Erfahrungen mit gelaugten und geseiften Dielen

03.10.2020 hieroben

Erfahrungen mit gelaugten und geseiften Dielen

Hallo erstmal an dieses tolle Forum, das schon seit Jahren eine wichtige Informationsquelle für mich ist!
Wir renovieren seit einiger Zeit ein altes Haus im Taunus (eher ein Garten-/Wochenendhaus) und haben da auch neue Kieferndielen verlegt, die wir gelaugt und geseift haben.
Dazu hier ein Video von mir: https://www.youtube.com/watch?v=7yZruxhiQiA

Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit diesem wunderschönen Boden. Aber die Reinigung ist doch um einiges mühsamer als gedacht. Immer wieder sind wir mit der Wurzelbürste auf den Knien zugange, um Flecken zu beseitigen...
Wie sind da eure Erfahrungen? Haben wir den Boden zu wenig 'versiegelt' (d.h. mit hoch konzentrierter Seife behandelt)? Wird das mit der Zeit besser?

Liebe Grüße, Kai



Es ist...



...und bleibt ein fleckempfindlicher Boden. Das ist bedingt in der sehr gut aufnahmefähigen Fläche, nicht in der Menge der Seife.

Pedanterie ist da fehl am Platz.

Grüße

Thomas



Ja,



allzu pedantisch darf man da wohl wirklich nicht sein.

Aber kann man sich die Reinigung irgendwie erleichtern? Wir werden uns jetzt mal nach einem schönen Schrubber mit Stiel umschauen. Schweißtreibend wird es aber trotzdem bleiben, denke ich. Gibt es noch was besseres?

Liebe Grüße, Kai
hieroben.de



Ölen des Bodens...



...mit einem weißen Öl und einer Einscheibenmaschine könnte funktionieren, wenn nicht zuviel Seife auf dem Boden ist.

Ansonsten: Wischen mit "Natural Spezialreiniger weiss", statt normalem Reiniger.

Grüße

Thomas



Es wird besser!


Es wird besser!

Hallo Kai,
wir wohnen seit ca. 2,5 Jahren auf gelaugten und geseiften Seekieferdielen, auch im Essbereich. Es kommt natürlich darauf an, wie pingelig man ist, aber ich habe diese Probleme, von denen Du berichtest, nicht und ich habe drei Kinder und zwei Katzen.
Ja, je öfter Ihr den Boden mit Seife wischt, desto fleckenresistenter wird er! Flüssigkeiten ziehen nicht sofort ein, sondern bleiben erst mal stehen.
Wenn die Katze ihren Haarballen rausgewürgt hat und ich finde den erst, wenn er angetrocknet ist, dann muss ich mit sehr viel Wasser und auch länger wischen, bis die Ränder weg sind. Geht aber!
Mein Sohn hat einen Teller Nudeln mit Tomatensoße fallen lassen - kein Problem, war rückstandsfrei wegzuwischen.
MIr ist eine Schüssel Salat mit Kürbiskernöl (grün!) runtergefallen - das war schwieriger, die Stelle schmutzt nach wie vor schneller ein, als der Rest, aber es ließ sich so entfernen, dass man nichts mehr sieht.
Unter dem Esstisch habe ich seit Verlegung vielleicht drei Mal mit dem Schrubber geschrubbt. Sonst nur mit dem Swepmop.
Vielleicht nehmt Ihr zu wenig Wasser? Wenn ich wische, dann patschnass. Es steht richtig Wasser auf dem Holz, ich wische hin und her, nehme die Schmutzflotte in den zweiten Eimer auf und wische dann mit sauberer Seifenlauge hinterher, dass kein Wasser mehr auf dem Boden steht. An die großen Wassermengen musste ich mich gewöhnen, anfangs hatte ich Angst, dass der Boden schüsselt. Ist nicht passiert :-)
Es wird immer besser, der Boden fühlt sich im Laufe der Zeit härter und glatter an, es wird immer einfacher, ihn sauber zu halten! Der beste Bodenbelag, den ich je hatte!
Viele Grüße
Trinabina



Zur Reinigung



Hallo Kai,
hier mal genauer, wie ich den Boden reinige:
Zwei Eimer, einer mit klarem Wasser, einer mit warmer Seifenlauge (ca. 10% Seife). Ich habe die weißpigmentierte Seife von Woca.
Ich wische mit dem Swepmop. Wichtig ist, dass der Lappen oder Mop aus Baumwolle ist, Microfaster ist wie Schleifpapier.
Ich trage richtig viel Seifenlauge auf den Boden auf und wische hin und her. Dann nehme ich die Schmutzflotte auf, wasche den Mop im klaren Wasser aus und so weiter. Sobald das klare Wasser dreckig ist, wechsele ich es. Wir wischen nicht so oft, daher ist das dann mehrfach nötig. Am Ende soll kein Wasser auf dem Boden stehen, das, was nicht eingezogen ist, nehme ich wieder ab.
Je nachdem, wieviel Seife ihr verwendet, wird der Boden weißer oder wieder holzfarbener. Den Weißgrad kann man sich einstellen, das ist so super!
Tja, das wars auch schon! Es ist nicht anstrengend, bis auf das erneute Wasserholen zwischendurch.
Viele Grüße
Trinabina



Wow,



vielen Dank für die tollen Reaktionen. Das gibt mir Hoffnung...

Kurz zum Ölen: Bei Minute 8.50 im dem oben erwähnten Video (https://www.youtube.com/watch?v=7yZruxhiQiA) sieht man Kieferndielen, die wir vor sieben bis acht Jahren mit Natural Fußbodenöl mit Weißpigmenten behandelt haben. Wir mögen den Boden sehr und er lässt sich im Vergleich wirklich einfach putzen. Aber er ist inzwischen halt doch sehr dunkel, der UV-Schutz der Pigmente hat nicht sehr lange gehalten. Deshalb haben wir diesmal etwas anderes ausprobiert.

Trinabina: Danke für die ermunternden Erfahrungen und auch die gute Putzanleitung. Ich dachte mir schon, dass der Schutz mit der Zeit noch besser wird. Vielleicht wischen wir nochmal mit höher konzentrierter Seife, das könnte den Prozess beschleunigen.
An die großen Wassermengen beim Putzen musste ich mich auch erstmal gewöhnen. Wir kennen bisher nur geölte Böden, da heißt es immer: "nur nebelfeucht wischen!" Das kann man bei dem geseiften Boden wirklich vergessen, da muss Flüssigkeit drauf. Nach deinen Tipps werde ich in Zukunft sogar noch großzügiger sein mit der Seifenlauge. Auch die Zwei-Eimer-Methode erscheint mir sinnvoll. Ich benutze auch einen Baumwoll-Mop, aber nicht dieses raffinierte System des Swep Mop. Vielleicht doch mal eine lohnende Investition.

Liebe Grüße und Danke!
Kai



Hast Du...



...den weiß geölten Boden auch regelmäßig mit "Natural Spezialreiniger Weiss" gewischt? Nach so langer Zeit wäre auch, je nach Nutzung, 1-2x Nachölen mit weißem Öl drangewesen. Pigmentierte Ölaufträge brauchen etzwas mehr Zuwendung.

Zu der geplanten "Springflut": Ich rate ab. Das Arbeiten des Holzes wird sich verstärken, wohl auch die Fugenbildung. Versuch's vielleicht erstmal damit, mit o.g. Spezialreiniger alle 2 Wochen (oder bei Bedarf öfter) nebelfeucht zu wischen. Neben den Weißpigmenten und reinigungsaktiven Substanzen sind da immer auch emulgierte Öle und Wachse mit unterwegs, die die Fleckbildung reduzieren, weil sie auch die ungehemmte Wasseraufnahme bremsen. Es wäre die einfachere Lösung.

Grüße

Thomas