Erstkontakt

24.08.2014 Spinatwachtel



Hallo, als Neubesitzer eines alten Fachwerkhauses, landete ich zwangsläufig hier im Forum. Geplant ist: Dacherneuerung abzuschließen, Dachdämmung, Dachausbau, Dachfenster. Fenster, Bad, Kachelofenabriss, Heizungsanlage (Wandheizung) Einbau. Dämmung des Hauses. Also Platz für reichlich Fehler für den Fachwerks-Laien.
So scheitere ich bereits bei der Glaubensfrage der Innendämmung. Selbst hier im Forum werde ich nicht wirklich schlau, über das ob und wie der Dämmung. Will nur eins nicht, dem Haus den Sanierungsgaraus bereiten! Wer kann und möchte Hilfe zur Selbsthilfe leisten?



Dämmung:



Außendämmung ist unproblematischer, es geht dabei aber der Charakter des Fachwerkhauses verloren. Ich konnte dieses Jahr einem Ortstermin mit dem Denkmalpfleger beiwohnen, bei dem sich dieser rigoros gegen Außendämmung ausgesprochen hat.
Innendämmung ist machbar, es muss aber sehr sorgfältig auf die Auswahl der Materialien geachtet werden. Ein Kursleiter auf einem Seminar, an dem ich teilnahm lies durchblicken, dass Innendämmung bei Fachwerk nicht gemacht werden sollte, weil FW nicht als schlagregensicher gilt.
Er sagte das nicht offiziell, weil die Veranstalter Materialien für u.a. Innendämmung herstellen. Zugegeben: Sehr hochwertige.
Wenn das gilt, sollten Fachwerkhäuser eigentlich nur noch von außen gedämmt werden, mit schlagregensicherer Außenschale. Dafür können die Wände dann allerdings innen sichtbar werden.
Mit Außendämmung können auch höhere Dämmwerte erreicht werden.
Bei Innendämmung mit Holz-Weichfaserplatten verbessert sich der Dämmwert bei Platten über 8cm nicht mehr wesentlich. Styroporplatten funktionieren gar nicht. Mineralwolle sehr schlecht. Innen funktionieren Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen UND abgeben können. ZB.: Weichfaserplatten, Hampf, Cellulose.
Eine Frage aus Neugierde, weil ich auch in McPomm wohne: In welcher Gegend steht denn das Gebäude?
Ralph Schneidewind





Lieber Ralph,

das Haus steht im Nationalpark Stettiner Haff. Danke für die Info. Wahrscheinlich sollte ich einfach überlegen, die Aussenwände innen mit einer Lage Lehm und Hanf belegen. Aussen dann Lehm, Hanf, Ton & Lehmmischung. Abschluss ein dünner Kalkputz. Frag mich nur was ich mit den Balken dann mache. Blenden mit Holz und den Zwischenraum mit Lehmschicht auffüllen? Aber das ist wohl alles etwas dann meinem Übereifer geschuldet! Motto: Viel hilft (vielleicht) viel!

Hans-Richard