Gruß an alle Laien & Experten hier !

09.12.2009



Ich bin sehr positiv überrascht, wie friedlich und sachlich hier Laien & Experten koexistieren. Hab schon viel Nützliches dem Forum hier entnehmen können. Nachdem ich in einem sog. "Bauexpertenforum" nach wenigen Beiträgen, in denen ich es wagte, einige Bauerfahrungen aus 15 Jahren Hobbybaustellen zu schildern, persönlich angegriffen und herabgesetzt wurde, scheint es hier keine Probleme untereinander zu geben.

Seit dem Frühjahr 2006 saniere ich unsere knapp 400 qm denkmalgeschützte Backsteinvilla Bj. 1886. Ist zwar kein Fachwerkbau, aber das wird hier wohl nicht so eng gesehen ?

Vielleicht raff ich mich auf und meld mich an, es scheint ja hier keine aggressiven Exesse gegen Laienbauarbeiter zu geben, noch nicht mal dann, wenn man eigene Tipps gibt, ohne ein Bauphysik- oder Architekturstudium abgeschlossen zu haben.

Viele Grüße aus Brandenburg

Allen viel Erfolg auf ihren Baustellen und weiterhin so netten und nützlichen Austausch !





ich gehe mal davon aus, das Sie auch im Forum von "bauen.com" waren. Ist nicht empfehlenswert. Weder Umgangstechnisch noch Fachlich.
Hoffe mal das du mit diesem Forum rundum zufrieden bist. Auch hier teilen sich die ansichten, gemäß Ausführung und Fachlichkeit, natürlich gibts auch den ein oder anderen Streit hier, aber zum Schluß ist jeder zufrieden und der Fragesteller wurde rundum beraten.



Guten Abend,



nein, dieses Forum wars nicht. Das genannte ist m.E. noch harmlos. Aber wie dem auch sei, ich seh wie beim Bauen nach vorne.
Es ist sehr schön, daß sich freiwillig so viele mit alter Bausubstanz herumquälen :-)
Es ist ja auch ein Teil "echter" Experten dabei, die aber nicht durch kurze bornierte Stichworte als "Beitrag" glänzen, wenn sie's mit uns Laienarbeitern zu tun haben.
Ich seh, Du bist wohl auch Profi, die Firma ist gut im web vertreten, sagt mir was. Na dann vielleicht bis bald !



Laien & Experten



Hallo AallRounder

Dieses Forum lebt von Erfahrungen der Laien und den Ratschlägen der Fachleute.
"Frieden" gibts auch hier nicht wirklich, aber jeder darf seine Meinung äußern und Erfahrungen einbringen. Jeder Selberbauer hat auf seiner Baustelle seine Erfahrungen gesammelt und gibt sie gerne weiter. Oft differieren diese Erfahrungen, aber am Ende kann und darf und soll man ja "seine" Schlüsse ziehen und selbst ausprobieren...


Willkommen im Club....



ans flache Ländle



die besten Grüße und willkommen. Deine Worte in G..... Ohr! Mögen Deine Hoffnungen ans Forum in Erfüllung gehen und Deine Fragen sachlich beantwortet werden. Leider arten Fachdiskussionen manchmal auch aus, doch meist streiten sich die Experten dann untereinander. Gerade Fragen zur Abdichtung und Trockenlegung von Keller- und EG-Wänden schien ein sehr heißes Thema zu sein.



Willkommen ...



Viele Streitereien entstehen dadurch, dass es für ein Problem mehrere Lösungen gibt oder geben könnte.
Was in vielen "Profi"-Foren nicht gern gelesen wird, sind Ideen oder Vorschläge, die nicht auf "Holen Sie den Fachmann und rühren sie selbst nichts an" hinauslaufen. Viele dort halten Altbausanierung sowieso für Zeitverschwendung oder etwas für Bastler, "die nicht wissen, wie mans richtig macht". Wer es wagt, irgendwas am Haus ohne Statiker zu verändern, bringt sich und andere in Lebensgefahr.
Bei der Trockenlegungsgeschichte ist es freilich komplizierter, weil meist an der Diagnose gespart wird und man statt dessen irgend ein klebriges Wunderzeugs aus dem Baumarkt an die Wände schmiert.
Wenn man jeweils versucht, die Konstruktion und Materialwahl zu verstehen, bevor man daran herummacht, werden schon viele Fehler vermieden.



Danke für das Echo



und das starke Foto von Dir Olaf ! Das hat richtig Atmosphäre. Toll ! Dein Motto kommt mir irgendwie vertraut vor ... baue auch das 3. Haus.
Die Erfahrungen von Jens kann ich bestätigen. Dazu mal einen fiktiven "Expertendialog", Frager = F, Experten = E:

F: Ach Mensch, ich weeß nich, wie ich ne abhängte GK-Decke
bauen soll. Untergrund is ne trockne Altbaudecke mit
Putz.

E: Ääääh, nenn mal die Auflasten (Fläche / Punkt) vom
Geschoß darüber und die Deckenbalkenquerschnitte und
die Schuhgröße vom Bauherrn damals

F: Weiß ich doch alles nicht, Bauherr von früher ist tot
und Pläne hat kein Mensch. Hilfehilfe, was mach ich denn
bloß ?

E: hol Dir nen vernünftigen Tragwerksplaner, laß alles
durchrechnen - am besten mich, Firma Superexperte, bin
teuer aber super

F: Na gut, aber dann hab ich doch immer noch keene Decke ..

E: Willste das nu richtich machen oder nich, fürs Pfuschen
sind schließlich echte Handwerker zuständig ! Mein
Schwager is Trockenbauer, der haut Dir für nen paar
Tausend das Zeuch anne Decke

(Dialog frei erfunden, jede Ähnlichkeit rein zufällig)

Bei allem darf man wohl den Humor nicht verlieren.

Gruß
AallRounder



Forengeschädigt?



die herauslesbare Unterstellung, auf einem Forum sind die Ratgeber ehrlose auftragsbücherfüllende Figuren find ich: fragwürdig

Gruß...J.



Bei den EXPERTEN



krieg ich auch manchmal so ein komisches Gefühl in der Magengegend - der "FREI ERFUNDENE DIALOG" könnte (hat aber SELBSTVERSTÄNDLICH nienienie so stattgefunden!!!) direkt auch von hier sein! Nicht den Spaß verderben lassen - wenn Sie schon beim 3. Haus sind, kann einem ja keiner gemachte Erfahrungen wieder ausreden!

PS: reden die 2 anderen Bauherren noch mit Ihnen???

Grüße aus



@ Patina:



bei dem Spruch geht es weder um die Qualität noch um den Bauherren, sondern um die Erfahrung, dass man als Selbermacher beim nächsten Mal A L L E S besser machen würde. So z.B. das (später als behindertengerecht ausbaufähige) Bad nicht ins DG sondern ins EG einbaut und die Gäste-Toilette lieber ins DG, die Kinderzimmer so zu planen , dass es auch als Jugendzimmer reicht und keine Karnickelbuchten sind, dass der Abstellraum immer zu klein ausfällt, usw. ... eigentlich mehr Planungssachen als Details der handwerklichen Qualität.
Und bei den meisten Häusern, an denen ich m i t gearbeitet habe, sind die Bauherren noch immer zufrieden, wobei meine Arbeit als Maurer kaum Anlass zu Reklamationen durch den Bauherren gibt, eher dass der Putzer sich beschweren würde.
Aber auch als Handwerker hat man mal einen schwarzen Montag - bei Ihnen nicht vorgekommen, Patina ?



Ich möchte klarstellen ...



Ein Handwerker, welcher seinen Lebensunterhalt damit verdient, andere Leute Häuser zu sanieren, hat neben der Altbaubeurteilung noch ganz andere Probleme. Der Kunde erwartet eine Super-Arbeit, vorgestern fertig, ohne Lärm und Umtriebe, und bitte auch zum nicht teuren vorhergesagten Preis. Da muss man erst mal rüberbringen, dass Altbauten für manche Überraschungen gut sind und moderne Technik auch nicht alles hinbekommt. Hierfür sind Fähigkeiten gefragt, welche ich nicht habe. Schliesslich soll, wenn die Sache gut zu Ende gebracht werden soll, weder der Kunde noch der Auftragnehmer sich beschummelt vorkommen.
Als Selbst-(Hobby & Freizeit)-Täter hat man es da deutlich leichter. Man kann in aller Ruhe gucken, überlegen, an einer versteckten Ecke mal ausprobieren. Die Arbeit am Bau ist eher Erholung vom Geldverdienen - wie sonst würde man zehn Jahre Leben auf der eigenen Baustelle aushalten. Ich zum Beispiel habe viel Material vom Abbruch zur Wiederverwendung, das bestimmt die Ausführung mit - für einen Kundenauftrag zum Festpreis nach Angebot eher undenkbar.
Zweischneidig ist die Tatsache, dass man nach halbwegs erfolgreich abgeschlossenem Projekt plötzlich ein gefragter Mensch wird. So ähnlich wie "Du verstehst doch etwas vom PC" oder "Du hast doch einen Kleinbus" fragt dann schon mal wer aus der Verwandtschaft, er oder sie habe da ein kleines Problem im Keller, ob ich da nicht mal gucken könne - "Du wolltest doch sowieso schon lange mal wieder vorbeikommen?". Einerseits tut das dem Selbstbewusstsein gut, aber man muss lernen, sich abzugrenzen und z.B. zu sagen, "Wenn Gucken hilft, gerne! Nächsten Samstag aber nur, wenns regnet, sonst will ich in den Garten - und was kochst Du denn?"



Hallo Jens,



oja, da hast Du Recht. Ich als Hobby-Bauarbeiter würde nie mit einem Profi tauschen wollen. Es ist genau, wie Du schreibst. Nur wenn man in sein Eigentum investiert, hält man es so lange auf einer Baustelle aus.

Wirklich gute Handwerker sind ganz schnell prominent. "Mein" Tischlermeister mit eigener Firma ist so gnadenlos ausgebucht, er merkt nix von der "Wirtschaftskrise" (er hat auch kein Geld in amerikanischen Immobilienfonds verheizt). Ich bin grundsätzlich positiv eingestellt und freu mich über jeden Profi, mit dem ich normal reden kann. Wenn ich jedoch trotz regem Interesse und inzwischen auch Erfahrung in Theorie & Praxis permanent für dumm erklärt werde, geb ich auf. Dann kommt dieser Handwerker für mich nicht in Frage.

Ich habe u.a. eine einfache Heizungsanlage (Brennwert für nen 100 qm-Haus) mit Unterstützung eines alten Heizungsbauers weitgehend selbst gemacht. Wir haben abendelang diskutiert und ich hab was gelernt von ihm. Er freute sich, daß ein Laie so interessiert an seiner Arbeit war. Fand ich prima, gips selten. Sicher auch, weil vielen die Zeit fehlt, sich mit Kunden auf dieser Basis auseinanderzusetzen.

"Mein" Tischler, den ich als 2. Handwerker überhaupt innerhalb meines derzeitigen Sanierungsprojekts auf die Baustelle holte, fertigte die neuen Fenster und eine Außentür für das denkmalgeschützte Haus. So liebevoll, wie er die Säulen und Profilierungen der zerstörten Originalfenster nachbaute, ohne uns dabei finanziell zu ruinieren, war das für mich ein echtes Meisterstück. Altmodisch würde man sagen, ein Mann mit Ehre. Seine Leuts hatte er im Griff, da gabs kaum Pfusch. Als Selbermacher lote ich meine Grenzen aus und weiß inzwischen, wo ich rangehe und wo nicht. Beim Fensterbau ist definitiv Pumpe.

Für die komplett neue Heizungsanlage bin ich noch auf der Suche nach einem Meister, den es nicht stört, wenn ich den kompletten Heizkreis nach 2 fertigen Selbstbauprojekten vergangener Jahre selbst verlege. Planung, Hydraulik, Kesselanschluß, Puffer-und Speicher sowie Gas und Elektronik überlaß ich dem Fachmann. Ich will nur verstehen, warum er etwas so plant und nicht wie ich es vielleicht vorschlage. Das sehe ich nicht als "Niederlage", sondern auch als Erfahrung aus 15 Jahren Selbermachen. Irgendwann wirds so kompliziert, daß ein Fachmann ran muß. Es geht mir nicht ums Selbermachen um jeden Preis. Klar hab ich auch schon nen Kessel selber angeschlossen, Heizung lief auch, aber diesmal wirds ne Nummer größer mit wesentlich mehr Technik.

Anders ist's z.B. beim Verputzen. Nach mehreren Tonnen Grauputz, die ich innen und außen in Handarbeit an die Wände gebracht hab in 3 Objekten, würde ich vermutlich keinen Putzer mehr holen. Der Putz ist heute noch da, wo er hingehört. Wenn ich ne Innenwand sauber komplett mit Rotband verputze, abfilze und nach dem Trocknen schleife, dann seh ich auch, ob sie glatt und schön aussieht und fest ist oder nicht. Wenn nicht, muß ich entweder weiter üben oder ich hab ne neue Grenze kennengelernt.

Was sollte das alles ? Nur meine Einstellung zum interessanten Thema Laie / Profi näher beleuchten. Mein - absichtlich - krasses Dialogbeispiel steht alleine doch sehr einseitig da und differenziert in seiner Kürze reichlich wenig.

Viele Grüße aus Brandenburg !



"Mann mit Ehre" -



ich beneide dich!!! Ich wollte auch ganz bestimmt nix gegen Handwerker (mit Schein & Firma & allem) gesagt haben!!! So blutig, wie ich als Laie bin ... Aber das mit dem "Verstehen, warum der das so macht und nicht anders" - genau da hörts bei mir auf. Wenn einer Plan hat, dann kann der mir das auch genau begründen und mich von MEINEN (möglicherweise abwegigen) Ideen abbringen. Wenn aber einem schon das "was wissen denn SIE - 1. weiblich, 2. alleinstehend (das wird schon seine Gründe haben, hehehe!), 3. bissel Kohle scheint ja da zu sein, und die will ich haben, natürlich mit möglichst wenig Aufwand" aus dem Gesicht springt ... nee, das muß man nich ham! Einer, der was von seinem Fach versteht, läßt sich auch durch noch so blöde Nachfragen/Ideen nicht aus der Ruhe bringen. Und "geht nicht" kann ich schon mal garnicht hören. Ich muß nicht so ham, wie alle ham, sondern so, daß es für mich paßt. Dafür sind ja RICHTIGE Experten da.

Und wenn dir einer erzählen würde, der Putz, der immer noch an der Wand ist, wär' komplett falsch aufgebracht ("Hält zwar jetzt noch, ABER ...!"), da kann man doch eigentlich nur müde lächeln, oder?

Sächsische Grüße, P.



"Mann mit Ehre" -



ich beneide dich!!! Ich wollte auch ganz bestimmt nix gegen Handwerker (mit Schein & Firma & allem) gesagt haben!!! So blutig, wie ich als Laie bin ... Aber das mit dem "Verstehen, warum der das so macht und nicht anders" - genau da hörts bei mir auf. Wenn einer Plan hat, dann kann der mir das auch genau begründen und mich von MEINEN (möglicherweise abwegigen) Ideen abbringen. Wenn aber einem schon das "was wissen denn SIE - 1. weiblich, 2. alleinstehend (das wird schon seine Gründe haben, hehehe!), 3. bissel Kohle scheint ja da zu sein, und die will ich haben, natürlich mit möglichst wenig Aufwand" aus dem Gesicht springt ... nee, das muß man nich ham! Einer, der was von seinem Fach versteht, läßt sich auch durch noch so blöde Nachfragen/Ideen nicht aus der Ruhe bringen. Und "geht nicht" kann ich schon mal garnicht hören. Ich muß nicht so ham, wie alle ham, sondern so, daß es für mich paßt. Dafür sind ja RICHTIGE Experten da.

Und wenn dir einer erzählen würde, der Putz, der immer noch an der Wand ist, wär' komplett falsch aufgebracht ("Hält zwar jetzt noch, ABER ...!"), da kann man doch eigentlich nur müde lächeln, oder?

Sächsische Grüße, P.



und



warum vermutest Du hinter dem ABER böse Absichten und willst Dir die Argumente nicht anhören ?
Die meisten Gewerke bauen nicht nur für eine Generation und da sind Haltbarkeiten von 5 Jahren kein Maßstab und was vorn gut aussieht, kann dahinter böse aussehen (Beispiel Dämmung und fehlende Dampfbremse). Vielleicht war Deine Erfahrung in den anderen Foren auch nur zu schlecht. Nun aber zu den Sachthemen ......



Hallo Patina und Olaf,



übrigens hängt mein ältester Außenputz schon seit 14 Jahren ... Gewährleistung müsste um sein ;-)

Ich hör mir immer gerne Argumente an und freu mich über neue Denkanstöße. Aber leider Gips Experten, die kollabieren, wenn sie merken, daß ihr Gegenüber das Wort BAUSTELLE buchstabieren kann. Als alleinerziehende Frau kann diese Wirkung sicher noch potenziert erlebt werden, da die herrschenden Vorurteile gigantisch sind ..

Das es auch anders geht, seh ich in diesem Forum (wo ich inzwischen schon voll im konkreten Geschehen bin) und an den beiden o.g. Handwerksmeistern, die ich kennengelernt hatte. Es ist mir schon bewusst, daß diese beiden für mich echte Glücksfälle waren, nachdem ich ein paar Dutzend Firmen aus besagten Gründen abgelehnt hatte ...

Viele Grüße



für Olaf:



Bis hier (fachwerk.de) hatte ich überhaupt noch keine "Forenerfahrungen":-)! Und ich persönlich hab kurz nach WENDE auch jemandem "Putz ans Haus geklatscht" - weil er weder Zeit noch Lust hatte, es selbst zu machen. Ich hatte beides - und ihm auch gesagt, daß ich außer der Bekanntschaft mit den Handwerkern an Omas Wohnhaus keinerlei Erfahrung habe in der Verputzerei. Er hats drauf ankommen lassen, das Zeug hängt heute noch dran (sind 18 Jahre eine angemessen lange Zeitspanne?), und ich weiß, daß es so funktionieren KANN, also würde ich es unter den gleichen Bedingungen genau wieder so machen. Nur NOCH schöner, natürlich!!!

Und so Feinheiten wie Dämmung und Dampfbremse - DAS würde ich auch anderen überlassen. Mir persönlich wäre es ohne so was lieber - das hängt aber natürlich von den jeweiligen Ansprüchen und unserer tollen Energieeinsparverordnung (tolles Wort für'n Galgenrätsel!) ab.

Wieder aufgetaute Grüße, P.