Temperierung nach Großeschmidt

08.01.2004


Guten Tag,

als Bauherr plane ich gerade meinen Neubau der eine Temperierung nach Großeschmidt erhalten soll.
Welcher Bauherr hat in diesem Zusammenhang eine Ausnahme nach §16 Abs. 2 (erreichen der Ziele durch andere Maßnahmen) der EnEv erwirkt.
Bin dankbar über jede Erfahrung bezüglich dieses Themas.

Vielen Dank für ihre Antworten.

Mit Besten Grüßen, Uwe Hoffmann



Vernünftige Außenhülle!



Ist in der Planung schon mit einem guten Wärmedämmstein für Wandstärken 37,5 geplant und auch bgebaut worden, dann sollte dies für die Wärmeschutzverordnung mit einem vernünftigen Außenputz und einer eventuell innenliegenden Wandflächenheizung und diese in Lehm verputzt (ca. 4 cm Putzstärke) hinreichend Genüge tun. Dann noch eine gute "Mütze", d.h. eine vernünftige Vollsparrendämmung mit einer guten Winddichtung versehen, ist man bei einem sehr gut funktionierendem Baukörper, welcher auch klimatisch gut funktioniert. Doch unsere Planungskollegen in dieser Commuinity wissen dazu bestimmt noch bessere Detail's, als wir die Praktiker, die den Planungsvorgaben meistens folgen müssen. Also ran meine Mitstreiter! Grüße zum sehr späten Feierabend vom Lausitzer LehmWerk



EnEV



Guten Morgen Herr Hoffmann,

die Ausnahmeregelung (heute § 16(2) EnEV) gibt es ja schon seit der ersten Fassung der WSchVO 1978. Dadurch, daß heute aber nicht mehr nur auf Transmissions- und Lüftungswärmeverluste abgestellt wird, sondern daß in einem Energiebilanzverfahren ein geringer Primärenergieverbrauch nachgewiesen wird, ist auch schon der theoretische Anwendungsbereich des Ausnahmeparagrafen auf fast Null geschrumpft. Es kmomt also nicht auf die Dämmung alleine an.
Und an der Dämmung zu sparen, weil Bauteiltemperierung angestrebt wird, halte ich für ein schlechtes Konzept. Beides zu machen geht gut zusammen. Also keine Angst vor der EnEV ! Richtig damit umgegangen, z.B. durch massiven Einsatz von Solarenergie, eröffnet sie dem kreativen Sachverständigen ganz neue perspektiven. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht ? Gerade die niedrigen Vorlauftemperaturen bei der Bauteiltemperierung weiten den Einsatzbereich der Solarenergie auf die Übergangsjahreszeiten aus, ohne daß es eines gewaltigen Speichers bedarf.
Viel Spaß und einen erfolgreichen beginn



Irgendwie versteh ich es nicht



Mit dem Thema Solarenergie hab ich mich ja schon bis zum erbrechen beschäftigt. Und je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr bin ich vom vollkommenen Unsinn der Solarhysterie überzeugt. Alle die da mehr drüber wissen wollen sollten mal unter www.solarkritik.de nachlesen.

Herr Beckmann, nehmen Sie es mir nicht übel. Aber soweit ich als Leie informiert bin wird mit einer Solaranlage kein Heizungswasser, sondern Warmwasser, also Brauchwasser im Sinnen von Waschen, Baden etc. erzeugt.

Was soll dann eine Solaranlage also für einen Nutzen haben. Von der Ökobilanz und den Kosten mal ganz abgesehen. Kritiker errechen eine Kosteneinsaprung von 50 - 100? an Warmwassererzeugungskosten pro Jahr.

Also jetzt mal Butter bei die Fische. Macht eine Solaranlage nun Duschwasser oder Heizungswasser? Ich denke wenn eine Solaranlage auch Heizungswasser machen kann, dann müsste die, damit die in den kalten Monaten überhaupt noch was bringt schon richtig dick ausgelegt und somit verdammt teuer werden. Oder täusche ich mich da?

Ich lasse mich gern eines besseren belehren. Aber nur mit nachprüfbaren Fakten.

Viele Grüße aus dem Westerwald



Großeschmidt Erfahrungen?



Hallo Herr Hoffmann,

haben Sie mittlerweile Erfahrungen mit dem System?
Bei mir wurde grade ein solches System eingebaut und funktioniert derzeit hinten und vorne nicht.
Wäre dringend an Ihren Erfahrungsberichten interessiert!

VG
Peter Gschwandtner



Wandheizung nach Großeschmidt



Hallo an alle Bauleute

Wer kann mir bitte bei der Berechnung meiner Wandheizung nach Großeschmidt helfen?
Die von mir gefundenen Formeln zur Berechnung der Rohrlängen sind etwas verwirrend. Ich habe versucht ein System zu finden.

1. Großeschmidt schreibt in den „Fallbeispielen“ von
1994 unter minimal Lösung das 2 Stück 18er Cu Rohre pro
Außenwand ausreichend sind.

2. zwei Seiten weiter kommt er zu dem Ergebnis von 15 W/m

3. Gerner kommt auf 30 W/m für Wohnräume

4. Großeschmidt schreibt in „Das temperierte Haus“ von 2007
auf Seite 111 Punkt 4 „ Wohnnutzung 10-15 Watt pro m³
umbautem Raum.

5. Im gleichen Artikel Seite 15 Punkt 7 über Minimalbeispiel
“Alf Lechner Museum“ steht ein Energiebedarf von 15KWh
pro m³ umbauter Raum.

6. auf Seite 17 in der Tabelle „Wärmebedarf Q bei
Wandheizungen“ steht: Bei Raumtemperaturen von 19-21°C
laut Beispiel, Ziegelwand 50cm Stärke, Raumhöhe 3m
ermittelt er einen Wärmebedarf von 84W/m. Leider steht
nicht ob das m Außenwand oder Gesamtwandfläche ist.
Es kann laufender Meter sein oder aber auch m² gemeint
sein???

7. auf gleicher Seite steht auch:
„Wärmeleistung Kupfer-Doppelrohr 18mm leistet bei einer
mittleren Wassertemperatur von 60°C=100W/m
d.h. ein Rohr 18 mm hat Wärmeleistung von 50W/m
ein Rohr 15 mm hat Wärmeleistung von 42W/m


Nach meinem Verständnis ergibt sich also „Bei Raumtemperaturen von 19-21°C laut Beispiel, Ziegelwand 50cm Stärke, Raumhöhe 3m ermittelt er einen Wärmebedarf von 84W/m.“
Das bedeutet „das 2 Stück 18er Cu Rohre pro Außenwand ausreichend sind.“
Da“ ein Rohr 18 mm Wärmeleistung von 50W/m hat“
Also gesamt 100W/m bei geforderten 84W/m.

Ich habe eine Natur Kalkstein Mauer von 60cm Stärke und eine Zimmer-Höhe von 2.80m,
dann hätte ich einen = Bedarf sollte 74W/m
Wenn ich dazu noch Kupfer Rohre mit 15mm verwende, Wärmeleistung von 42W/m.
So komme ich mit zwei Rohren aus = 84W.
Das alles gerechnet bei 60°C. Diese Temperatur erscheint mir recht hoch. Ich würde 40°C bevorzugen. Das sollte einen Bedarf von 50W/m ergeben.

Ich baue ein recht langes Haus von 20m Länge und der Heizkessel steht am Anfang. Daher beziehe ich meine Grundrechnung auf ein mittleres Zimmer.
Dieses Zimmer hat 11m² und ist 2.8m hoch. Die Außenwand ist 2.6m lang. Das sind 30m³x 15W/m³ = 450W
Bei der Verlegung von 15er Cu Rohren(42W) wehren das 11m Rohr.
Zimmer als Einzelschleifen, Zuleitung (2x4m) im Sockel dicht über einander entlang der Zwischenwand bis zur Außenwand. Dort Schleifen Fensterbrett,Wand und im Sockel
zurück.(gesamt 6m). Dann komme ich so wahrscheinlich auf eine, etwas niedrigere Temperaturen oder eben geringere Heizzeiten.
Bei den Zimmer weiter weg (vom Grundrechnungspunkt, Mitte Haus) würde ich 10% Rohrlänge dazu geben.
Bei den Zimmern näher zum Kessel 10% Rohrlänge weniger verwenden.

Mein Stahl-Kessel ist für Holz und Steinkohle, parallel schalte ich noch eine Elektroheizung für Nachtstrom. Ebenfalls aus Stahl.
Alles läuft über Umwälzpumpe Grundfos Alpha 2. im geschlossenen System mit 2Atü.
Die Heizschleifen sind aus Kupfer-Rohren.
Deswegen galvanische Trennung der Metalle durch armierte Plastikrohre für die Stränge. Im langen Korridor werde ich die Stränge in PU Material verlegen.
Vom Kessel weg 1“ in der Hälfte runter auf ¾“ und die einzelnen Schleifen in ½“ also 15er Cu Rohr.

Ich würde mich freuen eure Meinungen zu hören.
Danke Reinhard Links



Wandheizung



Hallo,

zwei Hinweise:
1. schreiben Sie bitte einen neuen thread mit der Funktion "neue frage stellen", links im braunen Fenster.

2. wenns geht, etwas kürzer.

Es macht sich bei den Antworten bestimmt bezahlt.

Grüße vom Niederrhein



Heizung noch Großeschmidt



Danke das Kästchen habe ich dann auch gefunden. Ich bin halt noch Lehrling im Forum.