Estrich Keller

01.06.2010



Hallo,

wir möchten gerne eine glatte Oberfläche auf unserem Kellerboden für eine bessere Reinigung.

Vorhanden ist ein Ziegelboden. Er soll nicht ausgehoben werden. Der Keller des 80-Jahre alten Hauses hat eine gewisse Grundfeuchte ist aber nicht naß.

Ein Estrichleger meint, dass unter den Estrich eine Schweißbahn gehört, da eine Folie nicht wasserdicht ist und der Estrich über die Zeit Bodenfeuchte aufnimmt und es muffig wird.

Ein anderer meint, dass eine Folie reicht bei der Verwendung eines wasserfesten Estrich. Wenn man abdichtet gehe die ganze Feuchtigkeit in die Wände.

Was empfiehlt die Fachwelt?

Grüße
Klaus





Hallo,

Nur um einer besseren Reinigung wegen würde ich mir keinen Estrich auf einen derartig guten Kellerboden basteln.
Ob eventuell vermehrt Feuchtigkeit nach einer Fußbodenversiegelung in den Wänden aufsteigt hängt natürlich zum einen von den Feuchteverhältnissen im Baugrund, zum anderen vom Vorhandensein und Funktion der Horizontalsperren ab.
Auch zu berücksichtigen ist, das Feuchtigkeit die in Kellern gelegentlich in Form von Kondensat ausfällt nach einer Abdichtung nicht mehr in diesem Maße vom Fußboden aufgenommen werden kann.

Grüße aus Schönebeck



Kellerboden



Ich denke auch, das der Boden so wie er ist die günstigere Alternative ist. Ab und zu mal fegen reicht doch zur Reinigung aus.
Ein Estrich löst das Problem allein nicht, dazu käme noch eine Beschichtung bzw. ein Bodenbelag.
Ob das den Aufwand lohnt bezweifle ich.
Wenn Sie es denn doch machen wollen:
Ein einfacher Zementestrich ohne Folie oder Schweißbahn genügt völlig. Falls Sie mit der rauhen Oberfläche immer noch nicht klarkommen, legen Sie einfach einen billigen PVC- Belag lose auf.
Der Estrich nimmt darunter normale Bodenfeuchte an, das schadet weder dem Estrich noch den Wänden.


Viele Grüße



Andere wären froh,



wenn Sie so einen (schönen) Boden hätten!
Immer mal auskehren mit einem harten Besen, das reinigt,
und die Mörtelflecken oberflächig abklopfen.
-
Wenn Sie da was drauf machen stimmt auch der Treppenantritt nicht mehr.
Das bringt nur weitere Nachteile.
"Never change a running system." oder wie das heißt.
Grüße



da



eine Frage gestellt wurde und bisher keine Antwort kam, sondern nur Gegenmeinungen, nenne ich hier eine technische Lösung, die denkbar und für den Laien machbar ist, ihre unbestrittenen Nachteile hat und doch auf die Frage eingeht:
Dichtungsschlämme auf den Ziegelboden, Fliesenmittelbett/Dickbettmörtel - flexibel und dann Feinsteinfliesen.
Das Problem am Treppenantritt und mögliche Kondensfeuchte bleibt.





@Olaf

Ist das dann die Variante für das erste Haus?

Grüße aus Schönebeck


P.S.
Georg Böttcher ist auch schon auf die Frage eingegangen.



habe



ja nicht geschrieben, dass das die Lösung für mein drittes Haus wäre, denn dann würde wohl das Ziegelpflaster raus kommen - wenn ich denn eine ander Oberfläche wöllte - und das ist Sache des Besitzers !
Aber ich kenne zig Fußböden hier auf dem Land, wo ganau das vor fast 2 Jahrzehnten gemacht wurde - und keine hat Probleme, außer die, die billige weiße Keramikfliesen aus den Baumarkt genommen haben. Dass Du immer besser , wenn nicht gar vollendet baust, ist mir hinreichend bekannt....





Nun mal nicht so beleidigt Olaf, ich halte es für Murks, das ist eben meine Meinung.

Und was meine Bauereien betrifft, diese sollen erstmal zweckmäßig sein und dürfen dann auch gerne schön aussehen, das gelingt mir aber auch nicht immer.

Grüße aus Schönebeck



Ziegelfußboden



mal kurz eine ganz andere Frage: ich würde mir gerne so einen schönen Ziegelfußboden in Teilen des Wohnbereichs legen. Wie verfugt man sowas im Innenbereich dauerhaft?

Danke und Grüße
Peter





Kommt auch auf den Untergrund an.
Sehr schön machen sich auch alte Bieberschwänze, die kann man rechteckig oder quadratisch schneiden und dann Verlegen und verfugen. Zu guter letzt schleifen.
Das spart Gewicht und Aufbauhöhe.

Grüße aus Schönebeck





Untergrund wäre Estrich ... Und die Steine habe ich schon, weil ein Teil des alten Wirtschaftsbereichs so einen Fußboden hatte. Dort war er aber nur eingesandet. Das wär mir im Haus zu krümelig





Hier hab ich vor ein paar Jahren mal ein Ofenpodest auf einer Holzbalkendecke so gemacht (Steine längs geschnitten) verlegt und verfugt mit Lehm.
Hält bestens.
Der Bauherr (Malermeister) hat es wegen der besseren Reinigung mit Leinöl gestrichen.
Auf dem Bild ist es noch nicht gefugt.





[pubimg 21798]


Bei Estrich würde ich die Steine mit einer Eigenmischung aus Sand und Zement verfugen.


Grüße aus Schönebeck





sieht super aus!!!! Danke für die Tipps, werde ich so umsetzen!



nein



bin nicht beleidigt (Maurer haben ein dickes Fell), da ich solche Kommentare aber habe kommen sehen, hatte ich meine Antwort schon dahingehend ergänzt. Aber wenn Du so viel Zeit hast.
Was am Ende mit dem Boden passiert, bestimmt sowieso der Bauherr. Ob es den anderen gefällt oder nicht. Ihr habt doch auch nicht alle Schafwollsachen an, nur weil es in einem Forum von einigen so empfohlen wird ....
Klaus hatte seine Gründe ja beschrieben. Meine Vorschlag ist einer von mehrerer möglichen Lösungen. Möglich wäre ja auch ein Schleifen. Aber macht das Sinn ?



Gute Frage Olaf,



bevor ich was drüber kleckern würde, würde ich lieber schleifen oder, der Unebenheiten wegen besser Sandstrahlen lassen.


Grüße aus Schönebeck