Lehmestrich experimentell

13.04.2006



Ich habe in einem Zimmer den maroden Beton-Estrich (glaube ich) mühsam entfernt und verlege gerade Dielung auf einer Holz-Unterkonstruktion. Der Unterbau ist eine Kappendecke, die ziemliche Höhenunterschiede aufweißt.

Könnte man nicht zum Höhenausgleich relativ flüssigen Lehm aufbringen? Wenn der reißt, wäre das erstmal nicht so wichtig, da die Dielung noch drauf kommt.

Oder spricht etwas dagegen?



dieses Experiment



würde ich nicht mit Lehmestrich durchführen,weil
-der nasse Estrich stark schwinden wird
-bei rissigem Lehmestrich die Druckfestigkeit gering ist.
Eine von vielen Alternativen könnte z.B. ein Kork-Kalke-Estrich (Mischung aus Kalk+Sand+Korkgranulat+Wasser,wird wie Beton eingebaut)sein.



Kappenaufbau



Um welche Höhenunterschiede handelt es?
Man könnte eine Blähglasschüttung aufbringen, auf diese eine Holzweichfaserplatte legen, die sofort eine Hobeldielung aufnehmen kann.
Diffussionsoffenheit ist gegeben.
Ihre Variante habe ich bereits einmal ausführen sollen, doch der Erfolg war genau der, den herr Schillberg äußerte.
Komplett gerissen und schollenartig lose geworden!!

Grüße Udo
Und Frohe Ostern



Danke



Der Höhenunterschied beträgt 0 - 5 cm.

Ich baue schon die Dielung ein und schaffe den Ausgleich über viel Holz in den entsprechenden Höhen. Das ist ganz schön zeitraubend. Dabei ist mir die Idee mit dem "Lehm-Estrich" als selbstnivellierende Schicht für zukünftige Projekte gekommen.

Auch frohe Ostern wünscht!
Stephan



Lassen Sie sich besser nicht auf selbstnivellierende Estrichsysteme ein,



denn erfahrungsgemäß sind damit erhebliche Auffeuchtungsrisiken verbunden. Dei meisten Estrichmaterialien speichern Wasser unheimlich lange, das wirkt konstruktionsschädigend und schimmelfördernd. Lehm ist da keine Ausnahme!

Viel Glück

Konrad Fischer

PS. Im Altbau: Möglichst Trockenbautechnik am Boden (und sonstwo)!