Ausgleichsschüttung auf Holzbalkendecke

27.04.2005



Hallo allerseits!
Habe im DG einen Zementestrich, der auf Holzbalkendecke aufliegt. Aus Gewichtsgründen (Statiker) soll ich den rausreißen (den Estrich, nicht den Statiker...). Möchte gerne Trockenestrich verlegen. Frage: Kann ich durch Ausgleichsschüttung auch Unebenheiten von bis zu 25 cm (!) ausgleichen? Wie verhält sich das mit der Lastverteilung bei Schüttung: liegt dann nicht zuviel Last zwischen den Balken (gefüllt mit Lehm, Schlacke etc) auf? Habe Angst, dass das nach unten durchdrückt. Außerdem: Muss ich einen Rieselschutz einbauen - wenn ja, was? Muss auf die Schüttung noch extra Trittschallschutz, oder reicht es, wenn an den Estrichelementen noch eine Schicht (Holzfaser oder Mineralwolle) dran ist? Wichtig ist mir vor Allem, dass der Aufbau hoch genug wird (ich weiß, normalerweise sind alle bestrebt, das Ganze möglichst flach zu halten - bei mir ist es im Gegenteil wichtig, dass das Ganze ziemlich dick wird), und dabei möglichdst leicht bleibt.
Danke für Eure Antworten!
mfg
Werner Sorb



etwas heftig?



Hallo, Herr Sorb!
Ich empfehle Ihnen mal kurz einen Blick auf http://www.fertighaus.de/f_haus/info/estrich2.htm#06
Hier ist auch nachzulesen, daß die Schüttungshöhe begrenzt ist. In o.g. Tipp wird empfohlen, nicht über 6 cm Schüttungshöhe rauszugehen. Bei anderen Herstellern verhält es sich ähnlich.
Ansonsten wird die Geschichte auch zu instabil. Bei 25cm Höhendifferenz sollten vielleicht andere Lösungen zum Einsatz kommen. Da kann aber wohl nur ein Blick vor Ort helfen, da auch bspw. die Abstände und Größe der Tragbalken etc. eine Rolle spielen.



Leichtestrich



Es gibt Leichtestriche ( 1kg pro qm und cm Höhe) die Ihr Estrichbauer gerade für Zwecke des Höhenausgleiches anbieten kann. Die von Ihnen angegebenen Höhenunterschiede sollen dann kein Problem sein, soweit wegen der geringen Oberflächenfestigkeit dieser Materialien oben drauf noch 3 cm richtiger Estrich kommt. Habe mich selbst(bei gleichen Höhenunterschieden) dennoch für Ausgleichshölzer, verlorene Schalung und Aufbau oben drauf(Traditionell) entschieden. Von Ausgleichsschüttungen ("Katzenstreu") rate ich ab, da selbst bei geringeren Höhen die Verlagerungsbewegungen nicht beherrschbar sind.



Leichtestrich



Hallo Herr Sorb,

mit dem von Ihnen geschilderten Problem beschäftigen wir uns jeden Tag. Wir als Liefrant für leichte Bodenkonstuktionen lehnen Trockneschüttungen in solchen Höhen generell ab. Diese sind nicht ganz unproblematisch und fast immer senkt sich der Boden nach geraumer Zeit. Dies hat dann verschiedentliche Ursachen. Wietrhin sind ungebundene Schüttungen nach der neuen Estrich EN DIN nicht mehr zulässig.
Es besteht bei Ihnen die Möglichkeit einen Leichtestrich, SilCar lit, einzubauen. Dieser wird als Baustellenmischung mit einem speziellen Binder hergestellt und wie ein konventioneller Estrich eingebaut. Das spezifische Gewicht liegt bei ca. 500 kg/m³. Darauf kommt dann ein Dünnestrich, Stärke ca. 10 mm, um die Oberfläche zu schließen und die Maßtoleranz für den Oberbodenbelag herzustellen.
Eine zusätzliche Trittschalldämmung legen wird dann direkt unter den Belag
Generell sollten sie aber prüfen ob eine solche Einbaustärke notwendig ist.
leichtestriche mit einem gewicht vom 1 kg/cm bzw. 100 kg/m³ sind uns nicht bekannt. Vorsicht sei geboten wenn Ihnen jemand einen Leichtestrich auf der Basis von Styropor anbietet. diese sind immer mit einem weiteren Bodensystem zu versehen.

Weitere Fragen beantworten wir gern.

MfG Andreas.Bielinski



Zum statischen Problem



Vielleicht hilft Ihnen ein Blick auf folgenden link
www.uhb-decke.de
Auch statisch ist da einiges möglich.
Grüße
Stefan