Sehen so die Ergebnisse der EnEV aus?




Die tiefen Temperaturen der letzten Tage haben so manche wundersame Situation ans Tageslicht gebracht.
Sehen so die Ergebnisse der neuen EnEV-Richtlinie aus?
Die Thermographen sind hier gefragt bzw. bei den tiefen Temperaturen brauch man eigentlich nur ein offenes Auge und den Fotoapparat.

Am Kopf kratzende und grübelnde Grüße,
Udo Mühle



Zum besseren Verständnis...



...noch ein paar weitere Beweisbilder.

Udo



Anfragen



Oh ja da werden noch einige Anfragen an uns Krautern kommen.
Es haben viele Leute gefrohren die letzten Tage!!!



Zum besseren Verständnis... (2)



Anderes Gebäude und auch ähnlich gebaut.
Wärmebrücken trotz homogener Bauweise bzw. Dämmsystemen.

Gruß Udo



Zum besseren Verständnis... (3)



Gleiches Haus, andere Seite.



Ohne Wärmebildkamera



War dieses Jahr noch extremer zu bemerken bzw. zu sehen.

Grüße Udo





Hi Udo,

weißt Du, warum sehr gute 3-fach-Wärmedämmgläser in sehr kalte Nächte außen anlaufen?

Grüße,
Peter



Schieferfassade



Also die Schieferfassade ist ja der Hammer.



Was bedeutet das?



Hallo.
Ich sehe die Bilder, aber weiß nicht, was Ihr meint. Es geht um die "Verfärbungen" der Außenfassade, bis hierhin kann ich folgen. Woher kommt das, was zeigt das an? Udo, was hat das mit der EnEV auf sich? Geht es um falsches/übertriebenes Dämmen? Und was bedeutet der Hinweis auf die außen schwitzenden Dreifachverglasungen?

Klärt mich doch mal auf, das interssiert mich, zwar nicht aus persönlicher Betroffenheit, aber ich habe da ein paar Kumpel mit Altbauhucken...
Dank´Euch schön, Grüße,

Mario Albrecht



Wärmebrücken



Die dunklen Stellen sind Wärmebrücken.
Die Wärme tritt durch den Baukörper nach Aussen.
Sieh dir Morgenfrüh ein paar Dachflächen an da kannst du genau sehen wo mit der Dämmung gespart wurde.
Die EnEv schreibt vor wie stark die Wämedämmung sein soll.
In diesem Fall wurde entweder zu dünne Dämmung kann auch sein das die Dämmung Lücken,Luftnester hat.
Event.gar keine Dämmung ?????? Wer weiß.



Ja und?



Das einzige, was man hier sieht, ist eine offensichtlich wirksame Wärmedämmung. Durch die extremen Temperaturen wird hier lediglich sichtbar, dass sich die Dämmfähigkeit aus der Gesamtheit der Baustoffe eines Bauteils ergibt. Und daraus ergeben sich nun mal Differenzen.
Mal abgesehen vom ästhetikfreien Design sehe ich hier nix schlimmes. Und genaueres lässt sich nur mit korrekten Temperaturmessungen aussagen.
MfG
dasMaurer





Ja,- so sehe ich das auch...

Im Prinzip müsste man sonst davon ausgehen,- alle Außenbauteile, die Außen nicht anlaufen baulich problematisch sind...

Wie schon geschrieben, die sehr guten 3-fach-Wärmedämmgläser laufen z.T Außen auch an, weil durch die sehr gute Wärmedämmung zu wenig Energie von Innen an die äußere Scheibe nachgeliefert wird und das ist im Grunde dann sogar ein Qualitätsmerkmal... :-)

Grüße,
Peter



@ Peter M.



Da gebe ich Dir ja Recht.
Doch die Problemstellen sind die dunkleren Bereiche.
Was würde denn schlimmstenfalls passieren, wenn diese arktischen Temperaturen über einige Wochen länger dauern würden?

Diskutierende Grüße
Udo



Hab da noch einige andere gefunden



Viele selbst gedämmten Dächer zeigen schon nach kurzer Zeit die Schwachpunkte auf.

Udo



weil's so schön aussieht



Winterliche Dachmuster!

Kuschelnde Grüße
Udo



weil's so schön aussieht, zum 2.



Die Muster sind doch schön!
Oder etwa nicht?
Und alles ohne WQärmebildkamera.

Beobachtende Grüße
U.





Ich sehe das unproblematisch und wie schon richtig geschrieben wurde, bräuchte man exakte Temperaturangaben.

Auch die beschriebenen Gläser laufen meist nicht komplett an, sondern nur die Bereiche im Glas, die von den Temperaturen her am kältesten sind. Die Temp.-Unterschiede sind da aber sehr gering...

Grüße,
Peter





Wärmedämmglas U-Wert 0,5



Wird der Dumme dann reklamieren!



Wie sieht es in so einem Fall dann mit dem Nutzer aus?
Wird er etwa die Reklamation anstrengen?

Die früheren Eisblumen sahen jedenfalls schöner aus!

Eisblumiges zur Nacht,

Udo



Wärmedämmung von oben!





Da kann man dann nur froh sein, wenn in der Hütte genügend Heizmaterial vorrätig ist.
Das "Wärmedämmmaterial" kam ja hier von allein.

Weißer Gruß
Udo





Hi Udo,

auch hier ist eine Aufklärungs- und Hinweispflicht dem Kunden gegenüber sinnvoll!

Aber mal ehrlich,- außen wäre mir das Beschlagen energetisch schon um Welten lieber, als bei den favorisierten Einfachverglasungen hier dann im Innenbereich... :-)


Grüße,
Peter



Dachflächen



Oh bei den Dachflächen sieht man auch eine wirksame Wärmedämmung.
Soviel zum Thema dämmfähikeit durch die Gesamtheit der Baustoffe.





>Sehen so die Ergebnisse der EnEV aus?<

Das war die Eingangsfrage,- vermutlich erst mal bezogen auf die ersten beiden Gebäude...

Ich denke nicht, dass es wärmebrückentechnisch ein Problem ist. Da wären aus meiner Sicht andere Bereiche eher betroffen. Interessant hier wären die tatsächlich Temperaturen,- auch von Innen...

Die anderen Bilder sind ja ältere Gebäude. Die wären vermutlich froh, sie hätten ählich wenig Wärmeverluste wie die Beispiele oben...

So, und nun frage ich mich, was hat das alles mit der Eingangsfrage zu tun? Einerseits ist man strikt gegen die EnEV und andererseits wird dann hier in den Beiträgen danach gerufen?!?!

Grüße,
Peter



@ Peter



Sicherlich ist das Hauptübel: Das Politikum!
Politik und Industrie stecken unter einer Decke , machen gemeinsame Sache und werden die Richtungsweisungen stets nach besten Profitergebnissen ausrichten.

Und wenn dann die gigantischen Kartenwerke zusammenfallen, stiehlt man sich aus der Verantwortung und wirft sich z.B. vor einen Zug.
Ist schon interessant, was es da so für Verflechtungen gibt.
Pharmaindustrie und Baustoffe (Zement!).
Kleine Info am Rande zur Gruppe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Merckl

Ist jetzt zwar nicht unmittelbar präzise zum Eingangsthema, aber sicherlich etwas zur Gesamtbetrachtung bzw. -entwicklung.

Schönen sonnigen Sonntag,
Udo





Hi Udo,

ne, mit der Eingangsfrage hat das nichst zu tun... :-)

Sag doch einfach mal ganz konkret, was Dich stört an der EnEV usw., vielleich kann man das dann ein wenig aufhellen.

Sonst ruf mich doch einfach in den nächsten Tagen mal wieder an und wir diskutieren ein wenig... :-)

Ebenfalls schöner Restsonntag,
Peter



Auch wenn du mich nicht gefragt hast, Peter,



will ich mich dazu 'mal äußern.

-Die EnEV sorgt dafür, dass der Hausbesitzer nicht selber entscheiden kann/darf was an seinem Haus sinnvoller weise wie zu machen ist. Er muss im Prinzip eine Genehmigung einholen wenn er "nur" neu Verputzen und nicht gleich mit dämmen will.

-Die EnEV schreibt im Prinzip stur einen U-Wert bei Arbeiten am Altbau vor und achtet nicht auf die Bauphysik.

- Die EnEV trägt dazu bei, dass schöne Fassaden(die nicht Denkmal geschützt sind) zunehmend hinter Dämmungen verschwinden.


Letztlich ist die EnEV ein weiterer Beweis, dass die Politik das Menschenbild vom mündigen Bürger nicht mehr als Grundlage ihrer Handlungen hat.

Die EnEV wurde u.a. mit der Begründung eingeführt, dass man damit Geld spart.

Theoretisches Beispiel Erdgas:
Der Grenzübergangspreis für Erdgas liegt momentan bei etwas über 2 Cent/kWh. Die restlichen ca.5 Cent/kWh sind gehen an Versorger und Staat. Wenn jetzt alle nur noch die Hälfte an Erdgas verbrauchen würden, wollen/können aber Versorger und Staat nicht auf ihre Einnahmen verzichten. Da diese bei halben Verbrauch das gleiche Geld haben wollen, müssen sie ihren Anteil verdoppeln. Somit müsste der Preis/kWh auf 10+2 Cent steigen. Dies geschieht natürlich nicht sofort, sondern schrittweise.

Also wollen wir mal rechnen.
Bisher verbraucht 20000kWh a 7 Cent sind 1400 Euro.
Nun mit nur noch 10000kWh a 12 Cent sind 1200 Euro.

Oder mit doppelten Grenzübergangspreis:

20000kWh a 9 Cent sind 1800 Euro
10000kWh a 14 Cent sind 1400 Euro

Was lernen wir daraus? Mit Dämmung erhöhen wir mittelfristig die Energiekosten stärker als ohne. Wer dann noch nicht gedämmt hat muss dann richtig "bluten". Die Dämmung rechnet sich dann und man freut sich über die Einsparung. ABER EIGENTLICH LÜGEN WIR UNS IN GRÖSSENORDNUNGEN IN DIE EIGENE TASCHE.

Gruß Marko



EnEV



Nicht zu vergessen das die EnEV auch Arbeitsplätze schafft und einige Kleinkrauter am leben erhält gerade in dieser Zeit.
Man kann es von vielen Seiten sehen , von der Umwelt und vom Wirschaftlichen her.Ist halt so.





Hallo Marko,

viele Probleme die hier auftauchen wären sicher nicht vorhanden, wenn ihre Außenbauteile fachgerecht nach den Anforderungen der EnEV ausgeführt wären. Ein Eingriff in die Gebäudehülle ist immer problematisch und das gehört auch ganzheitlich geplant. Dafür liefert die EnEV wichtige Daten, die auch auf jahrzenterlanger Erfahrung aufbauen. Leider wird hier auch viel falsch gemacht, weil gerade diese wichtigen Details/Anschlüsse/Aufbau usw. nicht richtig geplant werden...
Die EnEV ist auch nicht fertig und wird ständig überarbeitet.

Ich kenne mich ein wenig mit den Bauteilen in unserem Gewerk aus und kann Deine Einschätzung nicht teilen.

Grüße,
Peter



Beim Neubau



macht die EnEV sicher irgendwo Sinn, Peter. Aber im Altbau?

Beispiel:
24 Vollziegel-Wand verputzt und Grenzbebauung.

Innen ist alles i.O. Nur der Außenputz ist zu machen.
Nun sagt die EnEV dass dann aber auch auf U=0,irgendwas gedämmt werden muss. So und wie?
Außen geht nicht, dem Nachbar fehlt dann die nötige Breite der Grundstückseinfahrt. Deshalb gibt er keine Zustimmung, schließlich müsste man über 10cm auf sein Grundstück bauen!
Also bleibt nur innen. Da ist doch aber alles i.O. Warum soll man das zerstören? Die nötigen Dämmstärken sind auch nicht günstig bei sowieso kleinen Räumen, von den bauphysikalischen Risiken mal ganz abgesehen.
So und nun der Unfug an sich. Wenn nun gezwungener Maßen doch die Wand gedämmt wird, so dürfte man die alten undichten Fenster drinnen lassen.

Ich halte die EnEV für überflüssig. Jeder versucht sowieso so günstig wie möglich zu heizen. Da kann auch jeder entscheiden ob er dämmt oder nicht und wenn ja wie stark.

Bei mir erreichte ich z.B. bei ca.8cm Außendämmung den Taupunkt in der Dämmung. Lt. EnEV müsste ich aber noch stärker dämmen. Sinnvoll?

Da wir letztens den neuen Mietspiegel bekommen haben, konnte ich es mir auch nicht verkneifen den Spaß mal durchzurechnen. Wenn ich alles nach der EnEV machen lassen(ca.40TEuro) würde und dann die zulässigen 11% der Kosten auf den mittleren Mietpreis p.a. drauf rechne, liege ich ca. 30% über den maximalen Mietpreis. Würde sich also für einen Vermieter nicht rechnen, weil dann könnte er nicht mehr vermieten.
Oder anders. Wenn ich bei der Bewertung des Wohnraumes, lt. Mietspiegel, alle möglichen Pluspunkte für die Dämmung mit berücksichtige und damit in eine höhere Wohnqualität kommen würde. So ließe sich damit im Mittel der Mietpreis um 16 Cent/m² im Monat erhöhen. Dies wären unglaubliche 384 Euro im Jahr. Bei einer vollen Finanzierung(4% Zinsen)der EnEV-gerechteten Renovierung beliefen sich die jährlichen Zinsen auf über das 4-fache. Somit müsste ein Vermieter draufzahlen. Damit wäre die EnEV in unserer Region eher eine Vorschrift zur Enteignung von Vermietern. Zum Glück kann man sich davon befreien lassen.

Gruß Marko





Im Neubau braucht`s ja eh den Planer...

...und im Altbau??? meinen Viele, auf eine vernünftige Planung der Details/Anschlüsse usw. verzichten zu können und jammern dann, wenn irgendwas nicht funktioniert.

Viele Handwerker sind auch fitt und machen gute Beratungen und auch ne gute Arbeit.

Ich sehe viele Dinge in unserem Gewerk bzg. der EnEV eh als Standart bzw. aRdT an und von daher sollte man das Ganze nicht verteufeln.

Viele Grüße,
Peter



@ Peter



Schönes Fensterfoto!

Solch hochgedämmte Fenster haben ja aber wohl nur Sinn, wenn der Wandaufbau noch bessere Werte hergibt.

Ein lustiges Paradox: Wenn der Bauherr bei stärkerem Frost nichts mehr sieht, ist das Fenster gut :-)

Grüße

Thomas





In dem Fall ist es so, dass der Kunde ganz stolz Allen sein High-Tech-Fenster zeigt... :-))

Grüße,
Peter