Vor Ort Energieberatung Nordhessen

18.04.2007



Hallo, kann jemand einen Energieberater empfehlen, der nicht nur nach Tabelle PE-Folie und Steinwolle verordnet sondern vielleicht auch mal einen ökologischen Gedanken einfliessen lässt?
Ich weiss - die BAFA-Entlohnung ist nicht sehr üppig, aber wer das gut macht, erhält logischerweise doch auch den Auftrag für den Energiepass und das ist dann schon lukrativer.

Irgendwelche guten Erfahrungen?

Gruß
Matthias



Fachwerkdämmung



Hallo, ich habe gerade in Ihrem Profil gesehen, das es sich um ein Fachwerkhaus handelt. Fachwerkkonstruktionen sind immer etwas mit Vorsicht zu genießen, was die Dämmung angeht. Man kann nicht so ohne weiteres ein Niedrigenergiehaus daraus machen oder die ENEV. einhalten. Sicher ist dies technisch möglich, aber es geht auch oft genug schief. Dann wundert man sich in 10 jahren evtl. über die verfaulten Balken...
Wenn bauphysikalische Grundsätze dagegen sprechen ist man nicht zur Einhaltung der EnEv verpflichtet! Bei einem denkmalgeschütztem Objekt schon gar nicht. Sinnvoller ist es auf ein ausgeklügeltes Heizungssystem (z.B. Erdwärme, Wandheizung etc.) zu setzen und Lehm als Speichermasse z.B. als homogene Leichtlehmvorsatzschale vor den Außenwänden einzusetzen.
Jetzt habe ich zwar nicht Ihre eigentliche Frage beantwortet, aber vielleicht konnte ich ja einige neue Denkanstöße geben. Sie können mich auch gerne einmal anrufen um das Thema fachwerkverträgliche Innendämmungen ausführlicher und persönlich miteinander zu besprechen.

Viele Grüße vom Edersee
Mathias Josef



Der Martthias hat ja noch gar



nicht gesagt, welche Werte er erreichen muss. EnEV geht fast immer, da die Gebäudetechnik in die Berechnung einfließt. Dabei schneidet Erdwärme nicht immer gut ab, da sie ja nun mal mitr Strom funktioniert und die EnEV hat den Primärenergiebedarf im Blickfeld, nicht den tatsächlichen Energiebedarf (der wird natürlich trotzdem ermittelt).
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Tip:
Suche dir einen Baubiologen hier im Forum. Wenn du hier niemanden finden kannst suche einmal unter www.baubiologie.de. --> Beratungsstellen. Machen diese selber keine Energieberatung, so wissen sie mit Sicherheit jemanden, der die Arbeit übernehmen kann. Übrigens Energieberatung gibt es auch ohne Bafa und der Energiepass bringt für den Aussteller nicht wirklich viel Geld.



@Herrn Heim



Erreichen muss ich überhaupt nichts. Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist dass mir eben ein gesundes Raumklima und ein funktionierender Wandaufbau sinnvoller erscheint als ums zerplatzen die Energieeinsparverordnung einzuhalten. Ich nehme doch lieber mal einen U-wert von 0,6 in Kauf und verwende regenerative bzw. immer vorhandene Heizenergie anstatt auf Erdöl oder Gas zu setzen. Damit tue ich mehr für den Umweltschutz, die Langlebigkeit und den Charakter eines Fachwerkhauses. Meine persönliche Meinung. Ich habe ja gar nichts gegen den Energiepass, nur geht der Trend eben oft zu einer hohen Wanddämmung welche nicht immer Substanzverträglich ist. Wenn man aktiven Umweltschutz betreiben möchte, sollte man nicht die Syntome der aussterbenden Energieträger bekämpfen, sondern erst gar keine Emmisionen erzeugen. Pellets und Stückholzkessel sind hier z.B. zu nennen oder die enormen Möglichkeiten mit Rapsöl für Blockheizkraftwerke und Pkw´s. Aber bevor es jetzt Philosophisch wird hör ich lieber auf. Jeder sollte es eben so handhaben wie er es für richtig hält.

Grüße zum Mittwochabend



@Mathias Josef



Das meiste kann ich so unterschreiben. Für mich ist allerdings die EnEV keine Horrorverordnung zur Zerstörung alter Häuser. Sie läßt mir sehr viel Spielraum z.B. eine "schlechte" Dämmung durch eine ökologisch gute Heizung auszugleichen. Ob eine Wärmepumpe ökologisch sinnvoll ist muss im Einzelfall untersucht werden. Pellets oder Stückholzheizungen, Solaranlagen helfen immer weiter. Mit Rapsöl tue ich mich persönlich etwas schwer, weil die Anbaumethoden mit Ökologie nicht viel am Hut haben und hier die Bauernschaft daran arbeitet genveränderte Pflanzungen durchzusetzen, frei nach dem Motto, wollen wir ja nicht essen, also was soll's.
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Der Energiepass ist ebenso keine Horrorvision, weil er nur eine Bewertung zu erwartender Energieverbräuche darstellt und keine Verpflichtung zur Nachrüstung enthält. Bei Einfamilienhäusern kommt er sowieso nur bei Vermietung oder Verkauf zum tragen.



Falscher Adressat? - Details zur Frage



Hallo - und besonders Herr Heim und Mathias Joseph.
Ich glaube wir haben hier ein Problemchen mit doppelten Namen, ich heisse Matthias - und die Heim'sche Antwort/Frage ging wohl an mich.
Ich habe zunächst mal in meinem Profil die Infos zum Haus erweitert. Weiter ist es ein MFH, d.h. ein Teil ist vermietet und genau da wird dann in Zukunft der Energiepass unumgänglich . Und der Einstieg dzu ist die Vor Ort Energieberatung, damit man vorab weiss wo man steht und vor dem Energiepass-Verfahren etwas möglichst effektives unternehmen kann. So sehe ich das zumindest.
Und wenn ein Mieter ins Spiel kommt, sieht immer alles ganz andersaus, denn Staat gibt Mieter erstaunliche Möglichkeiten und Rechte an die Hand.

Wenn ich da nur daran denke, daß es normal sein soll, wenn unzählige Bilder mit 80er Nägeln aufgehängt werden. Heute verzeiht das die Backsteinmauer und beim Auszug muss Vermieter akzeptieren, daß Gips oder Acryl drübergeschmiert wird. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie eine von Innen hoch gedämmte Wand beim nächsten Mieter durchfeuchtet und schimmelt. Und den Nachweis über die Ursache muss ja der vermieter führen. Aber ich schweife ab...
Der rote Faden: Vermietung erfordert Energiepass mit guter Klassifizierung. Da der Eigentümer auf Vermietung angewiesen ist, kann er nicht nur für sich im Sinne besseren Wohnklimas auf die gute Klassifiezierung verzichten.
Dann möchte ich aber schon einen wirklich durchdachten Ansatz und nicht das übliche Abdichten mit Folien, dick dämmen mit Mineralfaserwolle und Polystyrolschaum. Sondern ein eher diffusionsoffenes Konzept. Die drei Energieberater, mit denen ich Kontakt hatte, liegen aber voll in diesem Mainstream. Dafür brauche ich aber keinen Energieberater, das kann ich auch so machen. Das Geld für eine derartige Beratung würde man dann besser gleich in Folien investieren :-(

Die Frage von Fred Heim verstehe ich nicht: Welche Werte müssen erreicht werden ? Die EnEV muss eingehalten und eine gute Klassifizierung für den Energiepass muss erreicht werden, weil sonst in naher Zukunft nicht mehr vermietbar.

Einen örtlich nahe gelegenen Baubiologen habe ich unter www.baubiologie.de nicht gefunden - es geht um den 34er PLZ-Bereich.
Wie finde ich denn hier einen lokalen Baubiologen?

Danke und Gruß
Matthias



Energieberatung



Evtl. kann Ihnen diese Edertaler Firma weiterhelfen.:

http://www.consolaris.de/

Viele Grüße



Ruf doch mal



bei dem Baubiologen Jens Belmer in Detmold an (auch unter www.baubiologie.de). Vielleicht weiß der im Umkreis jemanden der weiter helfen kann. In einem Radius von gut 100 km kennt man sich ja noch.
Und dann gibt es noch den Baubiologen Baumann in Krebeck ca. 70 km von Kassel:
Dipl. Ing. Werner Baumann
Zur Bodmark 1 37434 Krebeck
Telefon : 05507 9799131





Hallo,


vielleicht kann Ihnen mein Chef, Herr van der Wals, weiterhelfen.


Er ist Energieberater, und wir legen großen Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Wir bauen ökologische Häuser, die fast Passivhaus-Standard erreichen, da können wir Ihnen bestimmt die richtigen Baumaterialien empfehlen.


Für Fachwerkhäuser bin ich der richtige Ansprechpertner, da ich auch privat gerade eines restauriere. Zusammen ergibt das, denke ich, genau das Fachgebiet, das Sie brauchen :-D


Schreiben Sie mir einfach eine e-mail ie@hausbau.ag


Gruß

Inka Emich