Dachverteiler oder Erdkabel?




Hallo allerseits,

wir wollen demnächst das Dach unseres Hauses erneuern (inkl. Dachstuhl).
Auf dem Dach befindet sich zurzeit ein Stromverteiler für drei Häuser, der ja für die Arbeiten vorübergehend entfernt werden müsste.
Weiß jemand, wie stark die Elektrosmogbelastung eines solchen Verteilers ist, insbesondere im Vergleich zum Erdkabel und haben wir ggf. eine Möglichkeit ein
Erdkabel zu beantrage und wir sieht das mit den Kosten aus?


Vielen Dank !

Gruß, Carlaemilia



Ist das sinnvoll?



Hallo Carlaemilia,

die Eindringtiefe des elektrischen Stroms bei einer Netzfrequenz von 50Hz liegt je nach Erdboden zwischen 150 und 1500m. Das bedeutet, dass ein Erdkabel in 1m Tiefe so gut wie gar nicht durch den Erdboden abgeschirmt wird - genausogut könnte es auf dem Erdboden liegen.

Da in diesen Kabeln sowohl der Hin- als auch der Rückstrom fließen, und die einzelnen Adern dicht nebeneinander liegen, ist das erzeugte elektromagnetische Feld sehr klein. Oder habt Ihr noch eine alte Freileitung, wo jede Ader einzeln getrennt gespannt ist?

Ich würde mir über Elektrosmog nicht den Kopf zerbrechen. Eher würde ich des besseren Anblicks wegen ein Erdkabel haben wollen.

Gruß

Wolfgang



zurzeit



sind das noch die alten getrennten Leitungen,
nach der Erneuerung des Daches kommt aber ein neuer Mast und dann soll wohl auch nur noch ein dickes Kabel angeschlossen werden. Das wird dann wohl hoffentlich besser sein.
Außerdem soll ein Breitbandkabel aufs Dach, wie ist das einzuschätzen?

Gruß,
Carlaemilia



Ich



würde mich erkundigen, was eine Umstellung auf Erdkabel kostet und die - falls bezahlbar - gleich mit erledigen. Sonst kommt unter Umständen in ein paar Jahren der Stromversorger von sich aus auf die Idee und man kann erst wieder das neue Dach ausbessern.

Manche Versorger stellen übrigens gleich von sich aus auf Erdkabel um, wenn man nur eine temporäre Verlegung des Dachständers beantragt (so erlebt bei der Energie AG in Oberösterreich).



Abschirmung



@Wolfgang: wenn die Isolierung in Ordnung ist kann sich der Strom doch nicht im Erdreich ausbreiten! Es geht hier auch nicht um Strom, sondern um elektr. und magn. Felder.
Ich wuerde Erdkabel immer bevorzugen, da die Belastung durch sog. Elektrosmog geringer ist als bei Freileitungen. Ausserdem hat man keine Probleme mehr mit Dachanschluessen und weniger Gefahr von Blitzeinschlag.
Dafuer muessen halt die Wanddurchfuehrungen abgedichtet werden.

Gruesse,
Stefan



Naja



"Dafuer muessen halt die Wanddurchfuehrungen abgedichtet werden."
Auch nur dann, wenn es irgendeine Form von Fundamentabdichtung gibt. Bei einem Ziegel- oder Bruchsteinfundament reicht es i.A. aus, die Durchführung mit Mörtel zu schließen.



Dachverteiler oder Erdkabel



Hier fragen Sie am besten Ihr Stromversorgungsunternehmen.
Die geben Ihnen Auskunft über Kosten und Möglichkeiten.
Das umstellen auf Erdkabel wird evtl. vom Stromversorger sogar befürwortet und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass dieser entwerder die gesamten Kosten oder ein Teil der Kosten übernimmt. Das aber beantwortet Ihnen das zuständige Versorgungsunternehmen.



Vielen Dank



für die Antworten!

Wir haben inzwischen mit unserem Stromversorger gesprochen und der meinte leider entgegen einiger Vermutungen, dass ein Erdkabel bis in die nächsten Jahrzehnte hinein nicht möglich wäre. Das gibt es nur für die Neubaugebiete, nicht aber für den alten Ortskern. Und von Kostenübernahme kann auch keine Rede sein, wir müssen alleine für die kurzfristige Umlegung für die Dacharbeiten 1500 Euro zahlen (laut erster mündlicher Info).
Das gefällt mir alles nicht so gut, aber was soll man machen?

Liebe Grüße Carlaemilia



Ach so,



im dicht(er) verbauten Gebiet ist das natürlich anders. Wenn da x Häuser betroffen sind und die ganze Straße aufgebaggert werden müsste ist der Versorger viel weniger willig als auf dem freien Land wo nur über ein paar Äcker gegraben werden muss.

Dann bleibt es wohl beim Dachständer. Ist eigentlich euer Dachgeschoss ausgebaut? Wenn nein würde ich mir über das elektrische Feld einer Feld- Wald- und Wiesenstromleitung keine großen Gedanken mehr machen.



Was das Erdkabel anbelangt



ist die Aussage des Stromversorgers eindeutig und nicht daran zu rütteln.
Die Kurzfristige Umlegung des Stromes für die Dauer der Dacharbeiten geht immer, egal wo; zu Latsen des Bauherrn.
Ich kenne ja die Gegebenheiten nicht, aber der Preis scheint mir ein Einheitspreis zu sein, denn wir hier unten im Süden zahlen in etwa das selbe. Wobei sich diese Kosten sehr schnell erhöhen können, wen ein kompletter Umbau notwendig ist, vor allem dann wenn ein Dachstuhl neu errichtet wird.
Da hilft nur eines, den Stromversorger auf die Baustelle holen und ein Angebot erstellen zu lassen.

Was den Elektrosmog anbelangt, gehen die Meinungen sehr weit auseinander, wenn Sie es genau wissen wollen, ist eine Messung vor Ort notwendig. Wenn Sie es als notwendig erachten, kann ich Ihnen gerne eine Empfehlung aussprechen.

Grüsse Thomas



Erdkabel



Hallo,
Du kannst auch mal bei der Kommune nachfragen.
Endverbraucher haben bei den Energieliefranten nichts zu melden. Real bestimmen die Kommunen, wann die Leitungen verbuddelt werden und ebenerdige Trafostationen installiert werden.
Hab´auch schon erlebt, daß die EnBW einen Trafomit großem Aufwand gewechslt hatte und die Gemeinde nach 6 Moanten eine neue Trafostation 50 m weiter ebenerdig installieren ließ.
Wenn ihr am Renovieren seid, sollte das Zählerfeld gleich für ein Erdkabel installiert sein.
Gruß Walter