Isoliermaterial bei Bruchstein?

19.03.2005



Ich stehe vor der Überlegung ein Bruchsteinhaus von 1905 zu Isolieren.(60cm Wandstärke, ca. 290m² Außenwände) Ich warte noch auf einen Energiegutachter und denke er wird u.a. eine Isolierung vorschlagen. Das diese wenn erforderlich diffusionsoffen seien muß ist mir klar aber welche Materialien werden dann verbaut? Zwei Seiten des Hauses sind mit einem offenem Putz vor ca. 30-40 Jahren versehen worden. Die anderen sind noch unverputzt. Warum ist eine Isolierung mit Styropor-Styrodur u.s.w. bei neuen Häusern denn nicht so ein großes Problem in Bezug auf die Feuchtigkeit? Wenn eine Bruchsteinwand einen U-Wert jenseits von Gut und Böse hat, warum verzichten trotzdem so viele Bauherren auf einen Wärmaschutz?
Fragen über Fragen, doch ich hoffe ihr werdet mir mehr sagen als `gehe zum Fachmann`, das werde ich ja auch, aber mit einem vorinformierten Bauherren wird doch ganz anders gesprochen!?
Wenn ihr gute Betriebe im Raum SO-UN-HSK kennt bin ich für Adressen oder Telefonnummern Dankbar.

MfG Dietmar



hallo dietmar,



keine probleme mit styropor? welches haus damit steht länger als 50 jahre? keines! und welches wird solange stehen? keines!
ganz abgesehen von der optik: wo stehen solche styroporverkleideten bunker denn am liebsten und massenweise?
in sogenannten baugebieten - die bei mir immer die niedersten instinkte wecken. (sprengung :-) )
wer bei massivmauerwerk heutzutage auf eine Dämmung verzichtet, hat entweder im lotto gewonnen oder kann wirklich nicht rechnen oder spekuliert auf die klimaerwärmung (wobei es wegen der umlenkung des golfstromes dann wohl eher schweinekalt wird) und tut selbst mit den co2-emmissionen seinen teil dazu.
die dämmeigenschaften von massivmauerwerk sind nun mal eher bescheiden (weswegen man in klimatisch wenigen begünstigten gebieten eben immer gern mit Holz und Lehm gebaut hat).
beim bauen im bestand, muss man natürlich immer eine kosten-nutzen-analyse machen und auch die verträglichkeit prüfen.
zumal man ungedämmt nicht fit für die zukunft ist - zwar werden weder solar noch Wärmepumpe die sache lösen (vielleicht ja die brennstoffzelle?) - aber was immer kommt, gemeinsam ist den neuen energieformen die geringe enrgieausbeute, denn mit dem höcht möglichen effiziensgrad heizen wir ja bereits (wenn man mal von atom und kernfusion absieht) in form der fossilen brennstoffe und auch holz ist natürlich keine lösung.



Dämmung



Zum Thema Dämmung solltest Du Dir mal die Seiten von Konrad Fischer ansehen.


http://www.konrad-fischer-info.de/

Sehr interessant.

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



Warum Dämmsystem?



Die Frage wäre doch zu klären, welches Energiesystem in Ihrem Gebäude zum Einsatz kommen soll bzw. sich befindet.
In meiner mehrjährigen Praxis als Lehmbauer habe ich schon mehrere Gebäude mit Bruchsteinwänden in dieser Stärke mit Wandheizungssystem belegt und diese nachher mittels Lehmputzen verputzt.
Das Phänomen ist, daß der Baukörper sich erwärmt und der Taupunkt sich nach außen schiebt. Dadurch erreicht man, daß eine temperierte Wand erhält und sich der energetische Aufwand langsam verringert bzw. senkt.
Eine derartige Wandstärke aus Natursteinen ist ein enorm hoher Speicher und diesen sollte man auch sinnvoll nutzen.

Energetische Grüße aus der frühlingshaften Oberlausitz.



Öl Zentralheizung,



die ist ca. 8Jahre alt und von Vissmann. Was mich interessiert sind die möglichen Isoliermethoden für Natursteinwände die Diffusionsoffen sind. Mit allen bisher hier gelesenen Informationen bin ich bis jetzt noch nicht schlauer als vorher.
Alle mit Isolierplatten gedämmt Neubauten stehen nicht länger als 50 Jahre und gehören weggesprengt. Sollen sich alle Häuslebauer einen Altbau anschaffen der schon 50 Jahre überlebt hat? Super, dann kann ich mein Haus bald zum Höchstpreis verkaufen. Altbauten die nicht isoliert sind sind aber nicht fit für die Zukunft! Hä? Ich möchte ja wenn erforderlich dämmen aber ich dachte ich hole mir ersteinmal Infos hier im Forum, aber bisher bin ich entweder nicht verstanden worden oder die richtigen Antworten sind streng geheim!?
@ Harald: Danke für den Link, werde mich mal einlesen.

MfG Dietmar



Dämmung



Hallo Dietmar,
wichtig ist erstmal,die Kirche im Dorf zu lassen.
Ich erlebte es vor kurzem bei einem meiner Kunden,er besitzt auch ein Bruchsteinhaus mit solch starken Wänden, wo der Energieberater eine Dämmstärke vorschlug, welche vom Aufwand und Preis jenseits der Amortisierung lag.
Nun sind wir überein gekommen 80 mm Unger-Diffuthermplatten
(diffusionsoffen) aussen aufzubringen.Hierbei wird die Speicherfähigkeit der Wand genutzt und das ganze Gebäude ist warm "eingepackt".

Der Unterschied dieser Platte zu Styropor ist an einem Beispiel schnell erklärt.
Bringen sie in zwei Töpfen Wasser zum kochen.
Legen sie dann auf einen Topf eine 60mm Styroporplatte und auf den anderen eine 60mm Holzfaserplatte.
Darüber stülpen sie ein Glas und warten einen Augenblick.
Das Ergebnis ist folgendes:
Das Glas über der Holzfaserdämmstoffplatte beschlägt innen.
Das Glas über der Styroporplatte bleibt trocken.
Was heisst das?
Styropor ist rechnerisch diffusionsoffen,aber in der Praxis nicht.
Schäden an Häusern mit Styropordämmung giebt es genug.
Desweiteren versagt die Styroporplatte bei Schallschutz völlig gegenüber der Unger-Diffutherm.
Ein weiterer Pluspunkt ausserhalb der Dämmeigenschaften.
Gerne gebe ich Ihnen nähere Informationen oder unterbreite Ihnen ein Angebot.
Tel.:02293-901663
Fax: 02293-901664

MfG markus Bönneken



@ harald und udo



der punkt ist nur, dass man die gesetzlichen Auflagen der EnEv dann nicht erfüllt - bezahlen muss das dann der bauherr :-(, denn das ist bußgeldbewehrt.

@dietmar

warum sind sie so ungeduldig? sie haben doch bald einen termin mitdem energieberater? war es nicht ein baubiologe?
der wird ihnen schon die verschiedenen möglichkeiten rechnen - und wenn er nicht im reich jenseits von gut und böse lebt - auch was ökonomisch noch sinn macht. natürlich ist stand heute, vor allem im altbau - alles so diffusionsoffen wie möglich zu gestalten. holzfaserplatten sind eine möglichkeit, schilfrohr, ein mineralisches dämmaterial...



Bruchsteinwand



Ein paar Fakten vorweg:
Bruchsteinwände von 60 cm Dicke haben eine Masse zwischen 1.200 kg/m² und 1.500 kg/m², davon haben Sie 290 m².
Zum Heizen mit Außendämmung müssen Sie also vorher im Minimum 350 Tonnen Steine heizen, sonst bleibt die Wand kalt.
Jede Außendämmung verbietet sich da.
Also weg mit Wandheizung und Co, !!! (an anderer Stelle gerne gesehen).

Die Lösung ist eine Innendämmung, die
- den menschlichen Körper vor der Speicherfähigkeit (jetzt negativ gemeint) dieser großen Masse schützt.
- die diffusionsoffen und kapillaraktiv ist
- die ggfs. auch noch die Anforderungen der EnEV erfüllt.

Sie können jedes Material nehmen, das diesen Anforderungen gerecht wird und sich ganz nach Ihren Wünschen hinsichtlich Verarbeitung, Preis, Anmutung, etc. richten. Möglich sind u.a.
- Wärmedämmputz, z.B. Klimasan-Perlit, mehrlagig
- flächenbündig aufgesetzte Holzfaserplatten wie GUTEX oder PAVATEX oder .... im Kalk- oder Lehmbett.
- eine Leichtlehminnenschale.

Dabei lassen Sie sich dann auschließlich den Wärmedämmwert der neuen Innenschale ausrechnen, weil wegen der großen Masse ein Dämmwert der Natursteinmauer nicht herangezogen werden sollte.
Sollte bei der Berechnung das Gespräch auf Kondensat kommen:
es fällt bei Berechnung nach Glaser zwar theoretisch an, wird aber durch die Kapillarwirkung sofort abgezogen. Ein Kondensatnachweis ist also überflüssig.
Eine so aufgebaute Wand ist nicht gerade zum Discount-Tarif zu haben, Sie müssen schon mit etwa 3 Euro pro Zentimeter Schichtstärke / m² in fertiger Ausführung rechnen. Beim Selbermachen wirds preiswerter.

Viel Erfolg



@Dietmar Beckmann



Warum hier von einer Wandheizung abgeraten wird, ist mir vollkommen
Schleierhaft.

Fußbodenheizung mit ihrer nachteiligen Wirkung auf die Gelenke oder
Heizkörper mit Luftverwirbelungen die für jeden Allergiker oder Bronchialkranken
insbesondere und für die Nasenschleimhäute im speziellen nicht gerade angenehm
sind, wären also die Alternative?



Zum m² Preis von 3.- €/m² und cm Schichtstärke in fertiger Ausführung, würde ich
gerne Ihre Kalkulation sehen.

Insbesondere bei Leichtlehm oder Holzfaserplatten im Lehmbett. Sind Ihre
Einkaufsquellen soviel günstiger als die der meisten Verarbeiter?



Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



Bruchstein,



nach dem durchstöbern der Seiten von Konrad Fischer werde ich jetzt erst ein mal in Ruhe abwarten was mir der Energieberater sagt. Es scheint mir zur heutigen Zeit noch keine dauerhafte und algemein akzeptierte Isolierung von Häusern dieser Bauart und des alters zu geben. Bevor ich x1000Euro in eine Dämmung stecke die mir eventuell auf meine oder des Nachbars Füße fällt lasse ich die Wände so wie sie sind. Auf ein paar Jahre mehr in dem jetztigen Zustand kommt es nicht an. Aber eine falsche Dämmung würde die Substanz auf dauer schädigen.
Warum soll ich eine Innendämmung nehmen und mir dadurch alle positiven Eigenschaften einer massiven Wand ausschließen? Ich werde jetzt nachdem mir ein Holzgutachter vom DHBV versichert hat das der Holzfufboden noch brauchbar ist, diesen Aufarbeiten und zum Keller hin neu dämmen. Desweiteren werde ich die Decken im Obergeschoss abhängen und ebenfals dämmen. Dafür werde ich mir dann auch Materialien wie Gutex o.ä. ansehen. Wenn ihr mir deswegen noch Ratschläge geben könnt bin ich euch auch sehr dankbar.

MfG Dietmar



Dämmungen



Lösungen gibt es derer Viele, doch rechnerisch ist viles im Argen.
Funktionieren sollte es und der Geldbeutel sollte nicht unkontrolliert belastet werden.
Viele Lösungen sind machbar, doch leider sind aber diese Varianten, die rechnerisch eigentlich funktionieren sollten, sind aber manchmal nicht die optimalsten.
Zu Gutex wära kurz nur zu bemerken, daß es der Mercedes unter den Dämmsystemen ist und es weitaus preiswertere Anbieter am Markt gibt.

Österliche Grüße aus der Lausitz.





3 Euro pro m² und cm Schichtdicke Fertigstellungspreis, wo denn in Indien?
Mit freundlichen Gruß an den Deutschen Zoll zur Kontrolle von Lohndumping und Schwarzarbeit



Zum Keller dämmen



ist doch genauso blöd und sinnlos wie an Wand, zum Dachboden, zwischen den Sparren und sonstwo. Am Fußboden kommte es übrigens auf die Qualität des Bodenbelags an, hier - an der direkten Körperkontaktzone - gilt ja der U-Wert und das Gesetz der Wärmeleitung. (Teppich: Fußwarm, Steinboden: Bibber! Wobei beide Oberflächen Raumtemperatur haben!) Aber doch nicht gegenüber der im Raum und an der Fassade viel maßgeblicheren Wärmestrahlung!

Details auf http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm



Warum das denn?



@ Konrad Fischer
Warum soll es Blöd und sinnlos sein einen behiezten Wohnraum gegen einen unbeheizten Keller zu dämmen. Es war ja auch vorher eine Dämmung zwischen den Balken. Ich kann mir nicht vorstellen das ein guter Teppich eine Isolierung ersetzen soll. Wenn sie auf ihrer Homepage fast immer gegen die üblichen Bau und Sanierungsformen wettern kann ich sie ja ansatzweise verstehen, (obwohl richtige Information nur schwer zu finden ist, sie sollten mehr Information und Aufklärung betreiben als immer alle anderen als Pfuscher und Halsabschneider zu bezeichnen) aber hier kann ich Ihre aussage nicht nachvollziehen.
Ich suche nach einem Weg den Fussboden zu dämmen, ohne ihn luftdicht zu versiegeln. Nachdem ich den Keller vor 2 Jahren vertikal im Erdreich gegen eindringende Feuchtigkeit gesperrt (ihrer meinung nach völlig überflüsig) habe ist natürlich noch eine Restfeuchte vorhanden die ich nicht durch eine Dämmung am diffundieren hindern möchte.

MfG Dietmar



Das tut mir wirklich leid,



daß Sie Ihr Geld weiter am falschen Fleck investieren wollen. Die Argumentation, die Sie nachvollziehen sollten, ist auf http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm

Nochmals kurz gesagt: Dämmstoffe können zwar die baupraktisch nur ca. 1 % Wärmeleitung dämmen (direkte Übertragung der Brownschen Molekularbewegung), nicht jedoch die 99 % Wärmestrahlung (IR-Welle mit Lichtgeschwindigkeit, geht von Lichtquellen und allen Körpern, eben auch Wand, Decke, usw. aus). Deswegen brauchen gedämmte Häuser nach Dämmung plötzlich mehr Energie - Dämmung verschattet die Solarstrahlung und reichert obendrein Feuchte an. Zum Kellerboden ist sie komplett sinnlos. Auch wenn sie 1 km Dämmstoff unter ihre Decke kleben. Ihre Wärme des Raumes strahlt durch! Massiv muß es sein, wie die Bleischürze der Röntgenassistentin, wie der Stahlbetonmantel des AKWs - sonst pfeift die Strahlung durch! Siehe unser Lichtenfelser Experiment auf o.g. Seite.

Und gegen meine Widerlegung der aufsteigenden Seite auf
http://www.konrad-fischer-info.de/2aufstfe.htm führen Sie fachlich nichts an. Hat auch sonst noch nie einer geschafft. Eigentlich schade.



will ich auch garnicht,



nur habe ich nichts von aufsteigender Feuchte geschrieben, sondern von einer vertikalen Abdichtung. Das sie sagen es giebt keine aufsteigende Feuchte habe ich gelesen und kann es auch wie gesagt teilweise nachvolziehen. Aber das alle anderen die sich mit dem Thema befassen blöd sind will ich auch nicht ganz glauben. Wenn ein Mauerwerk zur hälfte im Erdreich steht ist es doch so das die Erdfeuchtigkeit nicht an der Wand halt macht nur weil Konrad Fischer das sagt!? Wenn ich also eine Vertikalsperre eingebracht habe ist diese Kontaktfläche doch schon mal unterbrochen. Das das nicht alle Feuchtigkeit fern hält wie Kondensfeuchte, leuchtet auch mir ein. Das kann meiner Meinung mit gezielter Lüftung bei geringer Luftfeuchte (außen) reduziert werden. Ich habe jetzt einen wesentlich trockeneren Keller als vor der Maßnahme (zumindest visuell). Wenn ich total auf dem Holzweg bin lasse ich mich gerne überueugen, nur macht es mich skeptisch wenn eine ganze Branche völlig auf dem Holzweg seien soll.

MfG Dietmar



Kapillartransport



geht auch von außen durch ein Mauerwerk nach innen nicht, dies hat ein FEAD-Projekt an einer stark beregneten Renaissance-Fassade in Görlitz mehrjährig nachgewiesen. Der Wassertransport stoppte am Übergang von Stein zur ersten Mörtelfuge.

Was sich Leute denken und zu wie viel Prozent die Masse recht hat - na, das paßt besser ins Philosophie-Forum. Man erinnere sich diesbezüglich an das Fliegen-Argument betr. Nahrungsmittelbevorzugung ;-) Außerdem ist die Interessensleitung bei Meinungen zu beachten ...



Frage



wie kommt dann die Feuchtigkeit bis zur Innenseite einer >40 cm starken Ziegelwand? (Natürlich erst mal gefördert durch eine verwitterte Außenfuge.)



Wohl kaum durch kapillares Saugen,



wohl aber durch drückendes Wasser, das in einer dichten Baugrube in bindigem Boden enorme Stauhöhen und entsprechenden Wasserdruck aufbauen kann - vorausgesetzt, es regnet mal ordentlich. Förderlich: Eine flotte Mauerfußbefeuchtungsanlage namens Drainage.

PS. Was ich überhaupt und besonders hier nicht gut finde: den arglosen Bauherrn zum Erfüllen der EnEV mit Hinweis auf Bußgeld usw. zu "zwingen".

Ein treuhänderischer Berater muß doch auf die reichlich gegebenen Ausnahme- und Befreiungstatbestände in der EnEV hinweisen! Gesetzeskonform und entsprechend gem. EnEV ist doch ausschließlich der Bauherr, der jedwede unwirtschaftlichen Blödsinnsdämmereien und Heizkesselaustausche - alles Energiespar-Vollversager - unterläßt!

Alles andere ist Schwindel und zieht dem Bauherrn sein schönes Geld aus der Tasche. Lest mal EnEV §§ 16, 17!!! Das sage ich auch als zugel. Sachverständiger gem. ZVEnEV.

Mehr davon auf www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm und www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm



Auf die Befreiungsmöglichkeiten



der EnEV habe ich immer wieder hingewiesen, kann man nachlesen. Ich halte nur nichts davon so zu argumentieren, dass alles was EnEV ist Blödsinn ist, sondern es ist schon wichtig am einzelnen Fall zu argumentieren und es gehört dazu, den Bauleuten klar zu sagen, dass die EnEV keine Empfehlung und auch keine Norm ist sondern ein Gesetz. Gesetze sind erst mal einzuhalten. Gott sei Dank haben aber die Verfasser genügend Möglichkeiten für Ausnahmen gelassen und darüber hinaus wurden die Dämmanforderungen je nach Baukörper sogar gesenkt.
Das beschriebene drückende Wasser hatte ich übrigens in 15-40 m Höhe. Es wird wohl der Winddruck gewesen sein. Aber ohne kapillare Wirkung wäre das Problem mit Sicherheit nicht so groß gewesen.



Alles in der EnEV



beruht auf grottenfalschen Rechenhypothesen - sowohl dämm- wie heiztechnisch. Claus Meier hat das oft und ausführlich genug nachgewiesen - siehe www.prof.meier-bauphysik.de und Meiers Beiträge (Norm- und Enev-Einsprüche) auf meiner Webseite. Insofern sind alle EnEV Energiesparvorschläge als unwirksame, praktisch widerlegte Hirngespinste abzulehnen.

Die EneV ist übrigens kein Gesetz, sondern eine Verordnung, die auf dem ENergieEinsparungsGesetz EnEG beruht. Dort fordert der § 5 die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit von Energiesparmaßnahmen. Die Ersparnisse müssen also die Energiesparmaßnahmen komplett refinanzieren.

Alle EnEV-Maßnahmen, die das nicht leisten, widersprechen dem EnEG und sind gesetzeswidrig. Ein Berater muß den Bauherrn aus seiner Treuepflicht heraus darüber ausführlich informieren, sonst macht er sich schadensersatzpflichtig. Dazu liegt ein höchstrichterliches Urteil gegen einen Architekten vor, der Dachdämmung einbauen ließ. BGH 1998!, zitiert auf meiner www.konrad-fischer-info.de/7wsvoant.htm. Insofern werden die §§ 16, 17 EnEV immer Pflichtprogramm. Die grausamen Gesetzesverstöße dagegen sind offenbar dennoch Legion.

Wirtschaftlich betrachtet sind also die allermeisten Pseudeo-Energiesparzutaten zu historischen Wandaufbauten - egal ob innen oder außen, egal ob Schaumstoff, Faser, Gespinst oder sogar "erleichterte" oder zerporte massive Baustoffe - absoluter Blödsinn und meist von erheblichen technischen und hygienischen Nachteilen begleitet.

Wie lange sich das die betrogenen Bauherrn noch weiter bieten lassen, ist die Frage. Ausnahme: Massivbauschichten in ehem. Kaltdächern, die ausgebaut werden. Hier spielt aber der sommerliche Wärmeschutz die entscheidende Rolle.

Mit winterlichen Energieersparnissen wird man die im Dach günstigen Konstruktionsstärken wohl ebenso wenig refinanzieren. Vor allem, wenn man ein offen geführtes Temeperiersystem nutzt und die Wärmeenergie nicht unter Putz bzw. im Bodenestrich sinnlos vernichtet. Es müssen ja nicht die inneren Stoffmoleküle das Tanzen lernen, nur die Wandoberfläche muß thermisch Wärmestrahlung abgeben - als IR-Welle mit Lichtgeschwindigkeit.

Analogon: Das Licht als el. magn. Welle. Was ist wohl besser - ein Meter nackerte Neonröhre an der Zimmerdecke oder 10 Meter hinter der Blende bzw. gar 100 Meter Neon unter Putz, bis die Wand müde schimmert?

Betr. Windeintrieb in Fugen - vielleicht denkbar bei Zementmörteln, die wg. dreifacher Wärmedehnung als Ziegel immer Kapillarrisse ausbilden. Bei Kalkmörtel wohl kaum vorstellbar. Auch hier liegt die DIN total daneben.





Hallo Dietmar!

Ich bin auf Ihre Frage gestoßen, da wir uns ein Haus mit Bruchsteinsockel Bj. 1932 gekauft haben.
Ich hoffte auf eine Lösung wie wir den Keller verkleiden könnten.
Der Vorbesitzer hat die Wände einfach verputzt, da jedoch Salpeter austritt fällt der Putz ab.
Wir wollten eine Lattenkonstruktion anbringen und darauf mit Holz verkleiden, jedoch wurde uns gesagt, daß das ebenfalls schimmeln würde.

Hat jemand dazu eine Idee? Falls ja bitte leicht verständlich schreiben, ich bin nämlich Laie:-)

@ Dietmar zur Fußbodendämmung wegen des kalten Kellers: Wir haben einfach den Teppich mit Laminat überlegt, und jetzt ist es schön warm hier:-)

Lieben Gruß



Bruchstein



@ Helen

Wenn die Wände feucht sind ist die scheinbar einfachste und beste Methode sie mit Luftkalkputz zu verputzen. Dieser nimmt die gelösten Salze auf und verhindert im idealfall das die Salze erneut Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Die Wände sollten dann Trocken werden, vorrausgesetzt, das kein Wasser auf anderen Wegen den ins Mauerwerk gelangt. Wie das geschehen kann wird heftig kontrovers diskutiert. Wenn du sie einfach verkleiden willst ist ein Befall mit Schimmel garantiert! Eine sehr ergiebige Internetseite zu allen Themen um altes Gemäuer und dessen Instandhaltung wirst du auf der Hompage von Konrad Fischer finden. Nicht gleich wieder schließen, neben einer derben Verurteilung von seiner Meinung nach oft unfähigen Sanierern sind dort unzählige Tips die das Thema betreffen. Ob denn auch alles anwendbar und richtig ist vermag ich nicht zu sagen, aber auf jeden Fall ist die Seite sehr ergiebig. Ich habe für mein Haus schon einige schlüsse ziehen können.





@ Dietmar

Vielen Dank für deine Anregung,ich werde sofort mal dort stöbern:-)))



Außendämmung Altbau Sandstein BRUCHSTEIN



ACHTUNG HALLO IHR SPARFÜCHSE MEIN HAUS IST AUS Sandstein BJ 1906 10 AUF 10 METER UND Anbau 5x4M Bruchstein KEINE DÄMMUNG CA 2800 LITER HEIZÖL/JAHR ICH HABE ANGEBOTE FÜR AUßENDÄMMUNG INCL ROLLÄDEN UND FENSTERBÄNKE FÜR 50000.-EURO DIE LIEGEN AUF DER BANK ZU 4,6% Zinsen = 2300EURO ZINSEN = 3285LITER Heizöl SELBST NACH ABZUG DER ZINSSTEUER HEIZE ICH MEIN HAUS ZUM NULLTARIF UND HABE KEINE PROBLEME MIT SCHIMMEL UND KONDENSWASSERBILDUNG MEIN HAUS STEHT SCHON 102 JAHRE OHNE FEUCHTIGKEITSSCHÄDEN 3 Bausachverständiger GABEN MIR RECHT



Und auch ich



gebe Ihnen unbedingt recht! Danke für diesen außergewöhnlich realistischen Beitrag, der alle meine Wirtschaftlichkeitsberechnung im Zuge der EnEV-Befreiung gem. § 25 (früher 17) bestätigt und so diversen Dämm-Ratschlägen widerspricht.

Ein fairer Berater sollte seinen Kunden folglich keine Dämmung empfehlen, sondern sie einmal auf die drohenden Bauschäden und auch unbedingt auf das wirtschaftliche Harakiri hinweisen. Aber wem sag ich das ...

Viel Spaß im ungedämmten Haus!

Konrad Fischer

Dämm-Skeptiker



@Herr Fischer



Nochmals kurz gesagt: Dämmstoffe können zwar die baupraktisch nur ca. 1 % Wärmeleitung dämmen (direkte Übertragung der Brownschen Molekularbewegung), nicht jedoch die 99 % Wärmestrahlung (IR-Welle mit Lichtgeschwindigkeit, geht von Lichtquellen und allen Körpern, eben auch Wand, Decke, usw. aus).

Die Wärme wandert also mit Lichtgeschwindigkeit durch den gedämmten Baukörper! Jetzt ist mir endlich klar, warum ich jedes Mal friere, wenn ich am Kühlschrank vorbeilaufe ...

Was ist der Praxis falsch ist, kann vermutlich nur noch in der Theorie stimmen.



Erfahrungswerte Massivhaus



Hallo

ich hoffe die Verfasser der ersten Fragen bzw. Antworten lesen auch diesen Beitrag.

Ich erbte 2006 ein Massivhaus aus Bruchstein (Bj. 1908) in recht guten und fast unveränderten Zustand.

Da ich hier nun wohne (statt miete zu zahlen) modernisiere ich nun nach meinen Vorstellungen, aber so, ohne Fehler zu machen und damit die Grundsubstanz des Hauses erhalten bleibt.

Als erstes muß ich sagen das die Bauleute von damals sehr wohl gewußt haben was sie da bauen und wie!!!

Wärmedämmung mit all den hier vorher aufgeführten Materialien gab es damals noch nicht, aber die beste Wärmedämmung wurde hier bis jetzt nicht einmal erwähnt und das ist und bleibt LUFT!
D.h. das Bruchsteinmauerwerk von 80cm(dicke im Sockelbereich), 65cm Erdgeschoß und knapp 50cm 1. Stock sind mit Lehmerde gemauert und ist dadurch nicht so Wärmeleitfähig, da viel porenhaltiger (Luftpolster) Mörtel besteht.
Zwischen Keller und Fußboden (Erdgeschoß) ist ebenfalls eine 10cm Luftschicht vorhanden die durch Löcher in der Außenwand und im Wohnbereich ganzjahrig zirkulation (kamineffekt) besitzen. Die übrigne Decken (1. Stock) haben sogar eine luftdickenstärke von fast 40cm die sind aber sozusagen luftdicht da dort Feuchtigkeit nicht im Fänomen Stauwasser auftritt.
Diese Vorgaben behielt ich bei und renovierte nur schadhafte Stellen, was mein Konto nicht übermaßig belastete und mir unnötige arbeit, bzw. folgeschäden durch unsachgemäße Baumaßnahmen ersparte.
Also keine Dämmmaßnahmen, weder außen noch innen oder unten und oben!!!
Was sehr viel gebracht hat war die Drainage im Sockelbereich und was ich jedem empfehle der so ein Haus besitzt.
Zum anderen habe ich Euronorm-Holzfenster mit Vakuumverglasung einbauen lassen was sich auch bewärt hat, man darf aber nicht vergessen das tägliches mehrmaliges stoßweises zuglüften unverzichtbar ist!!!
Was noch wichtig ist hier zu sagen das viel Holz verbaut wurde, Fußboden, Decke, Türen, Fenster, Treppe denn Holz nimmt viel Feuchtigkeit auf und gibt es wieder ab.

Einen Fehler hab ich am Anfang gemacht indem ich Sand, Kalk und Zement noch selber mischte, (zum Verputzen, mauern) all diese Stellen haben jetzt Ausblühungen, platzen ab oder reisen.
Ergo, ich versuchte Fertigmörtel die für Restaurierungen bestimmt sind und das Problem ist gelöst da jede Mischung wie die andere ist.

Zur Antwort welche Heizung ich verwende, werden sich viele wundern aber ich bin bei Kaminholzöfen geblieben, keine Zentralheizung, die alten Holzöfen hab ich durch kW stärkere ersetzt und bin sehr zufrieden damit.

Mein Rat zum Schluß: "Erst Fragen, Lernen, Schauen und dann Bauen."

Mfg hary





@ harald

Schön, daß das Thema drei Jahre ruhte. Haben sicher alle dazugelernt.
Ich besitze nun ebenfalls so ein Gebäude, wie Du es beschrieben hat, jedoch nur eingeschoßig 50cm Granit-Bruchstein Außenwand, teilunterkellert, schlechte Fenster, schlechte Heizung, Dach nicht ausgebaut.
Eine Sanierung steht an, das Gebäude ist insgesamt recht abgewohnt. Für die geplante Umnutzung des Scheunenteiles in Wohnraum stehen Fördergelder zur Verfügung - junge Familie in Sachsen auf dem Land = 50% Förderung auf fast alle Maßnahmen. Natürlich viel Papier zu beschreiben u.a. der Bauantrag, der mich auch mit der EnEV2007 (oder gar 2009) beschäftigt und hier wird natürlich die Außenwand zum Problem.
Hast Du bei Deinen Bauvorhaben nie die Behörden belästigt? Oder bist Du (oder auch andere in diesem Forum) mit dem §24 über Ausnahmen davongekommen.
Ich finde deinen Dämmansatz gut, habe aber auch etwas Ahnung über Oberflächentemperatur, Wärmestrahlung, Reflexion, Wärmehaltevermögen etc. und komme daher zu dem Schluß, daß ich das vorhandene Gebäude optimieren kann. Getreu deinem Motto lernen, fragen, bauen hoffe ich jetzt auf konstruktive Beiträge zum Thema, sagen wir mal 'dicke Natursteinwand'. z.B. Innendämmung, z.B. konstruktiv korrektes Vormauern von Liapor - soll ich, soll ich nicht?

MfG Martin



Da will ich jetzt gar net



rumtheoretisieren, denn dieser Boden ist und bleibt schwankend. Mein praktischer Tipp aus der Perspektive des Geldbeutels:

Erst mal diese Fragen beantworten (lassen):

1. Was kostet die Zusatzdämmung?

2. Was soll die Heizkosten-Ersparnis gem Wärmebedarfsberechnung sein?

3. Und wie kann diese Ersparnis - selbstverständlich unter Berücksichtigung von aktuellen Zinskonditionen - die entstehenden Kosten decken?

Damit dürfte sich alles von selbst beantworten, jedenfalls nach meiner Erfahrung. Und damit dürften auch die Grundlagen für die Beantragung einer Befreiung gem. EnEV § 25 vorliegen.

Eine lustige Erfahrung am Rande: Kürzlich teilte mir ein Energieberatener mit, er solle nun für 80.000 EUR Energieeffizienz an seinem Hüttli realisieren. Sein wirtschaftliches Budgetlimit errechnete sich bei 100 Prozent Energieersparnis auf ca. 40.000 EUR. Der Berater war verkammerter NRW-Dipl.-Ing. und hat m.E. mangels Hinweis auf die gravierende Unwirtschaftlichkeit gegen seine Berufspflichten verstoßen. Trau, Schau, Wem?

Viel Spaß beim Sparen wünscht

Konrad Fischer





Sehr geehrter Herr Fischer,
ist es nicht schön, daß ich noch nach über 3 Jahren auf ihren Aprilscherz mit der Wärmestrahlung reingefallen bin, die zu 99 % durch alles hindurch pfeift. Habe doch tatsächlich an Dingen wie Transmissions-, Reflexions-, und Absorptionskoeffizienten gezweifelt.
Aber jetzt passen Sie auf, - heute abend stellen Sie einen Stiefel, einen sauberen vor die Tür und warten.

Gruß Martin



Mit der Schubkarre den Gewinn rausfahren



Hallo zusammen,
wirklich schön zu sehen,wie diese Thema immer noch aktuell ist.
Ich bin auch immer mehr der Meinung :
Dämmen koste was es wolle.
Ich war letztens auf einem Vortrag, wo der Redner immer wieder von Schubkarren sprach, werlche man bei Energieeinsparungen in den Keller stellen müsse, um den Gewinn raus zu fahren.Das seine Berechnungen(jährlicher Anstieg der Heizkosten bis teilweise 17%, usw) ein wenig einseitig waren, merkt man dann, wenn man sich zu Hause die Tabellen nochmals durch den Kopf gehen lässt.
Um auf den Punkt zu kommen lautete seine Aussage:

Beispiel:
Katzenklappe verbraucht am Tag 1kW
Im Jahr sind das 365 kW welche dadurch zusätzlich an Energie gebraucht werden.
Fazit des Redners:
Katzenklappe weg, Schubkarre in den Keller und Gewinn durch Energieeinsparung rausfahren.

Wie kommt den nun die Lieblingskatze meiner Katze raus und rein?????

Katze: Miau,Miau
Ich geh her und mach die Tür auf um sie raus zulassen,da mich dieses gemauze nervt.
Tür auf Tür zu = 2 kW

Stunden später:
Katze Miau ,Miau
Ich wieder zur Tür ,lasse sie rein,denn sie fängt an,die Eingangstüre zu zerlegen.
Tür auf und zu = 2 kW

Macht zusammen 4 kW im Jahr 1460 kW

Hier nun die Frage:
Schubkarre in den Keller und Gewinn rausfahren, oder Abfluss buddeln ??

Als kleine Erheiterung

Gruß Markus





Gewinn in die Schubkarre schaufeln, Kellertreppe hochtragen, Tür auf - Tür zu, Gewinn draußen verklappen, Tür auf - Tür zu, Schubkarre in den Keller tragen. 6,32 MW.
Bitte noch andere Beispiele (und gute Hinweise zu Innendämmungen). Gruß Martin



Beiträge die mich alle zum denken Bewegen



Dieses Thema ist ja jetzt schon ein paar Jahre alt wie ich sehe.
Viele gute Anregungen habe ich jetzt gelesen. Da ich auch interesse an Altbauten habe und in Zukunft so ein Häuschen besitzen möchte, fange auch ich an mich über Sanierung, Dämmung usw. zu informieren.
Feuchte Keller: Bekommt man am besten trocken in dem er erstens von Aussen so gut wie´s nur geht gegen Wasser geschützt wird. D.h. Wasser nicht zum Haus leiten sonder immer gefähle vom Haus weg. Zweitens, im Keller Ausblühungen, Schimmelige stellen, den Putz großzügig entfernen und mit Sanierputz beiputzen. Der Sanierputz (einfach ausgedrückt)hat immer durst und saugt feuchtigkeit auf.
Dächer, sofern sie als Wohnraum benutzt werden sollten gegen Kälte als auch gegen Wärme gedämmt sein.

So wie ich hier mitbekommen habe ist es noch zu keinem ergebnis gekommen wie man eine Bruchsteinwand dämmt!?

Ich denke das es auch schwer sein wird da auf den richtigen Weg zu kommen.
Da das oberste ja immer noch wohlbefinden und dadurch auch die Bausubstans ist.

mfg
Daniel
Maler,Lackierer & Verputzer



bruchsteinwand dämmen



hallo zusammen. ich habe mir ein haus gekauft welches teilweise aus Fachwerk besteht im ersten stock im erdgeschoß teilweise maßive bruchsteinmauern hat und auch fachwerk mit bruchsteingefachen.
nun dachte ich mir ich werde die aussenwände des hauses innen einfach mit osb 3 platten auf Verlattung verkleiden oder gipsplatten auf verlattung anbringen mit Hinterlüftung (gitter oben und unten) im dachgeschoß möchte ich auf die Dachbalken platten von kühlregalen legen und verschrauben( habe ich kostenlos bekommen Metall ausgeschäumt kann ja so schlecht nicht sein ODER?)das dach ist schiefergedeckt auf holzdielen also komplett zu dort wollte ich styroporplatten einbringen und diese mit osb verkleiden. mach ich nun was falsch oder schade ich meinem haus und mir damit?



Ich denke doch, dass hier eine ausführliche



Beratung dringend anzuraten ist. Die Geschichte wird so nicht funktionieren. Nicht alle was man geschenkt bekommt sollte man auch weiter verarbeiten. Manchmal ist es besser ein Geschenk nicht anzunehmen, sonst muss man nachher auch noch für die Entsorgung aufkommen. Was für ein Kühlregal gut ist taugt noch lange nicht für ein Bruchsteinhaus. Wie so offt steckt der Teufel im Detail.



Guter Rat



kann teuer sein muß es aber nicht zwangsläufig werden.

Zum thema Dämmung der alten gemäuer, ist meine meinung, möchte ich das haus so modernisieren das es den neuesten anforderungen (wärmeeffiziens, Schalldämmung usw.) entspricht, dann sollte man neu bauen das kommt billiger und die finger vom urgemäuer lassen wenn man keine ahnung oder nicht viel geld hat.

oder man behält das ursprüngliche wohnklima bei und renovieret oder ersetzt alte oder kaputte bauteile so das man keine fehler macht,(sprich falsch dämmen (mit styropor) und somit schimmel und pilzsporen züchtet) es macht viel arbeit zu heizen oder zu Lüften und und und, aber wer das nicht mag ist in einem alten haus fehl am platz, denn ein haus macht immer arbeit und kostet eben wenn man es schön haben will, aber man spart sich ja die miete und ist sein eigener herr.

wenn man trotzdem modernisiert, sollte man sich fragen: lohnt sich der aufwand und wie lange dauert die armortisierung?

wie im meinem beitrag weiter oben habe ich bis auf kleine mängel meinerseitz, bis jetzt alles richtig gemacht, DEN URSPRUNG ERHALTEN UND NICHT GEDÄMMT, habe zwar diesen Winter 30 ster holz (fichte) verfeuert um wohnliche temperaturen in allen 5 zimmern zu haben aber für diesen winter habe ich (buche und birke) vorgesehen und mal sehen wo dann mein Verbrauch liegt.

die Drainage hat sich dieses verregnete frühjahr und sommer voll bezahlt gemacht hat, hatte meine oma noch 2002 wasser in der Garage (diese befindet sich im haus) und es nur durch die damaligen regenfälle verursacht wurde denn wir liegen weit weg vom bach, so ist dieses jahr alles trocken; trotz der heftigen regenfälle.

apropo födergelder, darauf habe ich verzichtet, zu viel papierkram, vorgaben und vorlagen für das was ich am haus gemacht habe.
für alle anderen mag es sich lohnen, das muß jeder selber wissen.

mfg hary



Was genau soll eigentlich die Außendämmung an der Bausustanz kaputt machen?



Ich verfolge eure kleine Unterhaltung hier nun schon seit 2Jahren. Seitdem habe ich auch vor mein kleines Häuschen, 60cmBruchstein bis in die Giebel, von Außen zu dämmen. Rein logisch nimmt das Bruchsteinwerk dann die Wärme auf und gibt sie statt nach außen auch wieder nach innen ab. Dass ich dann vielleicht an Wärmebrücken etc. noch mehr mit Pilzen zu kämpfen habe ist mir klar. Aber man kann ja auch die Wärmebrücken größtenteils beseitigen, in der Küche eine Abluftdunstabzugshaube einbauen und das Wasser direkt rausblasen, statt es in der Wohnung zu verteilen. Mehrmals täglich ordentlich lüften muss ich jetzt auch schon. Außerdem habe ich jetzt so nen uralten hässlichen Außenputz drauf, den ich sowieso nicht mehr sehen will. Dieser ist zwar noch recht fest, sieht aber einfach nur Scheiße aus. Ob ich jetzt darauf Gewebe Spachtel und neuen Strukturputz aufbringe, oder vorher noch ein paar Dämmplatten aufklebe, macht finanziell nun wirklich nicht den großen Unterschied. Und was sollen die Dämmplatten an der Bausubstanz beschädigen? Fallen mir dann in 10 Jahren die einzelnen Bruchsteine auf den Kopf? Es braucht irgendwie noch bessere Argumente um mir das Auszureden. Hat jemand noch ein paar kostengünstige Vorschläge was ich für Platten nehme?



Du hast soviel Speicher...



...das Du von dem Investitionsvolumen mit Deiner Familie eher mal schön verreisen solltest.
Oder deiner Frau vielleicht ein wundervolles Bad nei gestaltest.
Wellnessoase halt.
Unterlasse diesen Schwachsinn, wer sagt Dir denn , dass Du dämmen sollst?
Dein gewissen oder Dein lesen in den politischen Floskeln, aus denen dann die bescheuerten Anordnungen EnEV hervorgehen?

Ein vernünftiger Außenputz, gute Bauteilverbindungen und solche Dinge sind wichtig.
Alles andere ist Unsinn und führt zu Bauwerksproblemen!!!

Schönen 1. Sonntag noch im neuen Jahr,
Udo Mühle



Speicher!



was soll das allein bringen? Der muss auch immer teuer(er) nachgeladen werden.
Abgesehen davon was man muss oder soll, wenn es wenig mehr kostet, schadet die Außendämmung nicht. bringt aber auch nur wirklich was, wenn die Fenster dazu passen. Das alles sollte sich man durchrechnen.
Bruchsteinhäuser haben im erdberührenden Teil das Problem, dass den Wärmebrücken nur schwer beizukommen ist, weil die Wände sehr stark sind.



@ Markus



...wenn ein gutes Heizungskonzept vorhanden ist und man auch richtig umgeht damit (heißt: dass man richtig heizt!!!) ist der Speicher eigentlich immer geladen!

Nur dort fängt der Sinn der Sache an!



Vielleicht macht das WDVS nicht den Bau kaputt,



aber den Geldbeutel bestimmt! Das Institut für Bauforschung IFB Hannover hat das mal genauer untersucht und die in einem 80jährigen Turnus durchschnittlich anfallenden Instandhaltungskosten je Quadratmeter und Jahr für verschiedene Fassadenoberflächen zusammengerechnet, z.B. gestrichene Putzfassade auf Massivmauerwerk: jährlich 7,08 EUR/m², dahingegen WDVS: 16,43 EUR/m².

Wenn das Heizöl mal fette 1 Euro je Liter kosten sollte, wären das der Gegenwert von 16,43 Liter je Quadratmeter Fassade, bei nur 100 Quadratmetern Dämmfassade schon jährlich 1.643 Liter Heizöläquivalent!

Wobei die mit dem WDVS verbundene Verschattung der Fassaden die Solareinspeicherung im Massivmauerwerk behindert und damit vor allem in der Übergangszeit die Heizkosten extra hoch explodieren läßt.

Ganz davon abgesehen wird auch die WDVS-Investition niemals eine wirtschaflich vertretbare Investition nach kaufmännischen Maßstäben, selbst wenn sich die Energieersparnisse nach (der nur im Labor unter stationären Verhältnissen geltenden) U-Wert-Hypothese einstellen würden.

Kann man leicht selber nachrechnen oder von einem der vielen herumvagabundierenden Energieverräter ausrechnen lassen.

Weiterführende Details in Hülle und Fülle auf meiner Webseite ...

Den besinnungslos angegeizten Dämmfanatikern aber wünsche ich auch im neuen Jahr:

Viel Spaß beim Mit-dem-Schinken-nach-der-Wurst-schmeißen!

Konrad Fischer
Dämmketzer

PS: Das Bild zeigt ein WDVS nach einigen Witterungsperioden. Da es die Solarwärme nicht speichern kann, kühlt es nächtens wie Sau aus (von Thermobildschwindlern als dolle blau gelobt), fängt deshalb Kondensat ein und wird dauernaß. Da freuen sich die Algen und Moose ...



Mache von den Leuten



die Bescheid wissen, doch mal differenzierte Angaben zu Außenwänden. Es gibt sie fast überall die Nord- und die Südseite. Rechne mir mal bitte einer ganz grob den solaren Energieeintrag auf der Nordseite aus. unverschattet meinetwegen, obwohl dort ja eigentlich der Hausbaum steht.

Man muß ein Haus nicht rundherum gleich behandeln.

VG Martin



@ Konrad



ich weis, das Du kein Freund von Wärmedämmung bist, aber manche Zahl kann ich doch nicht unkommentiert hinnehmen, auch wenn sie nicht von Dir ermittelt wurde.
Der jährliche Aufwand von über 16€ für das Streichen einer WDVS -Fassade ist nicht realistisch, abgesehen davon, daß meine Fasade nun schon 6 Jahre steht un noch wie neu aussieht - für die 80 € /m2 bekomme ich fast eine neue Fassade. Also stimmt was nicht ....
Das viele Fassaden so schnell grün werden und die Dämmdübel sich sooo abzeichnen, liegt an handwerklichen Fehlern und nicht am System ! Gerade die Geiz ist geil-Putzstärken von 2-5 mm sind sehr anfällig dafür.

Zur Antwort an Dietmar - habe Rockwool mit 2-3 cm Dickputz (Landhausputz) gewählt und bin hochzufrieden. Wenns dich interessiert - direkter Kontakt über meine Email.



Danke Olaf, genau auf solch eine Antwort habe ich gewartet,



es muss ja nicht immer alles gleich schwarz gemahlt werden!
Was genau hast du für Dämmung und Putz benutzt und was für Mauerwerk steckt dahinter? Ich komme aus der nähe von Chemnitz, kann ich mir dein Anwesen bei Gelegenheit mal anschauen? Hast du wirklich Heizkosten eingespart?



Heizkosten gespart?



Ob nun Konrad, den ich persönlich gut kenne, Olaf oder auch die anderen "Spezialisten", die Frage ist zu klären, wie ermittelt denn der einzelne seine Heizkostenersparnis?
Bei Konrad stelle ich es mir schon realistisch vor, aber ich kenne mittlerweile so viel Leute und auch Kunden, die zwar behaupten einzusparen, aber es unterm Strich gar nicht tun!
Also korrekte Brennstoffermittlung zu jeweiligen korrekten Ablesezeiten, Gegenüberstellung von Material- und Herstellungskosten zur tatsächlichen Einsparung usw.
Was aber wichtig ist, ist das Energiekonzept der Heizung selbst.
Also die Frage, ob Niedertemperatur- oder Hochtemperaturanlage genutzt wird bzw. gängig ist.
Hier sollte man ansetzen!!!!
Also aus meiner Sicht ist völlig unsinnig, ein 60 cm starkes Natursteingebäude mit einer Außendämmung zu versehen!!!
Ich würde mir gern dein Objekt mal anschauen wollen bzw. Dir dazu am Objekt zur Verfügung stehen.

Kann Dir im Chemnitzer Raum auch einen sehr guten kompetenten Fachpartner zur verfügung stellen, der Dir Deine Fassade auch mal durchrechnet:

Grüße in die Gedankenstube,
Udo Mühle



Ich glaube nicht,



daß die Propagierung der so arg wohlfeilen Hersteller-Ausrede "handwerkliche Fehler", mit der grundsätzlich alle Systemfehler bedeckmantelt werden, hier im Forum für unbedarfte Fragesteller zielführend ist. Nahezu alle verreckenden WDVS waren doch "nach Herstellervorschrift" und von "Fachfirmen" erstellt. Die Leutchen aber glauben in ihrer unschuldigen Einfalt doch an den Weihnachtsmann und der WDVS-Industrie, daß ein WDVS "wie ein Pulli" das abkühlende Haus kuschelwarm wärmt. Ja aber, was ist denn, wenn der schöne und so teure Pulli ständig naß ist?

Und genauso ist es, wie das Fraunhofer-Institut für Bauphysik bei einschlägigen Untesuchungen (siehe Grafik) herausgefunden hat. Das WDVS-Zeugs nimmt wg. unvermeidlicher Unterkühlung allnächlich massenhaft Tau auf. Und genau deswegen pampen die industriehörigen Baufirmen nach all den Kurzzeit-Reinfällen nur noch stark vergiftete (Pestizide, Algizide, Fungizide) Wandfarben auf das WDVS. So werden sie inzwischen herstellerseits gebrieft.

Das Vergifte beugt zwar einigen Jahren Bealgung vor, wird aber über kurz oder lang ausgespült und verseucht dann das Erdreich und die Kläranlage, wie die einschlägigen Studien belegen.

Und danach schlägt die WDVS-Falle dennoch zu:

Das labbrige und dauerfeuchte Zeugs hält der hierzulande recht straffen Bewitterung und Befrostung eben doch nicht wie ein mineralisches Mauerwerk-Putz-Anstrich-System stand. Genau das hat auch das IFB Hannover in zig Untersuchungsfällen als Grundlage seiner Studie zu den Instandhaltungskosten herausgefunden. Und was in Niedersachsen gilt, dürfte sich irgendwann vielleicht auch mal in den Tälern der Ahnungslosen in Deutschland Ost (und freilich auch West) herumsprechen ...

Alles angewandte Bauphysik und - welch Überraschung! - sogar praktisch erwiesen ...



danke Konrad, ich denke deine Meinung kennen jetzt alle...



irgendwie wird sich wohl jeder hier seine Daten zur Berechnung der Ersparnis so zurecht rücken wie er sie gerade braucht. Wer eine Dämmung verkaufen will, rechnet die Ersparnis natürlich hoch. Aber Konrad mit seiner ganzen Gruselwebsite mit den ganzen schlimmen Bildern etc. wird wohl auch eher die Daten für seine Zwecke schön, oder halt schlecht rechnen. Und aus lauter Langeweile wird er die Website nicht entworfen haben... (Das versteht sogar ein Ossi :) ) Und man sieht gleich wer hier was verkaufen will und wer wirklich sinnvolle Tips gibt.
Was mich wirklich interressiert sind die praktischen Erfahrungen von Bauherren wie Olaf, die ihre Dämmung schon seit einigen Jahren dran haben.



Aber Marco,



es ist doch nicht "meine Meinung", sondern die praktisch und wissenschaftlich abgstützte Erfahrung auch vieler anderer Quellen mit WDVS, die ich hier und auf meiner Webseite gerne und ausiebig zum Besten gebe.

Und zwar nicht, um "bessere" WDVS oder "alternativere" Fassadenprodukte zu verschebeln, sondern neben dem Spaß an provokanter Aufklärung auch - zugegeben - um die leichtgläubigen Opfer der Reklamebauernfängerei auf den Wert unabhängiger, also nicht umsatzinteressierter Planung und Beratung aufmerksam zu machen.

So manche Hausbesitzer meinen zwar, ein paar Beschwörungsformeln und Angebereien von in Wahrheit reingefallenen anderen Bauherren, wohlfeile Weiheitssprüchlein von Handwerkern und Baustofflieferanten und etwas Lektüre von Sanierungsliteratur, vielleicht schlauer Kostnix-Forumsrat seien nun wirklich genug, um zigtausende schwere Bauentscheidungen kompetentest zu treffen und schon von vornherein jeglicher Ingenieurplanung himmelweit überlegen.

Wenn dann doch ein oder eineinhalb ewas skeptischere Bauherren unabängigen Rat von Kollegen (ich meine hier ausdrücklich keine baukostenmaximierende Honorartreiber, die es ja vielleicht auch geben mag) oder mir in Anspruch nehmen, um wirklich wirtschaftlich zu sanieren - ok, da habe ich nun echt nichts dagegen und das versteht sich freilich von selbst ;-)



Es ist sehr gut Herr Fischer,



daß sie so geduldig sind.

Ich finde bei Ihnen leider wenig zu dem Thema, welches ich versucht habe anzusprechen: das ein Gebäude in unterschiedliche Himmelsrichtungen schaut und es deshalb auch sinnvoll erscheint unterschiedliche AW-Konstruktionen anzuwenden.
Wie finden Sie das?

VG Martin



Was die Öffnungen betrifft,



meinetwegen. Aber bestimmt kein WDVS, das sich jahrein und -aus mit Kondensat und Regenwasser anstelle von Solarenergie auflädt.



da



habe ich ja Glück gehabt -
habe einen mineralische Dickputz mit min. Farbe ohne Zusätze auf der Fassade. Also keine Ausspülung in meinen Gartenboden. Im übrigen haben Sie, lieber Konrad, sehr gekonnt meine Vorbehalte umgangen und wieder nur eine volle Breitseite gegen jede Art von Außendämmung abgeschossen. Dadurch wirken Sie in manch Ihrer Beiträge etwas unglaubwürdig, wenn auch Ihre Gründe und Hinweise immer beachtenswert sind. Als Hausbesitzer und NICHT-Vertreter von Dämmsystemen, jedoch mit einigen Baukenntnissen stehe ich auf den Standpunkt, dass manches Objekt schon verträgt, eine Dämmung aufzutragen. Wenn Ihre Behauptungen so 100 % stimmen würde, dann dürfte es keine nassen und schimmligen ungedämmten Altbauten geben. Doch das ist nicht der Fall!
Oder ich überspitze es mal - an einem 60 cm Granit-Bruchsteinhaus würde eine gut augeführte Dämmung sich nicht rechnen bzw. dem Haus Schaden ? - noch übertriebener - bei 60 cm Beton ?? Melde dagegen ernste Zweifel an, wohl wissend, dass ich rechnerisch nichts nachweisen könnte.

und - hier würden Sie auch keine Dämmung empfehlen ?
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/132561$.cfm

@ Marco Sch. - schau mal auf mein Profil, dort findest du meine email-Adresse. Mit entsprechenden Betreff schreiben oder Deine mal hier nennen - ich melde mich. Mein Haus kannst Du jederzeit besichtigen. Aber auch andere sind gern eingeladen, von Chemnitz 30 km!



@ Olaf



deine Mail konnte ich in deinem Profil nicht wirklich finden.
Hier die meine: marco.schoenherr@gmx.de
schreibe mir einfach mal deine Handynummer und Adresse. Dann komm ich mir dein Häuschen mal anschauen und kann kurz vorher durchrufen.



Und wieder die gleiche Frage an Herrn Fischer



die mir noch nie beantworte wurde: warum kommen Passivhäuser mit einem 1/10 der Heizwärme (und Wärmeerzeugerleistung und Heizenergieverbrauch) aus wie der bundesdeutsche Durchschnitt?

So lange Sie mir nicht mal das vernünftig beantworten, bleiben mir Ihre weit ausschweifdenden Aussagen, die dabei immer eloquent am Ziel vorbeitreffen, ein immerwährendes Rätsel aus dem Märchenwald der Ziegelphysik.



Die verallgemeinernde Wahrheit des Passivhauses



liegt mir nicht vor. Dafür höre ich von genug Reinfällen und kenne vor allem die off. Studie zu den NRW-Niedrigenergiehäusern, die fast durchwegs wesentlich mehr als berechnet verbrauchten.

Und so geht es ja auch den von den Energieverrätern berechneten Altbau-Verbräuchen, die ich von deren gelackmeierten Kunden im Rahmen der Bauberatung vorgelegt bekomme. Abenteuerlich! Am 50er-Jahre Rathaus von Nürnberg hat Prof. Sorge gegengerechnet: 24 Heizöl-Liter/qm gem. Rechnung, 12 tatsächlich verbraucht.

Ansonsten denke ich mal, wir sparen uns weitere Grundsatzhauereien, kostet echt sinnlos Energie, wa?

Mehr als die Vorlage externer und sicher allgemein angesehener Quellen (IFB Hannover, Fraunhofer IBP) zum technischen und wirtschaftlichen Unsinn des WDVS vermag ich derzeit net zu leisten. In meinen Projekten errechne ich das mit entsprechenden Konsequenzen für jeden Alt- oder Neubau. Ist ja kein Kunstwerk - Energieersparnis gem. EnEV kontra Investition.

Jeder ist halt seines Glückes Schmied - und gegen die Dämmfanatiker mich abzukämpfen - das habe ich aufgegeben.

Wenigstens ist das mein Vorsatz fürs Neue Jahr, zu dem ich allen hier nur das Beste und immer halb volle Gläser (und Öltanks) wünsche ... Prost!



genau das haben wir hier auch schon 10mal von Konrad gehört



Aber wenigsten diesmal kein Gruselbild von Schimmelpilz und Co...
Fakt ist doch, das nicht alle Dämmungen gleich Reinfälle sind und solche Horrorszenarien werden.
Dass es genug von gibt weiß wohl auch jeder.
Von Bauherren die völlig unzufrieden mit Ihrer Dämmung sind hab ich hier aber auch noch nichts gehört...
Vielleicht meldet sich ja mal einer :)
Schließlich hab ich noch ein paar Monate Zeit, bis meine Fassade an der Reihe ist.



Hallo Marco,



wo haben Sie nur die Gewißheit her, daß eine Fassadendämmung ausgerechnet für Ihr Haus eine sinnvolle Investition ist? Bitte teilen Sie uns das doch etwas genauer mit, damit auch wir dazulernen können:

Info von
[] Handwerker
[] Hersteller
[] Tageszeitung
[] Planer
[] Energieberater
[] Wissenschaftler
[] Familienmitglied
[] Vereinsmitglied
[] Arbeitskollege
[] Fernsehen
[] Fachzeitschrift
[] Anderer Wärmedämmer
[] Sonstige: ...

und zwar: ...

Zu Dank verpflichtet:

Konrad Fischer und viele Mitleser



Hab ich von Gewissheit gesprochen?



Ich versuche hier gerade Pro und Contra abzuwägen. Leider lässt der Konrad kein Pro zu und muss einfach zu jedem Kommentar ein Horrorszenario abgeben. Wie soll man so irgendetwas abwägen können???
Ich glaube nicht dass das im Sinne vieler Mitleser ist!
Lass doch auch mal die anderen Ihre Meinung dazu äußern!
Es gibt nicht nur den einen goldenen Weg...



VNW - Passivhaus verteuert die Wohnungsbaukosten um bis zu 30 %



@anonymus

Der VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. hat am 3. November 2010 eine Pressemitteilung herausgebracht mit einer Untersuchung zum Passivhaus. Ihre Frage dürfte nach dem Lesen dieser sieben seitigen Pressemitteilung beantwortet sein. Der durchschnittliche Mittelwert im Endenergieverbrauch liegt hier bei ca 48 KWh/qma. Die angegebenen 15 KWh/qma für das Passivhaus Standard sind rein rechnerischer Natur



Krasse Ergänzung:



"Leere Versprechen
Dass die Energieeinsparungen durch Dämmung im Altbaubestand oft weit hinter den Erwartungen zurückbleiben, haben wir in der Februar-Ausgabe berichtet. Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle hatte in einer Studie auf einer breiten Datenbasis ermittelt, dass das Einsparpotenzial in der Spitze unter 30 Prozent liegt. Und auch das ist nur zu erreichen, indem alle Schwachstellen eines Gebäudes angegangen werden: von der Anlagentechnik über Fenster und Dach bis hin zur Fassade. Dass ausschließlich mit einer Fassadendämmung bereits Einsparungen von 60 Prozent und mehr erreicht werden können, wollte schon in jüngerer Vergangenheit keiner mehr behaupten. Stattdessen wird gern mit gesetzlichen Zwängen argumentiert, Einsparpotenziale werden in Aussicht gestellt, aber ausdrücklich nicht garantiert."

aus: Guter Rat 4.11: Klotz am Haus