Einzel- Teilsanierung

12.12.2018



Hallo Leute!

Ich bin neuerdings Hausbesitzer geworden, handwerklich nicht gerade ungeschickt aber auch nicht gerade der Profi, Standard halt.. Einige Dinge sind im Haus gemacht, andere Dinge widerum nicht.

Maßnahmen die ich insgesamt plane, um die nächsten Jahre (vorraussichtlich 10, nein ich sterbe nicht in 10 Jahren, aber in 10 Jahren plane ich einen kompletten Rundumschlag) wohnlich und angenehm zu gestalten.

Angefangen mit Prio 1

Für manch einem hier sicherlich eine Kleinigkeit, für andere wie mich die dort auf absolutes Neuland treffen sehr aufregend.

Geplant ist hier nämlich die Versetzen (sowohl Vertikal als auch Horizontal und Zeitgleich eine Verkleinerung aktuell 1300mmx1000mm)

Hintergrund ist, dass das Fenster aktuell die Planung der Einbauküche massiv stört. Es ist ziemlich groß, gewünscht hier eher 1150mmx600mm sowie mittig positioniert (Wandbreite 2300mm). Das aktuelle Fenster sitzt nämlich recht tief, sodass eine Arbeitsplatte vom Boden aus gesehen 93cm schon verhindert, dass das Fenster geöffnet werden kann.

Da Fertighaus, muss ich mir Gedanken machen, wie man am besten das zu große Loch verschließt. Sollte man hier gänzlich eine neue Lattung einbringen? OSB? Span? Vielleicht denke ich auch einfach zu kompliziert und es geht viel einfacher. Bitte um Vorschläge.

Weiter zu Prio 2

Der Austausch der Haustür. Frage zunächst ob lieber Kunstoff oder Voll-Alu? Ein Mix gleicht ja eher zu Voll-Alu daher entweder die günstige Variante oder die teurere.

Was ich zudem gerne verstehen würde, wieso muss man eine Haustür thermisch trennen? Habe ich in diesem Kontext auch noch nicht gesehen, bin da nur über meine Recherche drübergestolpert.

Macht ein Austausch der Tür bei einem Fertighaus Probleme im Gegensatz zum herkömmlichen Stein auf Stein? Sollte man hier ggf. den Rahmen erneuern wegen evtl. Bohrlöchern vom alten Rahmen, Stabilität nach Entfernung des alten Rahmens?

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Prio 3 und damit eigentlich auch der größte Teil. EG komplett gefliest. Fliesen komplett entfernen, im Wohnzimmer bis auf den Rohboden (sprich Estrich etc. raus) damit eine FBH verlegt werden kann, sowie kompletter Neuaufbau mit Trittschalldämmung etc.

Küche soll ebenfalls gefliest werden, hier reicht es aber wohl wenn man die alten fliesen entfernt.

Diele, Bad (Bereits letztes Jahr erneuert worden, bleibt also), Kinderzimmer, Schlafzimmer mit Laminat zu versehen. Spannende wird sein überall die gleiche Höhe hinzubekommen. Richtwert wird das Bad sein, da die Höhe hier unverändert bleibt.

Frage, wie sollte man im Wohnzimmer bzw. bei den restlichen Zimmern anfangen bzw. was beachten damit die Höhe, dem des Bads gleichkommt? Unter dem Laminat kommt ja meist nur die Dampfbremse, was hoffentlich nicht schon wieder zuviel Höhe wegnimmt. Beim Wohnzimmer kommt ja dann Vorbereitung / Unterbau FBH, Estrich, Fliesenkleber, Fliese selbst. Bei der Küche lediglich Fliesenkleber und Fliese.

Letztens Endes die Prio 4

Elektrik
Steckdosen in diversen Zimmern Nachrüsten, darunter im Bad (Dilemma nicht eine Steckdose! und voll verfliest, großen Dank an den Vorbesitzer), FI's Nachrüsten

Wasserleitungen / Abfluss
Unterputz verlegen, die ein oder andere Leitung für die Küchenspüle erweitern / verlängern

Heizung
Heizkörper gegen Wandpanelheizkörper austauschen, Leitungen Unterputz verlegen

Decke
Holzdecke entfernen und gegen Rigips ersetzen mit Deckenspots verkabeln sowie verputzen

Wände
Tapeten entfernen und OSB-? Span-? Rigipsplatten verputzen

Außenfassade
Eternitplatten entfernen und mit geeigneten Platten (OSB- Span-Rigipsplatten) versehen und verputzen

Alles im allem natürlich noch abzuklären was mich in einem 1970er Haus so erwartet. Asbesthaltiger Boden?, irgendwelche anderen Schadstoffe die ggf, beim Bohren, Sägen, Brechen, abbauen von Innenwandverkleidungen nachhaltig den Menschen als solches Schaden zufügen? Raumluftmessung / Gutachterbegehung anzuraten vor Arbeitsbeginn?

Man hat im Jahre 2002 bereits eine Sanierung durchgeführt, aber selbst und ohne Dokumentation oder genauerem Wissen darüber wie wo was. Wurde einfach nur auf altes Zeug drübergelegt oder wurde ordentlich saniert? Diese Auskunft konnte mir der Vorbesitzer nicht mehr geben da xyz die Sanierung durchgeführt hat auf Freundschaftlicher Basis und da der Vorbesitzer Recht wenig Interesse am Handwerk besaß hält sich die Information natürlich in Grenzen (ob das stimmt, oder nicht muss ich so hinnehmen).

Ich würde mich über den ein oder anderen Kommentar / Hilfestellung durchaus freuen. An dieser Stelle soll gesagt sein, ich bin absoluter Laie was dieses Thema angeht, hier und da mal mitgeholfen aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie dieses angehende Projekt. Sollte es zuviel oder zu schwierig werden, werde ich auch Gewiss Hilfe einholen soviel sei gesagt. In diesem Sinne einmal vielen Dank für eure Hilfe.



Hallo Brickleberry



Erst mal Glückwunsch zum neuen Haus.
Fenster verkleinern oder vergrößern in einem Fertighaus sind eher kein Problem. Wenn es eine Eternitfassade hat? Eternit = Asbestzementplatten. Von welchem Hersteller ist das Objekt?

Wenn ich den Hersteller kenne oder mal die Baubeschreibung sehe kann ich Dir vieleicht weiterhelfen.

Rudi



Hallo Rudi



Hallo Rudi,

vielen Dank für deine Antwort!

Das Objekt ist ein Streifhaus BJ 1972, welcher aber schon zum Teil (Was genau, ist leider nicht wirklich definiert worden, da ich das Haus von der Frau gekauft habe, und die Sanierung über ihren Ehemann lief und Sie sich schlichtweg wenig dafür interessiert hat) "Grundsaniert" worden.

Die Außenplatten sind meiner Meinung nach Eternitplatten. Sie sehen äußerlich jedoch verputzt / tapeziert aus. Sie sind auf jedenfall nicht glatt wie es für gewöhnlich der Fall ist.

Gebäudetyp laut Makler Streif Komforthaus Birkenweg Typ 92/1.

Ich hoffe das hilft dir weiter Rudi. Ich hatte auch schon bei Streif angefragt, ob die Kollegen mir netterweise die Baubeschreibung sofern noch archiviert zukommen lassen können, dies blieb bisher aber leider noch aus. Würde auf jeden Fall deutlich weiterhelfen.

Zum Fensterauschnitt, habe ich nur bei Stein auf Stein Häusern die Erfahrung, dass man bei Verkleinerung einfach zumauern kann. Bei Holz klar könnte man jetzt sagen, einfach Holz in passenden Stücken zurechtschneiden und einschrauben aber so einfach ist es bestimmt nicht. Sicherlich muss der ein oder andere Balken raus und gegen "ganze" Kunstruktionsvollhölzer eingeschraubt werden für die horizontale und dann einzelne Holzleisten / Latten einziehen auf vertikaler Ebene sodass der Verschnitt wieder passend ist oder?

Wäre um einiges Leichter wenn die Eternitfassade nicht wäre.

Gruß und Danke vorab
Steven



Guten Morgen



Steven

Streif Komforthaus langt.
Baubeschreibung bekommst Du beim zuständigen Bauamt, dort sind die kompletten Unterlagen in Kopie.
Lass uns nach 13:oo mal telefonieren. Nr. über meine HP.


Rudi



Hallo Rudi



Hallo Rudi,

ich ruf dich an, Klasse wirklich! Hab großen Dank.

Gruß
Steven



Weltklasse!



Nochmal einen großen Dank an den lieben Rudi!

Sehr sympatisch und alle Fragen im nu geklärt. Es hat mir auf jedenfall weitergeholfen!

Den groben Wandaufbau hat er sogar ins schwarze getroffen, daran kann man mal die Erfahrung sehen.

Nach einem kurzen Telefonat mit Streif konnte man mir zumindest eine kleine Auskunft geben, genaueres bekomme ich wie Rudi empfohlen hat aber vom Bauamt im Ort.

Von Innen nach Außen
18mm Gipsplatte
Dampfbremse
90mm Holzständerwerk
80mm Dämmung Glas oder Steinwolle
10mm Spanplatte
20mm Verlattung Senkrecht mit Lüftung
8mm Eternitplatten
3mm Rollputz (Hier war ich verwundert, weil man ja Eternitplatten nicht Streichen darf)



Danke



Immer gerne.

@all, eine schöne Weihnachtszeit

Rudi




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