Kein Fachwerk aber "alt"

09.11.2005



Moin Moin,

bin durch Zuffall über dieses Forum gestolpert und habe beim ersten anlesen bereits einen kleinen Schock bekommen.

ICh las das alte Häuser nciht gedämt werden sollten:

Nun ist mein gekauftes Haus zwar kein Fachwerk, und mit dem Baujahr 1912 sicherlich auch noch nicht so alt, trotzdem las ich, das Wände Grundsätzlich nciht von Innen her gedämmt werden sollten, und wenn sschon, dann auf keinen Fall mit Styrophur.

Nun hat der verstorbene Verkäufer das Haus von Innen genau damit Isoliert. Feutigkeit habe ich allerdings bisher erst an einer Wand ausfindig machen können...

Nun ist miene Frage, wie kann ich das Haus dämmen ohne das ich Feutigkeitsschäden zu befürchten habe?

Durch umherfragen in der NAchbarschaft habe ich erfahren, das mein Haus bis vor 15 Jahre noch einen Dielenboden mit darunterliegender Lehmschicht hatte.. Mittlerweil überall Estrich....

Danke im Voraus



Bauschäden durch Kondensfeuchte wegen Styropor



moin Jan,
um weiteren Bauschäden zu entfliehen, solltest Du das Styroporsolltest Du in jedem Fall baldmöglichst enfernen.Sofern deine Außenwände aus 1912 aus alten Backsteinen bestehen, kann eine Innendämmung z.B. aus Schilfplatten, in Lehmputz gebettet ausgeführt werden. Bautechnisch besser wäre eine Fassadendämmung. Falls Deine Backstein-Außenwand ca 50cm dick ist,das Dach und der EG-Fußboden gut gedämmt ist, ein Strahlungsheizsystem eingebaut ist, würde ich die Außenwände nicht zusätzlich wärmedämmen.

Der Zementestrich über den Holzbalken-Lehmdecken hört sich keinesfalls sehr vertrauenerweckend an.Da würde ich mal den Boden an einer Stelle, vor allem in Naßzellenbereichen (Bad) öffnen und die Balken mal untersuchen, am besten mit einem Feuchtemessgerät. (sollte ggfalls ein Fachmann machen)
Wenn Dein Haus noch weitere 200 Jahre gesund bleiben soll, hau den Estrich weg und mach auf die Deckenbalken einen Holzdielenboden mit Trittschalleinlagen.
weitere Infos,Detailbeispiele mit Naturbaustoffen findest Du unter www.texbis.de
viel Erfolg wünscht
Klaus Schillberg



Fragen



Wie dick ist denn die Styropordämmung? Oder handelt es sich "nur" um eine Styroportapete?
und ist es so wie Herr Schillberg vermutet, dass der Estrich auf den Dielen/ Holzbalkendecken liegt? Oder ist gemeint, dass im Erdgeschoss die Fußböden herausgenommen wurden und durch Estrich ersetzt wurden?
Wo haben Sie denn die Feuchteschäden entdeckt?