Energieberater - Kosten - Lohnt sich das überhaupt?

28.05.2018 Cat



ich möchte gerne an unserem Haus folgendes machen lassen

- Dach neu (eventuell mit Dachstuhl / Außensparrenisolierung)
- Heizung neu (Lehmwandheizung / vorh. Flüssiggas auf Erdgas Heizung umstellen)
- Innenwandisolierung unter der Heizung mit Lehm/Schilf
- Fenster neu (überall Sprossen-Holzfenster rein)

Ich würde gerne von der KFW eventuell einen Zuschuss beantragen, weiß aber nicht, ob dieser Zuschuss nicht durch die Kosten eines Energieberaters aufgefressen werden.

Hat hier jemand mal eine Hausnummer was so ein Energieberater für diese Leistungen wären und ob sich so etwas überhaupt lohnt. Ich frage nur weil ich hier Zahlen von 5-10% Honorar Kosten im Kopf habe ... das wären bei 100 000 Euro Energetische Sanierungs Kosten (Maßnahmen) = 10 000 Honorar wenn es hart kommt minus 50% maximal aber 4000 von der KFW bleiben 6000 übrig .... da lohnt sich das doch gar nicht -- oder liege ich falsch?

sorry ich bin neu auf dem Gebiet aber vielleicht hat hier jemand Erfahrung. Nicht zu verachten es ist ein Fachwerkhaus.. hier wird es sicher noch ein bisschen schwerer die Vorgaben einzuhalten die die KFW möchte. Gestern habe ich ne Reportage im TV gesehen wie welche im Neubauhaus mit Silikon rumgerannt sind um alles abzudichten da die Werte der Messung nur 0.02 % drunter lagen ... war zwar kein FWH aber auch KFW



Ich schau TV



Ganz ernst - ich habe im TV - in Bezug auf Baumaßnahmen - und erst recht nicht in Bezug auf Fachwerkhaus, noch nie (in Worten - noch NIE) etwas einigermaßen sinnhaftes gesehen. Aber das nur am Rande.

Nehmen wir mal kfw Effizienzhaus Denkmal - 1 Wohneinheit (erhaltenswerte Bausubstanz - das ist im Zweifel fast jedes Fachwerkhaus) ... 100 T€ Kredit ab 0,75 %.
Das ist ja schon kein schlechter Zinssatz.
Bearbeitungsgebühr usw kommt noch drauf.
ABER ! 12,5 % Tilgungszuschuss. Bei 100 T€ sind das immerhin 12,5 T€ die man nicht zurück zahlen muss.
Und dann kommt es natürlich darauf an, was dein Energieberater für dich leistet. Der bekommt das ja nicht pauschal einfach so sondern erbringt eine Gegenleistung. Was genau er für euch macht und was das kostet muss man mit dem Energieberater absprechen. oder mit deinem Planer, der sicher mit einem Energieberater zusammenarbeitet.

Ich glaube da wird schnell klar das es sich sicher lohnt mit einem Planer oder Energieberater zu sprechen - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



danke für Ihre Antwort



nun ich habe ein konkretes Angebot (also mit Zahlen) vorliegend.
Die Abrechnung erfolgt eben pauschal.
bis 50 000 = Pozentualer Anteil X
ab 50 000 = Pozentualer Anteil XX

Es handelt sich bei mir um Zuschuss ... kein Kredit und auch kein Denkmal geschütztes Haus.
So das Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal nicht greift.

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000004311_M_430_Zuschuss.pdf

ich frage nur deshalb (da ich ja Beratung brauche) wie ich das machen soll. Der Energieberater möchte quasi einen % Satz der kompletten Sanierungs Kosten ..aber ich weiss ja nicht einmal wieviel ich überhaupt erwarten könnte von Seiten der KFW. Heisst ich brauche hier quasi erstmal ein Angebot was kostet es mich ... was bekomme ich zurück damit ich das aufwiegen kann.

Die Frage ist ja auch ob ich diese Standards einhalten kann .. zB Dämmung -- ich kann nur innen dämmen und habe dort Lehm/Schild/Wandheizung geplant .. das wird aber nicht für ein kfw Haus 55 reichen :) denke ich mal

--> Energieeffizienz Experten einbinden
Der Energieeffizienz Experte (www.energie-effizienz-experten.de) berät Sie über die passenden und aufeinander abgestimmten Sanierungsmaßnahmen für Ihr Gebäude, prüft ob diese technisch förderfähig sind und erstellt die "Bestätigung zum Antrag"(BzA)

An wem, kann ich mich im Vorfeld (also bevor ich einen Vertrag mit einen Engerieberater mache) den erstmal schlau machen was ich bekommen könnte und wieviel ich investieren muss. Das ist doch eigentlich der Energieberater .. oder sehe ich hier was falsch?



kfw Denkmal



KfW-Effizienzhaus Denkmal greift nicht nur bei denkmalgeschützten Häusern sondern auch bei "aus anderen Gründen" erhaltenswerter Bausubstanz. Ein guter Energieberater wird dich dahingehend infornmieren können. Allerdings braucht der Energieberater auch die Zualssung für den Denkmalbereich.
Aber das nur am Rande.

Im Vorfeld ...
Sind wir wieder beim Planer. Der Planer kann ein Energieberater sein aber er kann auch mit einem Energieberater zusammen arbeiten. Planer sind in der Regel Ingenieure oder Architekten.
Der Planer erarbeitet mit dir die Möglichkeiten des Hauses, deines Budgets und vieles mehr. Dazu gehören auch die Möglichkeiten durch kfw Förderungen. Dazu wird er dir auch eine Aufstellung machen, was welche Massnahme kostet und ob sie Förderfähig ist oder nicht..



danke



..... für die antworten

1.) Zitat: "KfW-Effizienzhaus Denkmal greift nicht nur bei denkmalgeschützten Häusern sondern auch bei "aus anderen Gründen" erhaltenswerter Bausubstanz"

Frage:
a.) wer teilt das ein oder bestimmt das?
b.) und wenn nicht erhaltenswert?

2.) Zitat "Allerdings braucht der Energieberater auch die Zulassung für den Denkmalbereich".
wurde ich gefragt -- da spielt aber Frage 1 wieder rein .. müsste ja erstmal wissen wer für mich zuständig ist.
Der , der mir das Angebot mit pauschal Prozentsatz gemacht hat ist wohl nicht für Denkmalschutz .. aber ich habe ja auch keinen und hatte das so gesagt .. wusste nicht das es da auch Unterscheide gibt. Aber ich habe kein Denkmalschutz.. definitiv nicht .. Baujahr 1900

3.) mit Planer meinst du Bauvorlagenbevollmächtige (oder so ähnlich) - jetzt die Quizfrage .. wo finde ich so einen? Zum erstbesten Architekten wäre sicher auch nicht klug .. man müsste sicher auch nach preisen frag



Lass es mich für dich googlen



https://www.energie-effizienz-experten.de
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Bei den Ergebnissen schau auf die Homepages und suche das Gespräch. Spreche mit 2 oder 3 Beratern über deine Vorstellungen und prüfe mal ob sie hier aktiv sind oder z.B. auch mit der igb zusammenarbeiten. Frage Referenzen in Sachen Fachwerk ab und schau sie dir an. Treibe im gleichen Maße Aufwand als es dir Nutzen und Kosten bringen soll. Bei den Planern ist es genau so. Ein guter Energieberater kann auch ein guter Planer sein und/oder dir einen Vermitteln. Ein guter Planer für Fachwerk kennt die WTA-Merkblätter und saniert z.B. danach. Er kann entsprechende Referenzen nachweisen und weiss was gemeint ist, wenn du von konsequent diffusionsoffen und kapilaraktiv sprichst.
Den guten Planer zu finden ist schwerer als ein gutes Forum zu finden. Bringt aber auch mehr.

Sorry aber ein guter Planer hat auch nur begrenzt Zeit, dir die Arbeit abzunehmen und deswegen lass ich dich nun mal ein paar Stunden werkeln.

Beste Grüße - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



Energieberater



Ich würde nicht nach % Auftragssumme abrechnen-
das fördert möglichst teure Sanierungen und hält kaum zum Sparen an.

Zudem heißt teure Ausführung nicht automatisch besonders aufwendige Planung,
die ein hohes Honorar rechtfertigt.

Ein altbauerfahrener und kostenbewußter Berater ist sinnvoll,
wenn er/sie einfache, risikoarme Konstruktionen wählt, kurze Leitungswege ermöglicht, evt Anleitung für Selbsthilfe geben kann und freie Gelder besser zB in gute, ökologische Dämmung und hochwertige Materialien investiert werden kann.
Zuerst muß ohnehin der Bestand und notwendige Sanierungsmaßnahmen zum Substanzerhalt ermittelt werden.
Vieles ist auch unabhängig von KfW zu klären.

Andreas Teich



300 €



hat mein Berater für ein schönes altes ( 1875 Baujahr)Fachwerkhaus abgerechnet.
Da ist drin der Energiebedarf und erste Vorschläge was gemacht werden soll / kann.
Ein kompletes Gutachten mit Umbau und Energieeinsparmaßnahmen und Umbaubetreuung kostete noch einmal 500€.
Also alles im Rahmen.

Klaus