Estrich auf Holzbalkendecke

16.03.2017



Hallo,

ich muss auf der jetzigen Holzbalkendecke eine Fläche von unter zwei Quadratmetern als Estrich verlegen.

Kann ich den Estrich direkt auf die Balken und Zwischenbalkenschalung kippen?

Oder sollte ich die Balken mit Folie abkleben, damit die Feuchtigkeit keinen Schaden anrichtet?



Estrich



...Ich muss...
Gar nichts müssen Sie.
Es geht auch mit Fertigestrichen in Trockenbauweise.
Falls es wirklich keine Alternative zum gegossenen Estrich gibt- es existieren noch andere Möglichkeiten außer Zementestrich.
Allerdings nicht einfach auf den Einschub und die Balken kippen.



Duschtasse



Vielleicht muss ich nicht, aber ich will.

Den bisherigen Trockenaufbau hat der Sanitärinstallateur ordentlich verpfuscht: flache Duschtasse auf 24+12 mm Spanplatte. Die gab nach, Silikonfuge riss, Spanplatte durchfeuchtet.

Jetzt soll es Beton mit WU-Zusatz (eher für die Psyche als aus Notwendigkeit) sein. Das Ablauf-Gefälle will ich gleich in den Estrich modellieren. Darauf Abdichtanstrich und Dichtband zur Wand, darauf Fliesen.

Die ca. 200 kg Eigengewicht sind statisch unbedenklich, die permanente Vorbelastung eher von Vorteil.

Eine Bewegungsfuge zur Wand werde ich trotzdem brauchen.

Oder was wäre die langfristig haltbarere und bessere Ausführung?



Trockenestrichsysteme



Eine selbstgebastelte Estrichunterlage ist nicht die Lösung, die liegt in einer fachgerechten Abdichtung. Es lag bei der alten Variante auch nicht am Material sondern am Unvermögen des Ausführenden.
Das gilt auch für Trockenbausysteme wie z.B. von Wedi oder Fermacell.
Ein Tipp: Schauen Sie da mal rein.





Was spricht denn so sehr gegen die Estrich-Lösung?

Sie als Profi müssen das in drei Wochen (oder gar Tagen) im Bau voranbringen - ich habe mehr als drei Monate Zeit.



Badeinbau



Weil Sie halten zu Gnaden keine Ahnung von Estrich und von wasserdichtem Beton haben.
Das ist aber nicht das Problem, DIE ABDICHTUNG ist es. Da gibt es das nächste Defizit. Sie haben selber gemerkt das daran auch Handwerker (oder die sich so nennen) scheitern.





Ok - ich gehe davon aus, dass Sie keine Lust haben, mich an Ihrer Weisheit teilhaben zu lassen.

Andere Architekten haben offensichtlich andere Meinungen - denn die Estrich-Idee stammt von einem solchen. Leider habe ich den nicht mehr greifbar für die Details der Bauausführung.

Vielleicht kommen hier noch Diskussionspartner, die tatsächlich diskutieren wollen.



Moin,



was wollen Sie denn diskutieren? Ihre Frickellösung ist eine Frickellösung das wird nix - aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich-, nehmen Sie wie Herr Böttcher schrieb das Wedi-System, dabei handelt es sich um eine bewährtes und vor allem funktionierendes System.



Kernfrage



ist doch: wie soll die Wand an die Wanne angeschlossen werden?
Da beide Systeme unterschiedlich arbeiten, kann es doch nur entweder die Lösung geben, dass eine Wanne mit seitlich hochgezogenen Seitenteilen eingesetzt wird - oder die Wand zur Wanne mit einer entsprechenden Folie/Fuge abgedichtet wird. Da genau ist das Problem: so eine Fuge mag fünf Jahre dicht sein - nach acht Jahren kommt irgendwo in der Etage darunter Wasser aus der Decke.

Wenn auch wenig Wasser hin und wieder 10 Jahre auf die Balken tropft, sind die völlig durch. Die Reparatur dürfte sehr teuer werden.

In Schweden baut man Duschen in die Holzhäuser, indem man ein PVC Boden an den Wänden hochzieht und vollflächig verklebt. Man kann dann zum Beispiel eine freistehende Dusche /Duschtempel dort aufstellen und ggf. auch mal wischen.

mfg





Jetzt habe ich mir mal Wedi angesehen. Die hätten sogar was in 160x90.

Verstehe ich richtig, dass der Ablauf dort auch einfach nur einbetoniert wird? Direkt zwischen die Holzbalken?

Ist das nun fachgerecht? Und ist es besser, die Kombination von Schaumplatte auf Beton zu haben als gleich eine homogenere Betonplatte?



Estrich ist auch eine lösung



Hallo, ich bin heute am Meckern und da mach ich mal gleich weiter. Es ist doch nicht schlimm wenn man unterschiedlicher Meinung ist und es steht doch jedem frei wie er sich entscheidet und muß sich dafür doch nicht noch entschuldigen. Da ich es öfter erlebe, ich würde mich freuen, wenn wir uns nicht an unseren Politikern immer ein Beispiel nehmen was den Respekt anbelangt.
So nun zur Sache. Sicherlich is der Estrich aufwendiger,aber wenn jemand sich die Arbeit machen will, bitte. Hier mein Vorschlag Lewisplatte auf die Platte den Rücklauf vom Badheizkörper mit Rücklaufsteuerung (heißt es glaube) Estrich Fliese. Es hat den Vorteil ich brauchen nicht einmal eine Duschtasse, ich kriege es bodengleich hin. Durch die Lewisplatte ergibt sich eine biegesteife Platte, keine Risse in den Fliesen, durch den Rücklauf haben Sie immer warme Füße und kein Feuchteproblem.



Badfußboden



Sehen heißt nicht immer verstehen, liebe(r) traut.
Wenn Sie dieses Detail für nicht fachgerecht halten (oder verstehen) bedeutet das noch lange nicht das es nicht fachgerecht ist. Schauen Sie sich die einzelnen Systemlösungen noch einmal genauer und sorgfältiger an.
Unabhängig ob Systemlösung oder Eigenkreation oder Lewis- Platte, es kommt AUF DIE ABDICHTUNG AN!!!!!!!
Wenn Sie das nicht verinnerlichen können Sie noch lange mit verschiedenen Materialien herumexperimentieren, es wird immer schiefgehen.
Zumindest bei den Systemlösungen haben Sie den Vorteil das hier detaillierte und praxisbewährte Bauanleitungen mit aufeinander abgestimmten und geprüften Systemkomponenten vorhanden sind. Sie müssen den Zusammenhang und die Funktionsweise nicht verstehen aber sich PENIBEL!!! an die Einbauvorschriften halten.