Grundstückserwerb

02.11.2006



Hallo,
ich weiß, dass es nicht unbedingt in dieses Forum gehört, aber vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, wohin ich mich überhaupt mit meinem Problem wenden kann.
Ich möchte ein Grundstück kaufen, welches einer Erbengemeinschaft gehört. Laut Grundbuchamt (letzte Eintragung vor 1960) mehrere Leute Eigentümer, aber Nachforschungen haben nichts ergeben. Gemeinde und auch das Finanzamt Fehlanzeige. Wie kann ich das Grundstück erwerben? Ich freue mich über jeden Hinweis, denn ich weis einfach nicht mehr weiter.
Vielen Dank!!





Erst müssen alle Erben gefunden werden, wie, weiß ich nicht. Möglicherweise sind Einige davon schon verstorben und dann muss man deren Erben ermitteln. Hat man alle gefunden, müssen alle unter einen Hut gebracht, bzw. zum Notar geschleppt werden. Das klingt nicht nur schwierig, es ist es auch.
Gruß Jörg Steinhäuser



Grundstückserwerb



Hallo, man kann einen Brief an die Erbengemeinschaft richten und diesen beim Katasteramt abgeben. Dieses leitet dann den Brief an die Personen weiter, soweit sie auffindbar sind. da diese aber sicherlich auch Grundsteuer bezahlen haben die meistens einen Ansprechpartner. Ob sich die Erbengemeineschaft dann meldet, weiß man dann jedoch nicht verbindlich. Unsere Erfahrungen sind hierzu sehr positiv. Also nicht aufgeben, wenn es das "Traumgrundstück" ist.



alternativ können sie sich mit



einem erben einigen - will in einer erbengemeinschaft ein erbe den erlös aus dem ihm zustehenden anteil, wird zwangsweise eine erbauseinandersetzung durchgeführt. dann macht das gericht die arbeit. kann der erbe von den miterben nicht ausbezahlt werden, bei uneinigkeit oder nicht auffindbaren erben endet das dann regelmäßig in der zwangsvollstreckung. fallen natürlich ein paar gebühren an und weitere kosten, z.b. fürs wertgutachten. und zeit wirds auch brauchen.
das Grundbuch gibt im übrigen nur die richtige lage zum zeitpunkt 1960 an, sind danch beispielweise weitere erbfälle eingetreten, müssen die neuen besitzer ja nicht drin stehen - z.b. weil mans vergessen hat. änderungen erfolgen nun mal nur auf antrag.
den angang über die grundsteuer finde ich ansonsten auch am hoffnungsvollsten - irgendwer muss die bezahlen, sonst wäre längst zwangsvollstreckt worden durch die kommune.
ich habe auch von einer erbengemeinschaft gekauft (*schweiß-von-der-stirn-wisch* - 4 ältliche geschwister zamst mitredender ältlicher ehegatten) und habe mir erst mal einen weich gekocht....zum notartermin waren z.glück zwei durch vollmacht verteten, aber einer wollte mir doch da noch abspringen :-)))



Erben



Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten, aber bei mir liegt das Problem darin, dass ich trotz Nachforschungen keine Erben ermitteln kann, auch nicht im Finanzamt oder bei der Gemeinde, da keine Abgaben gezahlt werden müssen. Wie gehe ich da dann vor?



Kirche und Internet



Hallo Herr Wolf,

versuchen Sie es doch mal über die Taufbücher / Kirchenbücher der örtlichen Kirchengemeinde. Vielleicht finden Sie dort Hinweise zu Kindern oder Hochzeiten, die Sie weiterbringen. Und man findet erstaunlich viele Namen über Google. Ich bin jedes mal wieder aufs Neue überrascht, was man im Internet über manche Leute ausgraben kann.

Viel Erfolg!
Thomas Mispagel



EWA



ist das zauberwort: einwohnermeldeamtanfrage: die müssen ihnen auskunft über den verzugsort einer person geben. jeder ist zu so einer anfrage berechtigt
hin und wieder ist das melde(un)wesen hierzulande auch nützlich. hier geht man nicht verloren. alles archiviert auch seit der mittleren bronzezeit. in großen städten ist wegen der verwechslungsgefahr dazu auch ein geburtsdatum angeraten. von da ab können sie über jedes meldeamt weiterverfolgen. wenn der betreffende umzugfreudig ist, natürlich ein wenig arbeit. männer sind natürlich wegen der möglichen namensänderungene besser als frauen, sonst sind gegebenenfalls noch anfragen bei den personstandsregistern nötig.
wenn jemand untertauchen wollte, sind sie natürlich chancenlos, dann hilft nur noch ein detektiv.
wieso eigentlich keine grundsteuer? leben sie in einer steueroase?