Einsturzgefahr - Hilfe !!

28.08.2011



Ich bewohne ein in massiver Bauweise errichtetes eingeschossiges Gebäude ohne Unterkellerung
mit Satteldach. Das Haus ist ca. 40 Jahre alt. Es wurde auf einer schmalen Terrasse auf Streifenfundamenten errichtet. Daher die ungewöhnlichen Hausmaße - Länge 30 Meter, Tiefe zum bergseitigen Hang 6 Meter. Untergrund Sand und Kies mit Schluffbeimengungen.
Am Haus kommt es seit 1-2 Jahren zu vermehrten Setzungsrissen im bachseitigen Bereich, die laut Gutachten auf den Baugrund zurückzuführen sind, der durch Hangwasser unterspült wird.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen wie Pfahlgründung oder Bodeninjektionen sind wirtschaftlich unverhältnismäßig.
Mir liegt nun ein Vorschlag vor, den ich als Nichtarchitekt und Nichtstatiker nicht einschätzen kann :
Errichtung einer Holzständerkonstruktion wie im Fachwerkbau an der Hausfront zur bachseitigen Hanglage hin. Dies bedeutet ein schmales Fundament aus Beton oder Holzbalken.
Senkrechte Holzbalken zum Abstützen der Pfetten, sowie im Bereich zum Dach hin eine weitere waagrechte Balkenkonstruktion ( bitte um Nachsicht für die laienhafte Formulierung ).
Ist es richtig, dass durch diese Konstruktion zum einen die Dachlast von der am meisten betroffenen Hauswand genommen wird, und zum anderen einzelne Bodenabsenkungen in diesem Bereich nicht zum Einsturz der Hauswand führen würden nach dem Prinzip eines Schuhkartons ?
Es geht mir weniger um die perfekte Lösung für die nächsten 100 Jahre als vielmehr um einen praktischen finanziell überschaubaren Weg, der das momentan unkalkulierbare Risiko nimmt und eine mittelfristige Lösung darstellt.
Vielen Dank im voraus für sachkundige Einschätzungen.



Abstützung



Das bringt nichts. Die Setzungen der talseitigen Wand können Sie damit nicht abfangen.
Außerdem: haben Sie sich mal überlegt wie das aussehen soll?
vom Preis für die Bauerei mal ganz zu schweigen.
außerdem glaube ich kaum das Sie eine seriöse Firma finden werden die das hinbaut und dafür Gewährleistung übernimmt.

Viele Grüße



Dann hat man zwei



labile Gründungen auf ein und dem selben schlechten Baugrund.

Was soll das bringen?

Wenn der Baugrund wirklich unterspült wird, dann wird nichts anderen helfen oder den Bach umleiten und dem Grundwasser sagen, dass es auf dem Grundstück nicht erwünscht ist.

evtl noch Spundwände zum Bach hin - aber das Richtige kann man aus der Ferne nicht wissen oder anraten.

Die Vorschläge klingen realistisch.
Ob die den wirklichen Begebenheiten entsprechen ???

FK



Einsturzgefahr



Danke für die Rückmeldung.
Die Kostenseite und Gewährleistung ist von sekundärer Bedeutung. Es geht primär darum, dass Problem nach 2020 zu verlagern, da dann andere Lösungsmöglichkeiten auch finanzieller Natur bestehen. D.h. ein Hinauszögern der akuten Problematik ist die Zielrichtung. Dass die Holzständerlösung nichts endgültiges ist und das Problem nicht beseitigt, ist klar.

Schöne Grüße

Jochen Götter