Fußboden im Altbau EG zum 1000sten mal...

18.08.2011



Hallo Zusammen,
vorab ich weiß es wurde schon 1000fach behandelt aber könntet ihr mir bitte trotzdem eure Meinung zu folgendem Bodenaufbau schreiben...

- Erdboden (trocken)
- Geotextilvlies
- Schaumglasschotter (15cm)
- Geotextilvlies
- Edelsplit
- Lagerhölzer (Getrocknet und impregniert)
- OSB 3 Verlegeplatten
- Feinsteinzeug/Fliesen

Ich muss einen trockenen Aufbau machen, da ich keine Zeit hab Wochenlang auf Estrich und Betontrockenzeiten zu warten. Was für Probleme seht ihr in dem Aufbau?

Vielen Dank im Voraus
Rolf





Hallo Rolf,

das ist schon ein bischen orakeln, da niemand die Einbausituation oder das Haus wirklich kennt.

Ich sehe das Problem im Auf am Aufbau selbst. Auch wenn die OSB3 Platten für die tragende Verwendung im Feuchtebereich zugelassen sind, bedeutet das noch lange nicht, dass man darauf überall und bedenkenlos Fliesen kann.
Ich denke, dass durch Feuchtigkeit bzw. Temperaturwechsel Risse im Belag/Fugen auftreten werden.
Nur weil durch die Schaumglasschotter & Splittschicht keine Feuchtigkeit kapillar an die Balken transportiert wird, bedeutet das noch nicht, das die Holzkonstruktion trocken bleibt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Vielen Dank für die Einschätzung, nährt meine Zweifel...

Gruß Rolf



Nach unten dampfoffen...



...nach oben dampfdicht, und dazwischen Holz? Das bricht durch, Geldvernichtung pur. Bis zum Hausschwamm ist da alles möglich.

SGS, Geotextil,Unterbeton und Sperrschicht (Schweißbahn) würde ich als Basis nehmen. Fliesen im Altbau? Vielleicht ist Cotto eine schöne Alternative, im Mittelbett verlegt? Vielleicht doch Dielung? Ist fußwärmer...

Grüße

Thomas



Klingt logisch bin überzeugt...



Die Vorraussetzungen:
Zu den Außenmauern, das Haus steht auf einer Grundmauer aus Stein welche über das Erdbodenniveau reicht zwischen 40cm und 20cm auf 8 Meter länge. Also ganz leichte Hanglage. Darauf Ziegelsteine im EG, dann Fachwerk.
Der nerue Boden soll im inneren auf dem Erdboden errichtet werden.

...Neuer Vorschlag, Misapor beschreibt folgenden Aufbau:

Variante 1:

- Geotextilvlies
- SGS
- Feuchtigkeitssperre nach DIN
- Estrich 80cm (bewehrt)
- Bodenbelag (z.B. Fliesen)

Hat jemand Erfahrung mit diesem Aufbau?

80cm Estrich kommt mir recht viel vor. Es müssten doch auch 60cm ohne Bewehrung ausreichen?

Oder Variante 2 (nicht von Misapor):

- Geotextilvlies
- SGS 15cm
- Geotextilvlies
- Magerbeton 10cm
- Feuchtigkeitssperre
- Estrich 1cm
- Bodenbelag (z.B. Fliesen)

Soll die Betonblatte bis zum Mauerwerkreichen oder sollte hier ein Abstand 1-2cm gelassen werden?

oder Variante 3:

- Geotextilvlies
- Kies 15cm
- Geotextilvlies
- Magerbeton 10cm
- Feuchtigkeitssperre
- Estrich 1cm
- Bodenbelag

Vielen Dank für eure Meinungen und die bisherigen Kommentare, waren sehr hilfreich. Um die Trocknungszeiten werde ich wohl nicht drum herum kommen.

Viel Grüße
Rolf



Bodenaufbau



Ich füge einige machbare Varianten an (zu 1 bzw. 80 cm dicken Estrich sage ich hier nichts):
- Höhenausgleich aus Kies bzw Kiessand,
- Trennlage (Folie)
- Unterbeton bzw. Sauberkeitsschicht 8 - 10 cm,
- Foamglasboards in Feinsandausgleich,
- Gußasphalt,Fliesen.

Oder auf den Unterbeton:
- Abdichtung,
- ca.80 mm Schaumpolystyrol,
- Schrenzlage,
- 4-5 cm Zementestrich, Fliesen.

oder auf den Höhenausgleich:
- Foamglasboards in Feinsandausgleich,
- Trennlage,
- Unterbeton 10 cm,
- 2-3 cm Estrich als Feinausgleich,
- Abdichung mineralisch,
- Fliesen im Dünnbett
Am einfachten und billigsten ist die mittlere Variante.
Die erste Variante geht am schnellsten.

Viele Grüße



Entschuldigung...



...meine natürlich auch 8cm Estrich.

"- Höhenausgleich aus Kies bzw Kiessand,
- Trennlage (Folie)
- Unterbeton bzw. Sauberkeitsschicht 8 - 10 cm,"

Ein paar nachfragen:

PE-Folie, nichts verschweißtes oder?

Sollte der Höhenausgleich eine Mindestdicke haben?

ca.80 mm Schaumpolystyrol, in Platten?

Vielen Dank Gruß Rolf



Fußboden



Der Höhenausgleich soll zwischen dem Bankett und der ersten Schicht einen Höhenausgleich schaffen, falls zuviel ausgekoffert wurde (oder mußte).
Ich empfehle mineralische Dichtschlämmen als Abdichtung.
Variante 1 braucht keine Abdichtung,
Variante 2- Dichtschlämme oder Schweißbahn,
Variante 3 zwingend mineralische Dichtung.
Polystyrol gibts in speziellen Platten als Dämmung für Fußböden, wegen der erforderlichen Druckfestigkeit.



würde dies funktionieren...



vor dem Hintergrund das ich möglichst geringe Trockenzeiten erreichen möchte.

- Geotextilvlies
- SGS
- Trennschicht (Geotextilvlies?)
- Gußasphaltestrich
- Fliesen

Leichte Dämmung durch SGS und Gußasphaltestrich. Gibt es erfahrungswerte mit welchen kosten ich für 65m² Gußasphaltestrich rechnen muss. Kann man ja leider nicht selber machen...

Gruß Rolf



Fußboden



Nein.