Welcher Fußboden

13.03.2011



Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines schnuckeligen kleinen Backsteinhauses mit angrenzendem Fachwerkteil. In diesem Fachwerkteil würde ich gerne einen neuen Fußboden einbauen - zumal ich einen Teil eh aufmachen muß für Abwasserleitungen. Jetzt stelle ich mir die Frage - was mache ich hinterher Rein? Stand jetzt tendiert zu Estrich - währe aber auch Alternativen wie z.B: Gestampften Lehmfußboden oder auch wie es manchmal in einigen Dielen üblich war mit "Kopfsteinpflaster" auszulegen - um halt eben dem Alter des Gebäudes und seiner Atmosphäre gerecht zu werden. Andererseits möchte ich schon ein gewisses "Wärmeniveau" erreichen (Fußbodendämmung). Zudem sollte die Lösung auch nicht ein grandioses Loch ins Budget reißen. Ich weiß eine eierlegende Wollmilchsau gibts nicht.

Marco



Fußbodenaufbau



Ich empfehle Ihnen erst einmal Ihre Frau zu fragen, was Sie von Kopfsteinpflaster oder Stampflehm als Fußbodenoberfläche hält.
Erklären Sie ihr, wie man Stampflehm fegt, wischt oder absaugt und einen Schrank, Stuhl oder Tisch ohne zu kippeln aufs Kopfsteinpflaster stellt.
Ich würde einen gedämmten Zementestrich favorisieren.

Viele Grüße





Hallo,

also glatt. Man kann Estriche auch Schleifen lassen, die dann sehr schön werden. Schon mal an Terrazzo gedacht ?

Grüße vom Niederrhein



Ein geschliffer Estrich...



...als Nutzschicht passt genausowenig in ein historisches Häuselein wie Stampflehm.

Ebenso wie Georg empfehle ich einen gedämmten Estrich als Basis.

Historisch passend und wohnlich wären insbesondere Dielen auf Lagerholzkonstruktion (das könnten auch alte Dielen aus dem historischen Baustoffhandel sein, wenn Sie ein Faible dafür haben), ferner Cotto.

Pflaster gehört in den Hof.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Der Estrich ist Teil des Fußbodenaufbaues.
Sie müssen nicht auf nacktem Zementestrich herumlaufen.
Da drauf kommt noch der Belag wie Dielung, Parkett, Cotto, Fliesen, textiler Belag, Kautschuk, Linoleum, PVC, von mir aus Laminat...
Hier können Sie sich gestalterisch austoben.

Viele Grüße



Fußboden die zweite



Naja ich dachte halt, das sich (so hat mir der "Fachwerksachkundige" auch gesagt) Zement und alles was irgendwie damit zusammenhängt mit Holz nicht verträgt. Daher meine (vielleicht dumme) Frage nach Alternativen.
Oder gilt das nur fürs ausmauern der Gefache??? Ich bin eigentlich kein Holzwurm daher gehe ich da etwas - sagen wir unwissend aber lernwillig an die Sache dran.



hallo Herr Beckmann,



kann man heute tatsächlich noch Terrazzo herstellen? Bitte vielleicht einen Link oder sonstige Infos...
sorry Themenstarter
laiendruide



Fußbodenaufbau



Hallo Kochy,
entweder Ihr Fachwerkexperte oder (mit Verlaub) Sie plappern hier etwas aus dem Zusammenhang gerissenes nach.
Zement und Holz vertragen sich sehr gut, siehe HWL- Platte oder Holzbeton.
Es kommt auf den Einsatz und die speziellen Bedingungen dabei an.
Eine Schwelle, die auf einem nicht gedämmten, kondensatanfälligen Betonfundament oder Ringanker liegt, Zementputz, der im Spritzwasserbereich über Hölzer gezogen wird... da wirkt die Kombination Einbauort- klimatische Exposition-Materialkombination schädigend.

Viele Grüße





Hallo,

ja, Terrazzo ist wohl durch italienische Einwanderer nach NRW gebracht worden. Ich kenne im Rheinland heute noch 2 aktive Firmen (in 3.Generation), die Terrazzo legen können.
Bei konkretem Bedarf schicke ich Ihnen Tel.Nummern.

Grüße

Wieso passt geschliffener Estrich nicht ? Es gibt eine Ästhetik, die vom Dialog alt mit neu lebt !
Probieren Sie diesen Grundgedanken mal konsequent aus.



Was will der Bauherr?



"um halt eben dem Alter des Gebäudes und seiner Atmosphäre gerecht zu werden"

Passt da wirklich ein geschliffener Betonboden? Gerade solche unmotivierten Brüche in der Gestaltung sind eine Weile trendy, und dann fehlt die Aufbauhöhe, um z.B. Dielen draufzulegen, weil man sich das fußkalte Einheitsgrau sattgesehen hat. In meinen Augen ist sowas eher eine Vergewaltigung eines alten Hauses, als eine gelungene moderne Ergänzung.

Grüße

Thomas