät (CM-Gerät) fest. Dazu entnehmen und zerkleinern sie eine kleine Menge. Dieses mischen sie mit Calciumcarbid, bevor die Geräte den Manometerdruck messen und in CM-% (Einheit für die Restfeuchte) umrechnen. Für die Belegreife sind unter anderem folgende Werte zu erreichen:

  • Zementestrich (ohne Fußbodenheizung): < 2 CM-%
  • Zementestrich (mit Fußbodenheizung): < 1,8 CM-%
  • Calciumsulfatestrich (ohne Fußbodenheizung): < 0,5 CM-%
  • Calciumsulfatestrich (mit Fußbodenheizung): < 0,3 CM-%

Wichtig zu wissen: Alle Angaben verstehen sich als Richtwerte, die abhängig von den örtlichen Gegebenheiten abweichen können. Zuverlässige Auskünfte geben Baufachplaner sowie Hersteller.

Schnell und sicher: Mobile Heizung zum Estrich trocknen

Ein schneller Baufortschritt und ein sicheres Trockenverhalten lässt sich mit maschineller Unterstützung erreichen. Zum Einsatz kommen dabei einfache Umluftheizgeräte oder spezielle Bautrockner. Erstere funktionieren wie ein Heizlüfter. Sie erwärmen die Luft im Raum, in dem sie diese mit einem Ventilator über einen Wärmeübertrager leiten. Die warme Luft nimmt viel Feuchtigkeit auf und strömt mit dieser nach draußen.

Bautrockner nutzen das Prinzip der Kondensationstrocknung. Dabei blasen sie die mit Feuchtigkeit beladene Luft über ein Kühlelement. An diesem kondensiert das Wasser wie an einer Flasche aus dem Kühlschrank. Es läuft in einen Auffangbehälter und die Raumluft bleibt optimal trocken.

Vor allem Bautrockner stellen eine einfache und sichere Alternative zur Fensterlüftung dar. Sie funktionieren in der Regel mit Strom, sind einfach aufzustellen und in Kürze betriebsbereit. Einsetzen lassen sich die Geräte außerdem bei Wasserschäden. Auch hier nehmen sie schnell viel Feuchtigkeit aus dem Bauwerk auf.

Übrigens: Oft reicht die Leistung der eigenen Heizung nicht aus, um das Haus mit den bestehenden Heizflächen zu trocknen. Auch dann helfen mobile Heizlüfter oder Bautrockner. Alternativ stehen dann aber auch mobile Heizzentralen zur Verfügung. Diese ersetzen vorübergehend den Kessel und leiten warmes Wasser durch Rohre und Heizflächen im Haus.

Mobile Heizung mieten: Kosten und Vorteile

Sanierer können eine mobile Heizung mieten um den Estrich im Fachwerkhaus schnell und sicher zu trocknen. Die Geräte sind in verschiedenen Arten und Leistungsbereichen erhältlich. Sie kommen in der Regel in ein bis zwei Tagen auf der Baustelle an und kosten je nach Ausführung etwa 15 bis 30 Euro pro Tag. Bei längeren Mietzeiten vergeben Anbieter üblicherweise hohe Rabatte.

Eine mobile Heizung zu mieten hat viele Vorteile. So bleiben die Anschaffungskosten klein. Die Anlagen sind immer top gewartet und entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Sie sorgen sicher für eine schnelle Bau- oder Estrichtrocknung und beugen Schimmel- oder anderen Feuchteschäden am Bauwerk vor.