Erdung im Altbau

01.03.2016 CaptainBee



Hallo liebe Gemeinde,

nachdem sich langsam meine Abflussprobleme im Altbaukeller lösen (Bautrupp verlegt jetzt nagelneues DN150), wurde aber jetzt bei den Buddelarbeiten der klägliche rostige Rest eines Banderders mit ausgebuddelt. Kommentar der Kanalleute, jo, da müssen se jetzt nenn neuen Spiess im Keller setzen ... Toll

OK, mal kurz einen Überblick über unsere Situation bezüglich Erdung, Potenzialausgleich und Stromversorgung im allgemeinen.

Unsere Haupt-Stromversorgung befindet sich im Keller des Neubaus. Dort gibt es auch eine PAS, die mit einem Banderder nach irgendwohin im Boden verbunden ist. Dieser Keller gehört zu einem 50er Jahre Bau mit Verputzen Mauern und Beton/Estrichboden.

Von diesem Keller aus geht eine dicke Stromleitung abzweigend von Hauptverteiler mit Zähler, dicken Sicherungen Pipapo zusammen durch ein Leerrohr zusammen mit Heizung, Warmwasser etc. 4 Meter unterm Hof durch bis in den Keller im Altbau (dort wo wir wie in den vorhergehenden Postings mit Abwasser etc. zu kämpfen hatten, man erinnert sich bestimmt ;-) ).
Im dortigen Keller gibt es nun eine Unterverteilung, die diesen Altbauteil mit Strom versorgt. Der Keller ist ein Bruchsteinkeller mit Lehmboden, derzeit partiell für Kanalarbeiten etwas tiefer gelegt wurde

Wir haben keinerlei Blitzschutz, Antenne gibts keine auf dem Dach.

MUSS ich nun trotzdem im Altbau einen Erdspiess im Keller setzen und WAS würde dann da dran kommen ?

PEN wird ja in der Stromleitung an sich zusammengeführt.
Sollte zusätzlich ein Potenzialausgleich für die Gerätschaften wie Rohre und Wannen im Altbauteil separat oder zusammen abgeführt werden ?

Wäre ein solcher zusätzlicher Erdungspunkt eher schädlich oder eher nützlich ? Besser nochmal eine PAS im Altbaukeller setzen und diese an den dicken PEN mit anschliessen ?

Zusätzliche Erder sind eigentlich komplett ausgeschlossen, Fundamenterder klar, andere Tiefenerder ausserhalb des Hauses wüsst ich nicht wo ich die setzen soll.

Nochmal Zur Info : Das Haus ist ein Hofreite, die mit Torhaus verbunden ist, es handelt sich nicht um 2 wirklich getrennte Gebäude.

Danke schonmal für Tipps und Gruß



defekter Erder



"nachdem sich langsam meine Abflussprobleme im Altbaukeller lösen (Bautrupp verlegt jetzt nagelneues DN150)"

... wird das ein Hochhaus?

"PEN wird ja in der Stromleitung an sich zusammengeführt."

Nein!
Den PEN direkt nach der Übergabe, spätestens im Zählerschrank auftrennen und in der gesamten Installation nicht mehr verbinden.
Den PE auf kurzen Weg zur PAS. Diese an den Erder (höchstens 10 Ohm; beim Netzbetreiber nachfragen) anschließen.
Und im Haus bei Wechselstrom PE - N - L (dreiadrig) für alle Verbraucher durchführen. Bei Drehstrom PE - N - L1 - L2 - L3 (fünfadrig).
Alle Metallleitungen des Hauses an die PAS anschließen.



PE-N



Hi, Sorry, an dieser entscheidenden Stelle hab ich mich verschrieben PE und N werden an der dafür vorgesehen Stelle aufgetrennt, also führt wirklich nur ein dickes PE da rüber.

Zum Kanal : Ich nehm das was ich bekomm ;-)

Gruß