Klärgrubendecke

01.06.2012 Daniel



Hallo,

ist es vorstellbar, dass man eine demnächst ungenutzte Klärgrube (d=2,5m) befahrbar machen kann indem man die Decke mit einer Trapezprofilschalung mit Bewährung ausbetoniert? Hintergrund: Die Grube ist in einer "Ecke" des Hofes, welche man zum komfortablen rangieren benötigen würde. Es wird nicht immer und wenn auch nur mit normalen PKW befahren. Die Alternative wäre zuschütten (sofern genug anfällt) und eingraben eines Regenwassertanks nebenan in der Wiese.

Und kann man an einem alten DDR Abwasserrohr ein 100er HT-Rohr aufstecken oder läuft beim Abtrennen Gefahr, dass es zerspringt?



Klärgrube



Lassen Sie da einen Statiker ran, der Ihnen das rechnet.
Bei 2,5 m Durchmesser brauchen Sie eine kräftige verlorene Schalung, immerhin werden pro m² etwa 650 kg Frischbeton und Bewehrung belasten.
Ich würde wegen der verlorenen Schalung zu einem Betonwerk gehen und mir zwei Halbkreise als Filigrandecke bestellen. Das ist bei Ihnen aber Aufgabe des Statikers.

Viele Grüße



Klärgrube,



aber wenn das Kreuz stehen bleibt, sollte das doch nicht so kritisch sein. Werde jedoch Ihrem Rat folgen.

Kann man abschätzen was der größere Aufwand (Kosten) der Alternative ist? Sprich Grube nutzbar machen oder Extra-Tank einbuddeln?



und



was verstehen sie unter DDR-Abwasserrohr? Wenn Sie Steinzeug meinen - die sind keine Erfindung der DDR.

Wenn es sich um ein solches handelt - die Flex mit Diamantblatt ist das geeignete Werkzeug dazu.

Aufstecken als zusätzlicher Anschluss seitlich oder in die vorhandene Öffnung ? Für das letztere gibt es Formstücke (kosten richtig Geld!). Für die seitliche Einbindung würde ich einen kleinen Revisionsschacht mauern und das halbe aufgetrennte Rohr als Sohle belassen und das KG-Rohr seitlich hineinragen lassen.



Laien-Idee



Um das Problem der Verlorenen Schalung und Gewicht des Frischbetons zu umgehen:

Schalung auf der Wiese bauen, einen Betondeckel betonieren und aushärten lassen.
bei 2,5m Durchmesser, 16cm Dicke (k.A. ob das reicht) und 2,3t/m³ ergibt sich ein Trockengewicht von ca. 1,9t.
Wenn es jetzt in der Nachbarschaft noch einen Bauer mit ausreichend großem Schlepper+Frontlader oder gar einen Stapler gibt und man beim Betonieren ein paar Anschlagoesen vorgesehen hat, kann man den Deckel aufs Loch legen und fertig.
Ob das statisch reicht, kann ich aber nicht sagen, war nur so eine Idee...

Gruß



ja,



aber in der Vorstadt ist das mit den Bauern und dem Platz leider so ne Sache ;-)



Mit RCL Wegebau



aufüllen ,bei einem Volumen von zehn Qubik landest du bei ca 200 Euro Materialkosten ,plus Anlieferung,Grube Versickerungsfähig machen und Lagenweise verdichten.

Ist vielleicht,einfacher und preiswerter und muss nicht durchgerechnet werden.

Grüße Martin



@ Michael



zwischen Frischbeton und Fertigbeton besteht im Gewicht kaum Unterschied. Und eine galtte Schalung bracht man trotzdem, sonst wird der Deckel unnötig dicker.
Der Vorschlag mit dem Auffüllen mag gut sein - scheint aber die Pläne des Bauherren als verbleibender Wasserspeicher zu stören. Ich denke, georgs Vorschlag ist der bessere, es muß aber kein Kreis sein - wegen der Mehrkosten. Als 4-EckPlatte mit Luke (muß wohl sein) kommt man besser. Wenn die am Rand drübersteht - wen stört es ? Und das Plaster lässt sich einfacher anarbeiten als an den runden Deckel.



Ähnliches Problem



Ist zwar keine Antwort für den Fragensteller, aber ich stehe vor einem ähnlichen Problem:
Ich habe eine alte Jauchegrube (10m x 4m, rechteckig, 2m tief). Diese hat zwar eine geschlossene Betondecke (gut 20cm dick) mit Einstiegsluken, die aber einige große Risse aufweist.
Da die Grube jetzt zum größten Teil mit einem Anbau des Wohnhauses überbaut werden soll, stellt sich die Frage Decke einreissen, Bodenplatte aufbrechen und die Grube verfüllen, oder die Grube so lassen und über die bestehende Decke die Bodenplatte für den Anbau gießen.
Einerseits brauch ich die Grube nicht unbedingt, andererseits scheue ich etwas den Aufwand das Ding einzureißen.

Für Denkanstösse bin ich dankbar.

Gruß
Volker



hat noch jemand ne Idee wegen dem Rohr?



das alte verklebte Rohr als Fallrohr ragt in den Stutzen wo es zur Grube rausgeht. Dieses muss ich abschneiden und an das neue HT-Rohr im Kellerfussboden anbinden. Zwischen beiden muss ich allerdings an der Wand entlang gut 1,5m verspringen. Diesen Sprung mit 1% und 2x 2Stk 45° ausführen? Das Kunststoffkleberohr trennt man ohne großen Schaden wie am Besten?



Volker



Einreißen, verfüllen und überbauen ist keine gute Idee. Du wirst die Verfüllung nicht so verdichtet bekommen, daß sie nicht immer wieder nachgibt.
Die Idee mit dem Überbetonieren würde ich favoritisieren...


Andreas



Dein



Formulierungen sind leider nicht eindeutig ...
"verspringen" 1,5 m in der Höhe oder seitlich ?
Kunststoff- "klebe" -rohr ???
PVC-Rohre kann man flexen (Diamantblatt schneitet da am besten) oder mit einer Holzzäge per Hand abschneiden. Am besten beim warmen Temperaturen, damit altes PVC nicht splittert.



@ Volker



sind die 2 oder die 10 m die Spannweite für die Bodenplatte. Ich nehme mal an, das die 2 m überspannt werden sollen - dann würde ich die Betondecke als verlorene Schalung nehmen - Die neue Bodeplatte muß aber ohnehin durch einen Statiker so gerechnet werden, daß sie allein tragen kann. Dazu wäre wahrscheinlich auch zwei Gründungen neben der Grube notwendig, damit es zu keinen Schäden kommt, wenn die Grubenwände (Mauerwerk?) mal einbrechen irgendwann. Oder man durchlöchert den Boden und füllt die Grube auf, um den seitlichen Erddruck aufzunehmen. Wie gesagt - Statiker !



eine Dichtung



wie heute ist da doch nicht drin, daher sollte es verklebt sein oder?



Aha !



jetzt wird es klarer ...
Aber die Frage kann ich Dir nicht fehlerfrei beantworten - Haustechnik war immer nach meiner Baustelle. Aufschneiden mit einem feinen Fuchsschwanz.