KfW Kredite sinnvoll

11.06.2012



Hallo Häuslebauer

Ich hätte eine Frage die vielleicht nicht wirklich hier her passt. Aber Versuch macht Kluch.

Ich möchte eine Bauernhaus (3 Etage inkl. Dach, ca. 300qm Wohnfläche) kaufen welches noch weitersaniert werden muss. D.h. Fassade, Fenster, Dach und Dachstuhl sind komplett neu. Das Dach hat 16cm Dämmung und ist/wird zum Wohnraum ausgebaut. Momantan ist eine kleine Ölheizung am laufen und erwärmt das Warmwasser und eine Fußbodenheizung der linken Haushälfte im Erdgeschoß. Die rechte Haushälfte hat einen Keller (Tonnengewölbe). Hier ist ein neuer Kamin und Infrarot-Heizung angesagt. Im OG ist eine Hälfte auch mit Infrarot-Heizung ausgestattet, die andere Hälfte ist noch Rohbau. Das Mauerwerk ist 55 und 60cm dick (OG noch zusätzlich mit Holzverkleidung), eine Giebelwand wurde komplett erneuert und ist nur 36cm stark. Diese Giebelwand grenzt an eine Scheune welche später noch ausgebaut werden sollte/wird. Nun hatten wir über eine Teilfinanzierung über KfW Kredite nachgedacht. Der Architekt wöllte wohl am liebsten das Dach und die Fassade komplett nochmals neu dämmen und eine neue Heizung einbauen. Mit der Heizung gehen wir mit und werden uns für eine Pelletheizung (automatische Zufuhr) mit thermischer Solarunterstützung entscheiden, wenn möglich als zusätzliche Kombi mit Stückholzverbrennung. Den Rest wöllten wir eigentlich so lassen. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand wird ein KfW-Kredit (Energieeffizient Bauen) nur in Höhe der tatsächlichen Baukosten gegeben, noch dazu nur für Wohnungen die nicht als Ferienwohnungen Verwendung finden. D.h. wiederum, dass nur ein Teil der Heizungsbaukosten gefördert werden. Macht es hier jetzt Sinn, einen Energieberater für viel Geld kommen zu lassen um dann nur einen Teil über die KfW finanziert zu bekommen? Ich gehe von ca. 60T€ für die gesamte Heizungsanlage aus. (Ca. 100qm werden von uns selber bewohnt, 2 Etagen sollen als Ferienwohnung vermietet werden.)



Moin,



das einfachste wird sein du holst dir noch 2-3 Alternativangebote anderer Banken und schnappst dir einen Taschenrechner......

;-), Boris



Hallo Lausbub,



ich habe Ende letzten Jahres einen laufenden KfK-Kredit für eine von Dir angedachte Heizanlage in einen normalen Bankkredit umgeändert...günstiger.

...gucken, horchen, Angebote schnappen...

Gruß J.



hups,



tausche "K" gegen"W"



KfW und L-Bank - Gebäudeenergieberater



Hallo,

der Zins bei der KfW liegt derzeit bei 1,00 Prozent, Bauvorhaben in Baden-Württemberg werden sogar mit 0,75 Prozent finanziert + Zuschüsse ab 2,5 Prozent (Stand Juni 2012).

Dazu gibt es bis zu 4.000 € Zuschuss für die Baubegleitung.
Darin enthalten sind zum Beispiel Kosten für die Berechnung Heizlastberechnung - Hydraulischer Ableich usw.

Es macht auf jeden Fall Sinn einen Gebäudeenergieberater für die Berechnung zu nehmen, damit Sie eine solide Entscheidungsgrundlage für öffentliche Fördermittel haben.

Gleichzeitig erhalten Sie einen Nachweis für Ihr Gebäude der nach EnEv geforderten Nachweise über geänderte Hüllflächenveränderungen und der Anlagentechnik/Heizung.



Hallo Energie Berater



Nach durchforsten der KfW Seite ist mir aufgefallen, dass oftmals eine Nichtförderfähigkeit bei "Wohneigentum, für das nach dem 01.01.1995 Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde" besteht. Das Haus ist von ca. 1920, Sanierungsarbeiten und der Dachstuhlausbau zu einer Wohneinheit aber erst 2008-2010 erfolgt. Was zählt jetzt für die KfW? Des Weiteren betrifft dies wohl auch das OG da sich hier ebenfalls eine neue Wohung befindet.

Wenn ich nur den eigengenutzen Teil des Hauses mit KfW Kredit finanziere, dann spar ich 25 Euro im Monat. Das wären auf 10 Jahre Zinsfestschreibung 3000 Euro. Der Energieberater kostet mich aber schon 1310 Euro (nur der Eigenanteil). Mir wäre das drumherum zu viel Aufwand wegen 1700 Euro.

Könnt ihr mir hier weiterhelfen?



KfW Fördermittel - Gebäudeenergieberater -Wohnraumerweiterung - Baujahr 1920



Das Gebäude ist 1920 erstellt - Weiterer Wohnraum wurde 2008 - 2010 geschaffen; somit besteht die Möglichkeit für zwei Wohneinheiten Fördermittel und/oder Zuschüsse bis zu 75.000 € Baukosten pro Wohneinheit in Anspruch zu nehmen, je nach KfW Programm.

Wichtig ist das Erstellungsdatum Ihres Gebäude; hier 1920.
Der Ausbau/Erweiterung tangiert Ihre Fördermöglichkeiten nicht.
Jedoch sollte eventuell im Steuerbescheid in Ihrer Grundsteuer ein Zweifamilienhaus nachgewiesen werden können; sofern vorhanden.

Zu Ihrer Frage des Gebäudeenergieberater / Energieberater / Achitekt. Jeder Sachverständige wird Ihnen anhand von Ihrem Objekt einen Nachweis erstellen, der Ihnen weitere Details Ihrer Immobilie liefert.

Sofern Sie ein Automobil besitzen, werden Sie sicherlich wissen, dass keine Werkstatt eine Untersuchung für "Lau" und "Null" durchführt - Die Überprüfung zahlen Sie auch beim TÜV oder DEKRA usw. - Jedoch geht es hier um ein Vermögen - Wirtschaftsgut - Das Zuhause. Geiz ist Geil kann hier nicht der Vordergrund sein sondern Sachverstand einholen



KFW sinnvoll oder nicht



Der KFW-Zinsatz ist zwar sehr bestechend, aber die Vorgaben im Massnahmenkatalog sind dafür sehr Kostenintensiv.

Das Dach ist neu, also besteht kein Handlungsbedarf, bei einer Wandstärke von 55-60 cm stellt sich die Frage, ob eine Dämmung, gemessen an der Speicherfähigkeit und der Auskühldauer des Mauerwerk überhaupt Sinn macht.
Hier steht die Wirtschaftlichkeit einer solchen Massnahme im Vordergrund.
Mit der neuen Heizung gehe ich mit Ihnen konform, sie muss aber für das Gebäude richtig ausgelegt sein.

Einen Energieberater mit ins Boot zu nehmen ist auf jedenfall sinnvoll, da dieser Ihnen bei Bedarf, eine Befreiung nach § 25 EnEV ausstellen kann.

Grüsse