WDVS ja oder nein ? (mal wieder)

14.08.2011



Hallo zusammen,

wir haben ein Haus, welches aus Ende der 60er Jahre aus Blähtonsteinen (Leichtbeton-Hohlblock) gebaut wurde.
Das Haus ist ein typisches Satteldach-EFH (48° Neigung) mit 2 Stockwerken und Keller.

Die Giebel sind verklinkert und der Blähtonstein ist 17,5 cm stark, gleich dahinter wurde der Klinker (mit 1-3 cm Luftschicht) ohner Hinterlüftung gesetzt. War bei den Häusern in der Art in unserer Gegend Standard und hat nicht zu Problemen geführt.

Die Traufen sind aus 30 cm Blähtonstein und verputzt.

Ferner sei noch zu erwähnen, dass das Haus eine Stahlbetondecke zwischen EG und OG hat. Das EG wird größtenteils mit FBH beheizt und sonst mit Heizkörper über eine Öl-Brennwertheizung.

Nachdem das Dach sowie der Fussboden (einschl. Kellerdecke) neu gedämmt wurde und jetzt die neuen Fenster folgen stellen wir uns die Frage, ob ein WDVS Sinn macht oder nicht.

Gemäß den Berechnungen unseres Energieberaters lohnt sich ein WDVS auf jeden Fall.

Nur wurden die Berechnungen halt nach Vorgaben der EnEv durchgeführt und ich fürchte, sie sind sehr theoretisch. Und je mehr ich in diesem Forum gestöbert habe desto mehr merke ich, dass die Berechnungen von vielen sehr kritisch gesehen werden.

Naja, jedenfalls habe ich mal eine eigene Rechnung angestellt, da vom Energieberater ein paar wichtige Dinge außen vor gestellt wurden. So habe ich das gesparte Geld verzinst, neben den WDVS-Kosten (welches ich allerdings durch einen Freund sehr günstig bekäme) noch die Kosten für die Ortgangverlängerung zugefügt sowie zusätzliche Malerkosten von ca. 6000 Euro alle 12 Jahre hinzugefügt und eine Ölpreissteigerung von 7% jährlich angenommen. Nunja, nach dieser Berechnung - die allerdings auch die Wärmebrücken wie Stahlbetondecke außen vor lässt - amortisiert sich das Ganze erst in 22 Jahren. Durch eine Betriebswirtschaftsbrille gesehen: ein Unternehmen würde nie in etwas investieren, was sich erst nach 22 Jahren amortisiert.

Nur bin ich ja Bauherr - und kein Unternehmen. Ich muss ja einfach sehen, dass eine nachträgliche Dämmung nie mehr so einfach möglich ist (Fenster werden neu eingebaut, Hof wird neu gepflastert - also neuer Tritt am Eingang...). Dann die Angst, das Haus oft neu Streichen zu müssen. Und man liest und hört viel von der kalten Abstrahlung einer Wand. Sprich, wahrscheinlich würde man auch mit höheren Temperaturen heizen müssen um eine ähnliche Behaglichkeit zu erhalten.

Das Ganze bringt mich in den Wahnsinn.

Daher erhoffe ich, hier noch ein paar Meinungen zu lesen, die mir bei der Entscheidung helfen können.





Hallo Herr Wendt,

Ihre Rechnung scheint, was die rein betriebswirtschaftliche Seite angeht, halbwegs zutreffend zu sein. In der Liste der "rentablen" Energieeinsparmaßnahmen kommt die Außenwanddämmung in der Tat nicht an der ersten Stelle.
Aber: Peak oil ist längst überschritten, 7 Prozent sind nach den meisten Meinungen sehr optimistisch. Und ein Haus ohne Wanddämmung ist ganz schnell einmal unverkäuflich, in 12 Jahren sowieso. Also: machen. Der Anstrich alle 12 Jahre ist nicht unbedingt nötig. Ich habe WDVS-Systeme mit grobem Silikatputz machen lassen, die nach 15 Jahren wie eine eins stehen, ohne Algen, ohne Dreck. Und mit Kalkputz (regelwidrig aber klasse) plus KEIMFarben-Anstrich reicht es wahrscheinlich für die nächsten 150 Jahre.
Der Detailarbeit solle man viel Aufmerksamkeit widmen und nicht "husch husch" arbeiten.
Fraglich ist, ob die Heizung danch noch wirtschaftlich arbeitet, eventuell andere Brennerdüse einbauen, Hocheffiziente Wilo-Pumpe und Strangregulierventile mit Differenzdruckregler einbauen. Das können alleine 15% des Ölverbrauchs sein. Außerde sollten Sie eine bedarfsgeführte Lüftung haben.

Viel Erfolg und Grüße vom Niederrhein





WDVS mit Kalkputz und Keim-Anstrich, vermutlich Purkristallat benötigt auch eine Zulassung .......
Nicht zu vergessen, die Oberste Geschoßdecke oder das Dach dämmen .



Moin Sebastian,



ich habe es auch getan.....rechnet sich bei uns eher in 25 Jahren, bei mir waren folgende Punkte ausschlaggebend:

- Die Fassade war sowieso fällig und hässlich.

- Das Haus hatte nur 12cm Wände.

- 4 Fenster-/Türöffnungen wurden verändert und hätten nicht unsichtbar angeglichen werden können.

- Günstige Finanzierung über KfW-Darlehen.

- Die Dämmung (16cm Cellulose +4cm HWP) bringt einiges an Schalldämpfung (Strasse an zwei Seiten).

- Unsere Region ist preisstabil d.h. ich sehe das Geld beim Verkauf auch wieder.

- Der Wohnkomfort ist sehr angenehm (wenn dir kalt ist, brauchst du nur ein paar Freunde einzuladen, statt die Heizung aufzudrehen...;-)

- Und last not least möchte ich den Kram nicht in 20 Jahren machen müssen, höchstens noch streichen.

Vielleicht hilft's ja bei der Entscheidungsfindung.

Gruss, Boris

P.S. Wie haben sich deine Heizkosten durch die bisherigen Massnahmen entwickelt? Mit der Fassade sparst du statistisch gesehen nochmal 11% vom "Rest".....



WDVS und Ueff - EnEV 2009 § 25



Rechnen Sie Ihre Umfassungsflächen mit dem Strahlungsangebot der Sonne und der Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile über Ueff.

Darauf aufbauend nehmen Sie "geringere Dämmstärken", die jedoch Wärmespeichernd sein sollten.
( z.Bsp. Holzfaser- Hanffaserdämmplatten )

Sie sind jedoch nach der EnEV 2009 Verpflichtet einen rechnerischen Nachweis zu erbingen. Dies geschieht im Zuge der EnEV 2009 § 25 Befreiungen.

Denn nach geltender Rechsprechung sind Modernisierungen
über 10 Jahre Amortisation unwirtschaftlich und müssen nicht ausgeführt werden.

Beispiel Mauerwek mit Ueff

Rohdichte 700 kg/cbm
d = 24 cm
Wärmeleitfähigkeit 0,30
U = 1,03

Ueff = 0,41 Süd
Ueff = 0,60 Ost/West
Ueff = 0,78 Nord

Quelle: http://www.konrad-fischer-info.de/7keff.htm





Danke schon einmal für die super Antworten

Unser Problem ist ja dass die derzeitige Fasssade zwar nicht so schön ist, dass man sie unbedingt erhalten müsste - wir aber ein verputztes Haus auch nicht schöner finden. Daneben hätten wir mit WDVS noch ein Problem mit einem auskragenden Balkon, den wir entweder entfernen oder aber dämmen (was oben aber fast unmöglich ist) müssen.

Es gäbe also nur zwei Gründe für die Fassade:
- Wirtschaftlichkeit
- Behaglichkeit durch weniger Kältestrahlung

Ich habe mal den Break-Even berechnet, wenn der Ölpreis jedes Jahr um 10% steigt. Dann würde sich das WDVS schon in 15 Jahren rechnen.

Wobei wie gesagt für eine solche Rechnung zu viele Faktoren für mich nicht berechenbar sind. Um noch ein paar Beispiele zu nennen: die Heizkörpernischen sind bereits gedämmt sowie dichtgemauert, da ist der U-Wert wieder besser. Und insgesamt wird heute ja immer das Haus energetisch als Gesamtes gesehen. Einige Räume bei uns sind und bleiben allerdings unbeheizt bzw. werden nur selten mal beheizt.



Balkon und Wärmebrücke



Sie können den Balkon mit einer Keramischen Bauteilbeschichtung gegen den Wärmefluss beschichten.

Es ist gängige Praxis, die sehr einfach ist.
Die Physikalischen Gesetze haben die Grosse Zahl der Fachhandwerker Szene noch nicht erreicht.

Anbei ein Firmenvideo über Reflexion und Dämmung
http://www.youtube.com/watch?v=FD5yoU2Zazc





Herr Grolms,

die physikalischen Gesetze sind schon bei vielen Fachwerkern anekommen.
An Hand Ihres kleinen Videos kann man nur leider nicht sicher beurteilen ob diese auch bei Ihnen angekommen sind.
Die stupide Aneinandereihung von Fachvokabular macht das nicht zwingend deutlich.

Fakten und Zahlen zu Ihren Thesen fehlen leider in Ihrem Video wie auch auf Ihrer WEB Seite.

Schwache Kür für einen der Energieberatung verkauft.

Grüße
Oliver Struve



die



Rechnerei bleibt eine Annahme:

zwischen 1991 und 2011 hat sich der Ölpreis vervierfacht !

1991 1L= 0,34 DM, 2011 > 0,60 € (kaufe kein Öl mehr, bitte mal aktuellen Preis bei 3000 L ergänzen!)

Wer garantiert, daß es weiterhin so "langsam" geht.



"Peak-oil längst überschritten"...



...nur der Beweis dafür fehlt!
-
Mal lesen: www.wahrheiten.org/blog/oel-luege/
-
"War bei Häusern in der Art in unserer Gegend Standard und hat nicht zu Problemen geführt."
-
Warum wollen Sie das ändern?
-
Zimmermeister Grolms, mit dem U-Wert-effektiv, zeigt einen sehr guten Weg auf.
Und wer weiß schon von der Rechtssprechung mit den
10 Jahren Amortisationszeit.
Da fällt so ein WDVS glatt durch!





Führt der Klimawandel auch nicht zu Problemen ?

Grüße





Nochmals vielen Dank für die weiteren Antworten.

Rein rechtlich betrachtet ist uns die EnEV relativ schnuppe. Ein WDVS würde für uns wenn aus den o.g. Gesichtspunkten in Frage kommen.

Die dünneren Giebelwände (sprich 17,5 cm Lecastein -> Leichtbetonstein mit Blähtonzusatz sowie 11 cm Klinker) sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Ich glaube, der Ueff ist aber bei dem Mauerwerk nicht wesentlich besser als der U-Wert.

Für sehr relevant halte ich neben dem U-Wert halt die Strahlungskälte der Wände sowie der Betondecke. Andererseits denke ich auch manchmal, dass die Wandflächen in den Haupträumen wie das Wohnzimmer relativ gering sind. Da haben wir sehr viel Fensterfläche bzw. dichtgemauerte Heizkörpernischen.

Ich weiss, dass es wohl kein "richtig" und "falsch" geben wird. Freue mich aber über die Diskussion sowie den Beiträgen die uns, aber auch anderen Leuten in ähnlicher Situation, durchaus behilflich sind.

Obwohl wir kein Fachwerkhaus haben, habe ich übrigens die Frage bewusst hier im Forum gestellt. Ich habe schon lange und viel hier gelesen und freue mich, dass hier viele Leute halt sehr unterschiedlich denken und sich nicht einfach nur auf die EnEV beziehen.



EnEV 2009 - EEG - EEWärmeG - EnEV DVO



Rechtlich betrachtet ist die EnEV 2009 eine Verordnung.

In Verbindung mit dem dem EEWärmeG Erneuerbare Energien Wärme Gesetz und dem EEG Erneuerebare Energien Gesetz, werden hier Rechtsgrundlagen geschaffen, die zudem noch Länderseitig, z. Bsp. in Baden-Württemberg in die EnEV DVO Energieeinsparungsverordnung Durchführungsverordnung greifen.

Daher ist die EnEV 2009 rechtlich bindend.

Zur Info, das Neue EEWärmeG 2011 ist seit April 2011 in Kraft getreten. Hier werden auch für Bestandbauten bindende Vorschriften sowie im Neubau, Nicht Wohngebäude und öffentliche Gebäude erlassen. Diese wirken sich auf die gültige EnEV 2009 aus.

Jedoch wird im Gesetz und in der Verordnung die Wirtschaftlichkeit betont. Wie zuvor beschrieben, ist eine Amortisation der Investition über 10 Jahre nach geltender Rechtsprechung unzumutbar und ist eine unbillige Härte.

Energieberater und Sachverständige sind rechtlich für die Vermögensschäden haftbar, indem Investitionen Unwirtschaftlich ausgeführt worden sind.





Danke für die Ausführungen zur EnEV, Herr Grolms. Ich glaube aber sie greift bei der Fassade nur, wenn wir eh an der Fassade etwas machen müssen. Wenn wir aber kein WDVS anbringen würden, bleibt die Fassade wie sie ist.

Aber egal was die EnEV vorschreibt so möchte ich mich lieber danach richten, was nach dem gesunden Menschenverstand Sinn macht. Nach EnEV zu berechnen ist "relativ" einfach machbar. Ein realistisches Bild zu erhalten, empfinde ich dagegen schwierig.

Spannend wäre einmal Statistiken zu sehen, wieviel weniger Häuser mit gedämmter Fassade im Vergleich zu Häusern verbrauchen, bei denen sie nicht gedämmt wurde. Aber ich fürchte, so einfach findet man die nicht. Zumal bei den Häusern mit WDVS dann oft das Haus rundum gedämmt wurde, eine neue Heizung verbaut wurde und die Bewohner nachdem sie so viel für Dämmung ausgegeben haben, auch noch ihr persönliches Heizverhalten anpassen.

Manchmal stelle ich mir auch die Frage, wie man auf die Zahl von ca. 25-30% Energieverlust allein durch die Fassade kommt, die man in vielen Werbeprospekten aber auch Fachbüchern liest. Ist dies eine statisch berechnete Prozentzahl oder ist das ein Schnitt, welcher aus Praxisuntersuchungen herrührt? Nur hat ein EFH auch ein anderes Verhältnis von Dach- zu Wandfläche, wie bspw. ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus in der Stadt.



Energieverlust in der Fassade - 20 -30 Prozent Heiz-Energieverlust



Der Energieverlust in der Fassade erfolgt in einer Phase direkt über die "Konvektionsheizung".
Da die Raumlufttemperatur höher ist wie die Oberflächentemperatur der Umfassungsflächen ergibt sich automatisch ein Tauwasserausfall an der Grenzschicht.

Dieses Wasser dringt in das Bauteil ein. Wasser ist ein guter Wärmeleiter.

Wir durchfeuchten regelmäßig mit der Konvektionsheizung während der Heizperiode unsere Bauteile.

Anders ist dies bei der Strahlungsheizung, die wir von unseren alten Baumeistern kennen - Die "Kachelofenwärme". Hier wird nicht die Luft erwärmt, sondern die Oberflächen. Hier gibt es keinen Tauwasserausfall in der sonstigen Größenordnung.

Nun zur Dämmung. Je stärker die klassische Dämmung (keine Wärmespeicherfähigkeit) ausgeführt wird umso mehr wird der Innenraum von der Aussenhülle entkoppelt.
Das Resultat ist ein Tauwasserausfall am Putz, der Farbe und dies entspricht sinngemäß einem nassen Pulli im Winter; der Wärmefluss wird vergrößert, wenn entsprechend Aussenluftströmungen vorhanden sind, umso mehr.

Das Resultat dieser Entkopplung zeigt sich mit Algenbewuchs und Schimmel an der Fassade, wobei heute schon irrsinniger Weise Fungizide in der Farbe mit rein gemischt werden, um vorerst die kommenden Schäden zu verzögern.

Die Zahlen des Heizenergieverlust ohne Dämmung mit 20 -30 Prozent sind realistisch, gehen meiner Einschätzung nach bis zu 50 Prozent und mehr, je nach Durchfeuchtung des Bauteils.

Und zum Schluss.
Ein trockenes Bauteil hat die vorgegebene Wärmespeicherfähigkeit und dies erreiche ich nur mit einer Strahlungsheizung jeglicher Art.





Das sind ja mal ganz neue Erkentnisse.

Auf welche zauberhafte Weise ein sporadisch beheizter Kachelofen der seine Wärme aus irgend einer Zimmerecke in den Raum strahlt und selbst die entfernst liegensten Ausenwandoberflächen besser und gleichmäßiger erwärmt als eine mit konstanter Temperatur durchlaufende Konvektionsheizung die genau an den Außenwänden montiert ist erklärt sich mir nicht.

Das die Raumlufttemperatur höher ist als die Oberflächentemperatur der Umfassungsflächen sollte eigent lich logisch sein.

Wenn hier an der Grenzschicht der Oberflächen Kondensat ausfallen soll müsste die Temperatur der Oberfläche unter der des Tupunktes liegen,
Wie soll das gehen? Haben Sie keine Taupunktabelle?

An der Grenzschicht fällt kein Kondensat aus Herr Grolms, dort stellt sich lediglich eine höhere rel. Luftfeuchte als im Raum ein.
Warum ist das so?
Die Grenzschicht (Luftschicht zwischen Raumluft und Wandoberfläche) ist schlicht und ereifend etwas kühler als die Raumluft.

Grüße
Oliver Struve



Keramischen Bauteilbeschichtung



@Peter Grolms
Gibt es zu der keramischen Bauteilbeschichtung eigentlich auch irgendwelche wissenschaftlichen Auseinandersetzungen?



Hüllflächenheizung



@Oliver Struve

Eine sporadische Temperierung reicht bei der Hüllflächenheizung (Strahlungsheizung) nicht aus.
Die Wärmespeicherfähigkeit der Umfassungsflächen muss "aufgetankt" sein. (Für jeden Baustoff gibt es die Kennzahlen der Wärmespeicherfähigkeit)

Anschließend wird nur noch die Heizenergie in den Raum gebracht um die "Wohlfühltemperatur" zu halten, die durch den Transmisionswärmeverlust (Energieverlust) der Umfassungsflächen bereitgestellt werden muss.

""Der Endenergieverbrauch (was gemessen wurde) einer Strahlungsheizung (Hüllflächenheizung) liegt im Neubau bei ca. 35 KWh/qm Jahr. Referenzen sind vorhanden. Das entspricht einem 3,5 Liter Öl Haus -
Ein Null Energie Haus kann durch Photovoltaik und Solarthermie mit der Strahlungsheizung erreicht werden""

Hierbei gilt, dass die Raumluft nicht erwärmt wird (bis auf einen kleinen Teil über Konvektion), sondern die Umfassungsflächen.
Je trockener das Bauteil ist, umsomehr kann es Wärme speichern. Dieser Zustand entspricht der natürlichen Ausgleichsfeuchte, der Baustoff Hersteller mit dem angegebenen U-Wert.





Na was denn nun?

...Kachelofen oder Wandheizung?



Strahlungsheizung



Wie wird dieses Kunststück denn vollbracht?
Stellen Sie in der Wohnung ein Hochvakuum her oder heben sie die Schwerkraft auf um Konvektion zu vermeiden?



Keramische Bauteilbeschichtungen - Referenzen



@Sebastian Wendt

Anbei eine kleine Referenzliste der wissenschaftlichen Auseinandersetzung - Ich möchte hier jedoch an dieser Stelle das Thema im Thread schließen und über das Thema nur per direkten Email Kontakt kommunizieren. Es geht hier um Geschäftliche Interessen.

Die Keramische Bauteilbeschichtung hat einen U-Wert von 0,052 mit einen zweifachen Anstrich.

Die Farbe erfüllt die ASHRAE 90.1

- Luftschall wird reduziert
- Heizenergie wird reduziert

"""Das Thema ist so einfach und dennoch so Komplex wie die Strahlungsheizung"""

Referenzen sind vorhanden mit der Keramischen Bauteilbeschichtung.
- US Air Force
- Toyota
- UPS
- New York - Zulassung im Wolkenkratzerbau
( Das ist die schärfste Bauzulassung der Welt)
- uvm.

- Brandschutz bis F 180



1.ASTM ( Amerikanische Gesellschaft für Materialprüfung)

-ASTM B177: Salzsprühnebel Korrosionstest, 450 Stunden (Bestanden)
-ASTM C177: Standardtest für Wärmedurchflussmessung und Wärmedurchleitungseigenschaften im Dauerzustand (Messgerät: abgeschirmte heiße Platte) (Bestanden)
-ASTM C236: Standardtest für thermische Leistung bei Bauteilen im Dauerzustand (abgeschirmter Hot- Box- Test um die R-Werte zu messen) (Bestanden)
-ASTM C411: Standardtest für Leistung von Hochtemperaturisolierung auf heißer Oberfläche (Bestanden)
-ASTM C1371: Standardtest zur Bestimmung der Strahlungsdichte von Materialien, gemessen mit tragbarem Emissometer bei annähernd Raumtemperatur (Bestanden)
-ASTM C1549: Standardtest zur Bestimmung der solaren Reflexion von Materialien bei Umgebungstemperatur, gemessen mit tragbarem Solar- Reflektometer (Bestanden)
-ASTM D412: Standardtest für vulkanisierten Gummi und thermoplastische Elastomerspannung, Spannungsstärke: 444 psi, E-Modulus 13,248 psi (Bestanden)
-ASTM D522: Standard Mandrel Bend Test für organische anhaftende Beschichtungen (Widerstandfähigkeit gegen Risse auf gummi- oder metallartigen Materialien / 1“ (25mm) Krümmung /1/4“ (96mm) Krümmung (Bestanden)
-ASTM D1653: Standardtest auf Wasserdampfdurchlässigkeit bei organischen Beschichtungsfilmen (Bestanden 3%)
-ASTM D1654: Standardtest zur Bewertung von gestrichenen oder beschichteten Probestücken die korrosiver Umgebung ausgesetzt sind durch 450 Stunden Salzsprühnebel (Bestanden 2000 Stunden)
-ASTM D3273-82T: Standardtest in der Klimakammer auf Widerstandsfähigkeit gegen Schimmelbildung auf der Oberfläche bei Innenbeschichtungen (Bestanden)
-ASTMD3274: Standardtest zur Bewertung des Grades der Oberflächenverunstaltung durch Pilz- oder Algenwachstum auf Erd- oder Schmutzansammlungen auf dem Beschichtungsfilm (Bestanden – Exzellent
-8 von möglichen 9)
-ASTM D3359: Standardtest zur Messung der Anhaftungsfähigkeit durch Klebebandtest (Bewertung 5B)
-ASTM D4060: Standardtest zur Messung der Abriebsfestigkeit von organischen Beschichtungen durch „Taber Abraser“ (Bestanden)
-ASTM D6904: Standardverfahren für Außenbeschichtungen auf Mauerwerk auf Widerstand gegen windgetriebenem Regen (3000 Durchgänge)
-ASTM D7088: Standardverfahren für Beschichtungen die unter der Erde auf Mauerwerk aufgebracht sind zur Feststellung der Widerstandsfähigkeit gegen hydrostatischen Druck (Bestanden)
-ASTM E84-89a: Standardtest für Baumaterialien bei Oberflächenverbrennung (Flammenindex „0“, Rauchindex „0“, Bewertung: Klasse „A“) (Bestanden
-„0“ Entwicklung)
-ASTM E90: Standardtest für die Verminderung von Luftschallübertragung bei Trennwänden (Bestanden)
-ASTM E96: Standardtest für die Wasserdampfweiterleitung von Materialien
-( Durchlässigkeitsrate durchschnittlich 8,8)
-ASTM E108: Standard Feuertest für Dachbeschichtungen (Bestanden)
-ASTM E413: Standard Einstufung der Geräuschübertragung (STC40)
-ASTM E514: Standardtest auf Widerstand gegen Wasserdurchlässigkeit oder Durchsickerung von windgetriebenem Regen bei Mauerwerk (Bestanden)
-ASTM E903-96: Standarduntersuchung der solaren Absorption und des Reflektionsvermögens von Materialien mit integrierten Kügelchen (Bestanden)
-ASTM E903-96: Wiederholungstest nach 4 Jahren (Bestanden)
-ASTM E1269: Standardtest zur Bestimmung der spezifischen Wärmekapazität durch Differenzial-Kalorimeter TPRL (Bestanden)
-ASTM E1461-92: Standardtest zur Wärmedurchlässigkeit von Feststoffen mit der Flash-Methode (Bestanden)
-ASTM E1737: Testmethode der J-Integral Eigenschaften auf Bruchfestigkeit (Bestanden)
-ASTM G53: UV-Strahlung, erhöhten Temperaturen und Feuchtigkeit ausgesetzt (Bestanden)



2.NASA
-NHB 8060.1B/C Test 1: Entflammbarkeitstest (“0” Verbrennen, Bewertung Klasse “A”) (Bestanden)
-NHB 8060.1 Test7: Giftige Abgase („K“ keine toxischen Abgase / „K“ Bewertung für Toxizität) (Bestanden)



3.ICC ( Internationales Richtlinienprogramm)
Dieser Rat bestätigt formell Zulassungen für:
BOCA (US-Bauvorschrift- und Richtlinienprogramm
-Sektion 723.2 Freiliegende Anlagen, Thermale Isolierung
- Sektion 723.3 Verdeckte Anlagen, Thermale Isolierung
- Sektion 803.2 Klassifizierung, Innenanstrich, 1998 Internationaler mechanischer Code
- Sektion 604.3 Beschichtungen und Verkleidungen

ICBO (Internationale Konferenz der Baubehörden)

SBCCI ( Southern Building Code Congress International)
- Bestanden ASTM E84 Flammenausbreitung
- Bestanden ASTM C411 Oberflächenverhalten bei hohen Temperaturen
- Sektion 803.2 Klassifizierung, Innenanstrich
- Bestanden ASTM C177 für Wärmeleitfähigkeit

4. ASHRAE (Amerikanische Gesellschaft der Heizungs-, Kühlungs- und Klimatechniker)
90.1
Richtlinienübereinstimmung („U“ Wert um das durchschnittliche Gewicht der Verarbeitungsfläche auf isolierten Wänden oder Dächern zu messen)


5.ECAP-CUL-1-03- Programm zur Hilfe bei Energieerhaltung
Standardmethode zum Vergleich des Energieverbrauchs in Standard Gebäuden
- FLORIDA: ECAP-Bericht
- DENVER: ECAP-Bericht
- TEXAS: Container ECAP-Bericht Houston



6. ENERGY STAR PROGRAM
Zugelassen und aufgenommen als Partner im Energiesparprogramm
- ASTM E 903-96 Reflexionsvermögen = 80%
- Nur um 1% verringertes Reflexionsvermögen nach 3 Jahr (3% nach 10 Jahren)
- ASTM C1371 und C1549 Solare Reflexion und thermische Emittanz



7. LEED (Leadership in Energy & Environmental Design)
- 1 Punkt für Nachhaltigkeit am Bau, 7.1 Hitzeinseleffekt nicht am Dach
- 1 Punkt für Nachhaltigkeit am Bau, 7.2 Hitzeinseleffekt am Dach
- 1 – 10 Punkte für Energie und Atmosphäre, 1 Optimierung der Energieleistung und Vermeidung von thermischen Brücken
- 1 Punkt für Umweltqualität in Räumen, 4.2 wenig emittierende Materialien –Farbe
- 5 Punkte für Innovation und Designfortschritt, 1.1 Innovation im Design
- Goldzertifikat von MBDC Cradle to Cradle
- LEED

8. DNV (Det Norske Veritas)
DNV Zertifizierung
- DNV Prüfung und Standard bestanden
- Zulassung für den Gebrauch in Salzwasser und im maritimen Bereich weltweit
- Entspricht nach Auffassung der DNV der SOLAS Übereinkunft von1974
- Material mit geringer Flammenausbreitung, es entstehen wenig Rauch und keine toxische Produkte im Feuer
- DNV Bestimmungen für Schiffe und mobile Offshore-Einheiten



9. FACTORY MUTUAL
- Factory Mutual Zulassung – Getestet und zugelassen für Dachbeschichtungen und alle anderen Anwendungen
- Superior Products International II, Inc. ist ein aktives Mitglied der NRCA (Nationale Gesellschaft der Dachbauer)



10. JISC (Japanisches Institut für Industrienormen)
- JIS A5759 Reflexion von Sonnenlicht auf Fenstern oder Beschichtungsfilm (Bestanden)
- Reflexionsquote 92,2 – Langwellen-Relexionsquote 99,5 (Infrarot) (Bestanden)
- Wiederholungstest nach 15 Jahren JIS R3106, solare Reflexion (Bestanden)



11. USDA ( US Landwirtschaftsministerium)
- Sicher für die Umwelt und für die Anwendung in der Nähe von Tieren
- Schriftliche Bestätigung des USDA, dass der Hersteller zugelassen ist


12. CHINESISCHES CENTER FÜR TECHNISCHE TESTS NICHT -METALLISCHER MATERIALIEN FÜR DEN SCHIFFSBAU, CHINESISCHE SCHIFFSBAU VEREINIGUNG
- Nationales Büro zur Inspektion der Technologien (97), Betätigung der Messung (National) Nr. (M0729) (Bestanden – 2000 Stunden)
- GB/T 1771-91 – Widerstand gegen Salzsprühnebel (2000 Stunden) (Bestanden)
- GB/T 1866-88 Manuelle Alterung (2000Stunden) (Bestanden)
- GB/T 10834-88 Widerstand gegen Salzwasser (1000 Stunden) (Bestanden)
- GB/T 5219-85 Anhaftung (Abreißmethode) (4,07 MPa)
- GB/T 1733-93 Eintauchen in kochendes Wasser (8 Stunden)


13. IMO (INTERNATIONALE MARITIME ORGANISATION)
- IMO A.653(16) – Flammenausbreitungstest an Bugschott, Wand- und Deckenverkleidung (Bestanden)



14. COUNCIL (RAT FÜR MARITIME SICHERHEIT)
- MSC.41 (64) – Entwicklung toxischer Gase geprüft mit farbmetrischen Gasdetektorröhren, entspricht allen Anforderungen bzgl. toxischen Gasen (Bestanden)

15. SCHALLSCHUTZ
- Schallreduzierung: STC (Schallübertragungskoeffizient) bewertet mit 48 – 51 durch ASTM E 90
- Der Stoughton Trailer Ultra Sound Test zeigt eine Reduzierung um 68%.
- Schalltests mit Heiß-Kaltluft und Brandschutz durch Dr. Pat Saulson
- Der Schall reduzierte sich durchschnittlich um 50,2%, durch den Anstrich der Innenwände eines Hauses

16. TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN
- Brandverhalten nach DIN 4102

17. UNIVERSITÄT INNSBRUCK / Fraunhofer Institut
- Reflexion, Transmission, Emissivität

18. Baustoffzulassung Ungarn als wärmereflektierendes Material.





Und wie dick tragen Sie den Kram auf?



Strahlungsheizung - Kachelofen oder Wandheizung - Elektrische Strahlungsheizung



@Oliver Struve
Die Strahlungsheizung funktioniert mit dem Kachelofen und der Wandheizung, zugleich besteht die Möglichkeit über eine elektrische Strahlungsheizung die Hüllflächenheizung zu betreiben.
Ein Vorteil der elektrischen Strahlungsheizung besteht darin, dass direkt die Heizenergie, abhängig von den Transmisionswärmeverlusten zugeführt wird.
Kundenseitig ist interessiert, das die Strahlungsheizung gegenüber der Konvektionsheizung Vorteile in der Heizenergie und Gesundheit bietet.

Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.





@Oliver Struve
Die Keramische Bauteilbeschichtung im Bereich der Umfassungsflächen und einem zweifachem Anstrich hat eine Trockenschichtstärke von 0,3 mm und erreicht eine vergleichbare Dämmstärke WLG 040 von 8 - 12 cm Dämmung.

Mit der Beschichtung können in der Konventionellen Gebäude Modernisierung Anschlussstellen im Bereich der "schwierigen" Wärmebrücken (Anschlußstellen) einfach überstrichen werden um den Wärmefluss zu reduzieren.

Anwendungsbeispiele ausserhalb der Gebäudehülle (Altbau, Denkmal, Fachwerk usw.)

Kellerdecken mit sonstigen Dämmstoffen WLG 040 und 8 - 12 cm Stärke, werden mit der Bauteilbeschichtung erreicht.

Gemäß EnEV 2009 wird Ende 2011 gefordert, oberste begehbare Geschossdecken zu Dämmen. Hier kann mit der Bauteilbeschichtung in Abwägung der Kosten/Nutzen Analyse die Keramische Bauteilbeschichtung interessant werden.





Ist hier eigentlich Märchenstunde ?

Grüße



Warum Märchenstunde?



Vielleicht befasst man sich wirklich zu lange mit dem
Durchschnittlichen!
Er schreibt:
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand,
das Außergewöhnliche ihren Wert."
Vielleicht hat er ja wirklich was Außergewöhnliches!





Er verrät das Außergewöhnliche in diesem Zusammenhang aber leider nicht ;-(
Es gibt aber auch viele außergewöhnliche Märchen
;-)



das hört sich ganz nach



Weltraumfarbe an, das gabs schon mal.
Das Zeug fasziniert mich, es ist mir schleierhaft, wie ein Material mit einer WLG von 052 8-12 cm Dämmstärke mit WLG 040 ersetzen kann und das mit 0,3 mm Schichtstärke :-)

Abenteuerlich, meiner Ansicht nach, ach ja...viele Institute sind aufgeführt aber kein DIBT Berlin!
Gibt keine Bauaufsichtliche Zulassung?

Das Material wirft mehr Fragen auf als es Antworten gibt.

Grüsse



Reflexion oder Dämmung - Rettungsfolie oder dicker Pulli



@Th. Kehle
Das ganze "Geheimnis" ist sehr einfach zu beschreiben. Wärme ist eine Frequenz (Schwingung) im Spektrum des Infraroten Lichts zu betrachten.

Die Wärme kann reflektiert werden (Thermokannen Prinzip - Rettungsfolie) hier wird die Wärme ins Bauteil zurückgeführt, zu 92 Prozent.

Oder über den Faktor "Zeit x Dämmstärke" = Dämmung beeinflusst werden.
Und diese Wärme geht definitiv, ob langsam oder schnell verloren.

Hier stellt sich der Kosten/Nutzen Faktor.

Die klassischen Dämmstoffe werden mit hohem energetischen Aufwand produziert und sind in der Entsorgung "Sondermüll".

Im Vergleich zu der Umweltfreundlichen und zum Teil mit regenerativen Energien hergestellten Keramischen Bauteilbeschichtung.



Wollen wir doch mal bitte die Kirche im Dorf lassen,



Was die Wandheizung und den Kachelofen anbelangt stimme ich ja weitgehend mit Ihnen überein, aber Ihre Beschichtung, die vorwiegend im Brandschutz eingesetzt wird, mir als Superdämmung verkaufen zu wollen na ja....was soll ich da sagen?

Was die "klassischen" Dämmstoffe anbelangt, nicht alle sind bei der Entsorgung Sondermüll, diese Aussage ist doch viel zu einseitig.
Und ich wage es zu bezweifeln, das Ihre Beschichtung bei Entsorgung kein Sondermüll sein soll.
Genauso wenig glaube ich, dass eine keramische Beschichtung diffussionsoffen ist, eine solche Beschichtung lässt das Mauerwerk genauso absaufen wie diverse syntetische Dämmungen.

Masse und vernünftige Materialauswahl sind der Schlüssel zum Erfolg und nicht irgendweilche Wundermittel die mehr versprechen als sie halten.
Oder werden in Zukunft ungedämmte Dachstühle nur noch mit keramischer Beschichtung versehen?

Wenn kein Strahlungskörper vorhanden ist, der die Wärme speichert und abgibt, dann hilft wohl auch eine keramische Beschichtung.

Das nächste Zauberwort....bauaufsichtliche Zulassung für Deutschland....gibt eine solche?

Ich will Ihnen bestimmt nicht zu nahe treten, aber das Thema mit der Weltraumfarbe haben wir in unserer Gegend schon durch......

Aber wir kommen schon wieder vom Kernthema ab, ob sich bei Herr Wendt ein WDVS rechnet kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, aber Sie dürfen sich gerne bei uns melden.

Grüsse Thomas



Butter bei die Fische



Sehr geehrter Herr Grolms ,

Sie schreiben:
>>>das die zweifache Keramische Bauteilbeschichtung eine Trockenschichtstärke von 0,3 mm hat und so eine Dämmungwirkung, vergleichbar mit Dämmstärken von 8- 10 cm bei Dämmstoffen mit einer WLG 040 erreicht .<<<

Weiter schreiben Sie:

>>>Die Keramische Bauteilbeschichtung hat einen U-Wert von 0,052 mit einen zweifachen Anstrich.<<<

Der U-Wert, das ABC eines Energieberater, ist der Wärmedurchgangskoeffizient und der beschreibt den Wärmedurchgang in Watt der durch ein Bauteil mit einer klar deffinirten dicke, bei einer Fläche von 1m² in der Zeit einer Sekunde und bei einer Temperaturdifferenz von 1°Kelvin auf beiden Seiten stattfindet.

Was Sie mit 0,052 bezeichnen ist nicht der U-Wert sondern der Lamda Wert, die Wärmeleitfähigkeit, und die wird in Watt je Kelvin und Meter angegeben und aus dieser kann dann der U-Wert einzelner Bauteilschichten errechnet werden.

Bei Ihrem Beispiel käme dann ein U-Wert (0,052 : 0,0003) von 173,33 raus.

Das ist recht beachtlich, nur fordert die EnEV eben keinen U-Wert unterhalb 240, nein, die Null muß ganz nach vorne und hinter die Null dann ein Komma.
So hier 0,24

Fangen Sie schon mal an das Keramische Voodoozeugs aufzuspachteln, Sie bräuchten um die EnEV eizuhalten mehr als 20 cm Schichtdicke.

Das hat weder Wert noch Bestand.

Grüße
Oliver Struve



Beschichtung



Ich würde gern mal wissen wie das Zeug denn nun eigentlich wirkt.
Die auf den ersten Blick beeindruckende Liste der Prüfungen sagt darüber nichts aus sie ist allenfalls erheiternd. Nehmen wir mal die Prüfung ASTM C1371 "Zur Bestimmung der solaren Reflexion von Materialien bei Umgebungstemperatur, gemessen mit tragbarem Solar- Reflektometer" und dann steht dahinter "bestanden".
Wie witzig.
Wieviel ist denn nun gemessen worden? Wieviel ist das im Vergleich zu Referenzoberflächen? Irgeneinen Sollwert der einzuhalten ist kann es nicht geben, wenn dann möchte ich wissen für was der festgelegt wurde.
Da gibt es noch so einen aufgeführten und bestandenen Test zur Bestimmung der spezifischen Wärmekapazität (ASTM C1371).
Was bestanden? Die Bestimmung?
Da fühle im mich schon ein wenig veräppelt. Außerdem, wen interessiert die spezifische Wärmekapazität einer Farbe?
Lassen wird das.

Wenn das Zeug Infrarotstrahlung reflektiert (das machen alle einigermaßen ebenen und nicht tiefschwarzen Oberflächen), dann frage ich mich in welche Richtung.

Nur nach innen, in die Wand zurück?
Wie soll das bei einer Farbe funktionieren?
Die reflektierenden Teilchen die wahrscheinlich in der Farbe als Suspension herumschwimmen wissen nicht, das sie sich vor dem Trockenen auf der Wand so ausrichten sollen, das nur Strahlung nach innen, also im definierten Winkel von 90° zur Wandoberfläche reflektiert wird. Das ergäbe dann so eine Art Infrarotdiode, die Wärme als Strahlung in eine Richtung durchläßt und in der anderen Richtung reflektiert. Sonnenschutzfolien und speziell beschichtete Fenstergläser können das. Wie das mit Farbe funktionieren soll ist mir schleierhaft. Wenn ich den Pinsel in der falschen Richtung streiche dann polt sich der Wärmestrom um oder wie soll das funktionieren?
Selbst wenn das so wäre: Im äußeren Bereich würde sich das Wandmaterial durch die Reflexion etwas aufheizen, damit auch die (gegen Wärmeleitung) nicht dämmende Farbe. Ergebnis: Die etwas wärmere Wandoberfläche gibt durch die dann erhöhte Konvektion die Wärme an die Außenwelt ab. Effekt gleich 0.

Wenn ich die Farbe "falsch rum" aufstreiche dann könnte das einen Effekt geben: Jetzt wird nicht die von innen kommende Strahlung zurück nach innen reflektiert, sondern die von außen einfallende Sonnenstrahlung. Das wäre eine ideale Beschichtung für heiße Gegenden. Nachts kühlen die Wände durch Abstrahlung aus, tagsüber wird die einfallende Sonnenstrahlung reflektiert. Ganz Florida wäre heute damit angepinselt wenn das funktionieren würde. Aber vielleicht sind die Floridaner zu blöd zum Streichen und halten den Pinsel verkehrt rum.

Zweite, wahrscheinlichere Möglichkeit: Die wundersamen Teilchen können sich nicht ausrichten und reflektieren nach allen Seiten einfallende Wärmestrahlung. Nur ein Bruchteil der aus der wärmeren Wand emittierten Strahlenmenge wird wieder im gleichen Einfallswinkel zurückgeworfen, der Rest wird gestreut bzw. nach außen abgestrahlt. Dafür wird auch ein großer Teil der solaren Wärmestrahlung gestreut und reflektiert. Dann wäre das eher was zum Kühlen als zum Heizen, denn die Menge der reflektierten solaren Strahlung wird ungleich höher sein als die aus dem Wandinneren reflektierte. Der Wärmeverlust an der Oberfläche durch Konvektion ist der gleiche geblieben.
Ergebnis. 0 bzw. negativ.
Aber dafür hat der Nutzer die Gewißheit, das die eingesetzte Wunderfarbe als Innenanstrich! 50,2% des Schalls reduziert (sagt Dr. Pat Saulson). Nur das bei Innenanstrich das dann nix wird mit der Strahlungsheizung und den erwärmten Bauteiloberflächen und der Dämmung...

Viele Grüße

p.s. Warum gibt es eigentlich keine T-shirts aus Rettungsfolie? Spart den Pulli.





Hallo Herr Grolms ich hätte gerne die vorliegenden Referenzen der US-Airforce und die Zulassung zum New-Yorker Wolkenkratzerbau gesehen.

Wie nennt sich das Produkt genau?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Nochmal kurz wieder ab von der keramischen Beschichtung. Da die Gewerke vorangehen müssen und morgen das Aufmaß für die Fenster gemacht wird, muss ich heute noch eine Entscheidung für oder gegen das WDVS treffen. Nach den meisten Antworten hier tendiere ich eher dazu, dieses zu machen da ich Angst habe, viel Geld für die Sanierung zu investieren und dann ein Haus zu haben, dass energetisch zu teuer ist.
Wenn jemand dazu noch andere Meinungen hat, mir noch Tips zu Berechnung geben kann würde ich mich freuen.





Stellen Sie doch mal die Wirtschaftlichkeitsberechnung Ihres Energieberaters hier ein.

Grüe
Oliver Struve



Der Zeitpunkt des Aufmaßes...



...der Fenster ist wichtiger als Tausende von Euros?
Warum lassen Sie sich treiben?
Warum lassen Sie sich nicht etwas mehr Zeit!





@ Oliver Struve
Gerne kann ich die Berechnung des Energieberaters einscannen. Das WDVS wird nur als Teilbereich in dem Gutachten aufgeführt. Aber das schaffe ich heute nicht, da ich keinen Scanner habe.

@Christoph Jaskulski
Auch wenn ich das jetzt hier erst ins Forum gestellt habe, so habe ich nicht erst seit ein paar Tagen angefangen darüber nachzudenken. Irgendwann muss man halt eine Entscheidung treffen. Und ich bezweifel, dass ich selbst wenn ich 2 Monate warten würde nicht schlauer sein werde. Bei einem anderen Energieberater würde ich wahrscheinlich ein ähnliches Ergebnis erhalten. Aber nachdem mich das Gutachten 350 € gekostet hat (+Bafa Zuschuss) möchte ich auch nicht noch eins machen lassen. Vom Gutachten bin ich eh ein wenig enttäuscht da es für mich viel Standardtext mit Standardberechnungen (ausgefüllt mit den individuellen Daten) ist. Nichts, was ich nicht auch selbst hätte hinbekommen.





Hallo zusammen,

wir haben uns jetzt für ein WDVS entschieden. Ob wir die Investitions- und Wartungskosten je wieder einsparen wissen wir nicht und werden es wohl auch nie beurteilen können (da wir ja Dach, Fussboden usw. auch mit dämmen).

Wir haben versucht, uns einfach auf unser Bauchgefühl zu verlassen. Und das sagt uns, dass wir uns so lange damit beschäftigt haben und hin und her geschwankt sind, dass wir uns vielleicht ärgern würden wenn wir es nciht machen. Aúßerdem können so die Rhäßlichen Rollädenkästen überputzt werden und mit den gedämmten Außenwänden kommt auch in den Räumen ohne FBH jetzt auch die Wandheizung in Betracht.



gerade



die Rolladenkästen, soweit sie auf und nicht vor dem Fenster sitzen, sind eine Wärmebrücke...... und winddicht sind sie auch selten.





Danke. Die Rollädenkästen sitzen vor dem Fenster und werden dann überputzt. Wir nehmen 16cm WDVS - da sind die Kästen glücklicherweise noch etwas kleiner.