Fußbodenheizung auf Holzbalkendecke

28.06.2012



Hallo

Bin gerade dabei mein Fachwerkhaus von 1859 umzubauen und habe folgende frage :

Wie muss der Aufbau einer Fußbodenheizung auf meiner Holzbalkendecke aussehen ?

Aufbau :
alle 2m Eichenbalken 30x30cm
darauf quergelegt Fichten Kanthölzer 10x10cm alle 40 cm
darauf 22mm Spanplatten mit Nut und Feder .

darunter Raume mit Abgehangener Decke (ca. 50 cm abgehangen ) ohne Dämmung oder sonstiges, einfach abgehangen mit gipsplatten.

Meine Idee:

Auf den Spanplatten 40mm Styropor 150 kpa , dann Folie , dann Rohre der Heizung und dann 6-7 cm Zementestrich .

Vom Gewicht lt. Statiker alles in Ordnung .



Klingt erstmal...



ganz gut, wenn unten drunter auch dauerwarm ist, ABER:
... besser wäre es, die Rohre der FB-Heizung etwas anzuheben und dort vor dem Einbringen des Estrich zu fixieren, damit sie völlig umschlossen werden vom Estrich, besser wäre auch ein dünnerer Estrich auf Anhydrid-Basis (EIGNUNG BESTÄTIGEN LASSEN), Hausnummer 45mm... es geht um Trägheit und Schnellaufheizung usw.

... Das deutet dann doch eher auf ein Tacker- oder Noppensystem mit der entsprechenden Systemplatte hin, einmalig benötigte Geräte kann man auch leihen, wenn man selber muckeln will oder möchte oder muss... das macht schon Sinn...

Nebenbei: Habt Ihr die sonst wichtigen Randparameter für eine "gute" FB-Heizung im Griff? Das fängt an von Systemtemperaturen mit Anbindung an andere Heizverteilungssysteme und geht weiter über Verlegeabstände, Schlammabscheider (ggfs), Mischergruppe, Pumpengeschichten, Einzelraumregelung, hydraulischer Abgleich... usw...

Einfach so Rohr auf den PS hinbiegen und zubetonieren geht nicht, das Rohr schmimmt auf. Es ist zumindest suboptimal... und das ist noch das geringste der Probleme...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Ja.....



Danke für die schnelle Antwort Herr Hausleithner

Habe mich da nicht ganz richtig ausgedrückt .
Natürlich werden die Rohre mit den Speziellen Klammern angetackert , werde nur anstatt der zum System beiligenden Rollstyropormatte selber Platten und Folie auslegen, da diese günstiger ist .

Die Räume unten sind auch geheizt .
Wir haben vom Fachmann eine Buderus Flüssiggasheiung gekoppelt mit einem Wasserführenden Kamineinsat und Pufferspeicher einbauen lassen .

Das mit den Estrich müsste ich noch einmal nachforschen.



Dann kannste...



... Dir wahrscheinlich die Folie sparen... checken...
... Der dünnere (Anhydrid-)Estrich hätte den Vorteil der geringeren Masse, die aufgeheizt werden muss, und den Nachteil der geringeren Masse, die dementsprechend auch wieder schneller auskühlt ;-)
Ich kenne durchaus die allgemeine Aussge der DIN mit der Überdeckung, aber das kann man mit dem geeigneten Estrich umgehen, auch dies ist geregelt... für mich überwiegen die Vorteile eines dünnen Estrich... deswegem ja auch der Hinweis...

Gutes Gelinegen & LG,
Sebastian Hausleithner



Es geht auch anders:



Schau Dir doch 'mal bei www.ripal.de den Trockenaufbau an. Der ist besonders gut geeignet, wenn eine Dielung kommen soll. Die Spanplatte dient gleich als Montageebene für die Latten 24x48. Zwischen die Latten kommen die Wärmeverteilbleche und die Heizrohre, auf die Latten werden die Dielen geschraubt.

Was ist unter den Spanplatten? Da würde ich prüfen, ob dort noch Zellulose eingepustet werden kann. Deine FBH wird wesentlich effektiver (geringerer Vorlauf), wenn sie nicht auch noch als Deckenheizung für darunter dienen muss.

Generell halte ich es für sinnvoll, mit einem Trockensystem zu arbeiten, da die Masse des Estrichs bei einer FBH nur Regelträgheit bedeutet und keinerlei Vorteile bringt. Die geringere Aufbauhöhe sollte im Altbau ebenfalls willkommen sein.

Grüße

Thomas