Spalten zwischen Holz und Gefach

14.02.2008


Hallo, ich habe große Probleme mit Wassereintritt durch die Spalten zwischen Holz und Gefach. Die Giebelwand des Fachwerkhauses,1780, ist exakt die Wetterseite, so daß bei heftigem Regen mit kräftigem Wind das Wasser durch diese Spalten ins Haus gedrückt wird. Die Gefache wurden vor 15 Jahren neu mit Porotonziegelsteinen ausgemauert und mit Kalk- oder Kalkzementputz ? verputzt. Wie kann ich jetzt die Spalten schließen, dass auf der einen Seite das Wasser draußen bleibt, auf der anderen Seite aber das Holz noch arbeiten und atmen kann? Wer hat einen fachlichen Rat für mich? Danke!



Wetterschutzschirm



Sehr geehrter Herr Plock,
das hört sich für mich so an, als ob eine vorgehängte Wetterschutzfassade die einzig sinnvolle Lösung ist. Das bedeutet Verzicht aus Sichtfachwerk, da sonst Schäden mittelfristig nahezu unvermeidbar sind. Der Wetterschutz ließe sich z. B. über hinterlüftete Bretterfassaden, Schieferschirme, evtl. falls regional typisch Dachziegelbekleidungen usw erreichen. In diesem Zusammenhang müssen Sie sich dann auch mit den Anforderungen der EnEv auseinandersetzen.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



ENEV in diesem Zusdammenhang ...



verstehe ich nicht.

Herrn Arnold kann ich jedoch nur zustimmen.
Das einzig vernünftige hier wäre auf der Schlagwetterseite eine Vorsatzschale als Wetterschutz zu installieren.

Jedoch versteh ich in diesem Uzusammenhang den Verweis auf die ENEV nicht, wenn lediglich ein Wetterschutz angebracht wird? Es wäre nett, wenn Sie Herr Arnold dazu eine kurze Anmerkung machen würden, in wieweit die ENEV hier von Bedeutung wird.

Danke und alles Gute
Oliver Föllmer



Auch bei....



...unserem Haus haben die Vorbesitzer auf die wetterseitige Giebelwand eine Vorsatzschale (aus Lärche, hinterlüftet) angebracht. Scheint mir auch die einzig sinnvolle Lösung zu sein, denn wenn es Regnet, dann mit Sicherheit gegen diese Giebelseite.
Vermute mal, dass es bei euch nicht anders ist!

Bei uns passierte das leider ein wenig zu spät, denn dass Fachwerk ist auf dieser Seite stark geschädigt und "harrt" nun der Restauration (hab teilweise ja schon begonnen).

Ich denke, da sollte man, wie Ulrich Arnold auch schreibt, im Sinne des Substanzerhalts auf das Sichtfachwerk verzichten.

Sollte der Denkmalschutz beteiligt sein, sind deine Probleme mit der Wand, Michael, Argumentationsgrundlage genug.

Ob nun Lärche oder Ziegel, ist aus meiner Warte eher Geschmackssache (wenn beteiligt, vorher Denkmalamt fragen. Müsste dann eh vor Beginn beantragt werden).
Ich habe geplant das Ganze mittelfristig durch Ziegel (Kremper) zu ersetzen.

Grüße aus Nordhessen
Martin



Eine Vorhangfassade



ist wohl die einfachste und sicherste Lösung. Auch lässt sich hier gleichzeitig eine Wärmedämmung installieren.
Sollte das nicht machbar sein, bleibt nur der Einsatz eines schlagregensicheren Fugenbandes. Das dürfte den Wassereintrag wesentlich reduzieren.
MfG
dasMaurer



EnEV



Meiner Kenntnis nach fordert auch die EnEV 2007, dass wenn mehr als 20 % einer Fläche verputzt, oder bekleidet werden, die Bauteilanforderungen eingehalten werden müssen. das bedeutet dann wohl Dämm-Maßnahmen. Natürlich kann man Abweichungen oder Befreiungen diskutieren. Grundsätzlich ist die Energieeinsparverordnung erst einmal bindend, genauso wie die Straßenverkehrsordnung usw.
Es geht mir nicht um Sinn und Unsinn von Maßnahmen und Vorschriften, aber die "Spielregeln" sollten dargestellt werden. Befreiungen und Abweichungen wären dann wieder konform zu den Spielregeln. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold




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