EnEv bei Hauskauf




Hallo,
wir haben die Möglichkeit, ein direkt an unsere Scheune angrenzendes Fachwerkhaus zu kaufen.Unser Haus ist ein geschlossener Innenhof mit Wohnhaus + 2 Scheunengebäuden.Das angebotene Haus schließt direkt an der Stirnseite unserer Scheune an und wäre durch Versetzung der z.Zt.vorhandenen Eingangstür auf die gegenüberliegende Seite
über unser Grundstück zu erreichen.
Wir beabsichtigen, bei Kauf des o.g.Fachwerkhauses dieses vorerst als Ferienhaus zu verwenden.Später soll es event.mal die "Residenz" eines unserer Kinder werden.Sind wir bei Kauf in 2006 und Nutzung als Ferienhaus an die EnEv gebunden, oder kann auch hier eine Ausnahmeregelung beantragt werden.Wer überwacht diese Regelung bzw.stellt Forderungen an den Eigentümer.Da das Objekt nicht ganzjährig vermietet wird, wollten wir die Beheizung des Fachwerkhauses über einen Grundofen realisieren(z.Zt.Nachtstromheinzung).Weitere Isoliermaßnahmen wollten wir nicht angehen, da daß Haus bis vor kurzem noch bewohnt wurde und auch behaglich ist.Kann das so realisiert werden oder wird das Amt weitere Isomaßnahmen einfordern können?
Danke schon im voraus für hilfreiche Kommentare.



Mach Dir keinen Kopp...



Hallo,

als wir unser altes Haus gekauft haben, haben wir uns auch den Kopf darüber zerbrochen, wie wir denn die EnEv einhalten bzw. erst mal erreichen könnten. Dann haben wir erfahren, daß das völlig Wurst ist. Dieser EneV-Pass ist vielleicht wichtig für den späteren Verkauf -wenn's den Käufer interessiert. Für Vermieter ist es wichtig - denn die Mieter können auf Einhaltung der EnEV bestehen, um Energiekosten zu sparen. Also wenn Du Dein Haus als Ferienhaus vermieten willst, solltest Du den zukünftigen Mieter darauf aufmerksam machen, daß er bei Dir keine EnEv erwarten kann.

So. Ich hoffe doch, daß ich Dir hier kein Blech erzähle, aber wenn, wird sich schon jemand melden... :-)

Gib mal bei Google EnEV ein und wende Dich an die zuständige Stelle, die können's Dir dann genau sagen.

Grüße



Zwei Paar Stiefel



Nicht EnEv mit Energeiausweis verwechseln.
Ein Ferienhaus ist nicht zur ständigen Nutzung vorgesehen, dafür sieht auch die Energieeinsparverordnung eine Ausnahme vor. Desweiteren kann eine Befreiung von den Auflagen der Enev beantragt werden, falls das Fachwerkhaus als ständiges Wohnhaus genutzt werden soll. Die Befreiung kann erfolgen, wenn plausibel nachgewiesen werden kann, dass die Dämmmaßnahmen unwirtschaftlich sind, die zum Erreichen des Enev-Standards nötig sind. Das ist bei einem Fachwerkhaus meist der Fall, wenn man denkmalverträgliche Lösungen vorsieht. Zudem kann meiner Ansicht nach ein historisches Fachwerkhaus nicht um jeden Preis auf Enev-Werte getrimmt werden, weil damit meist extreme Subsranzschädigung betrieben wird und bauphysikalische Problempunkte auftreten werden.
Vielleicht noch kurz zur Info:
Der Energieausweis/Gebäudeenergiepaß (oder wie immer er momentan tituliert wird) ist unabhängig von den Anforderungen der Enev und gibt nur den energetischen Gebäudezustand wieder. Er soll voraussichtlich bei Verkauf und Vermietung zwingend vorliegen.