einfacher Aufbau Holzbalkendecke von unten

26.02.2020 Guidos


einfacher Aufbau Holzbalkendecke von unten

Hallo zusammen,

gefühlt habe ich hunderte Beiträge zu Holzbalkendecken gelesen, aber die passende Lösung für mich noch nicht gefunden.
Einfache Holzbalkendecke zwischen EG und OG (s.Bild). Beide Geschosse bewohnt und zur selben Wohnung gehörend. Oben sollen die Dielen auf jeden Fall erhalten bleiben und können m.E. zerstörungsfrei auch nicht demontiert werden. Von unten soll Rigips verbaut werden.
Sollte noch Dämmwollmatten von unten eingebracht werden?
Rigips einfach auf Kreuzlattung verschrauben oder lohnen sich Metallprofile?

Vielen Dank!



Aufbau Holzbalkendecke



Du kannst die Decke lassen wie sie ist.
Wärmedämmung zwischen beheizten Etagen ist unnötig und sinnlos.

Die Schalldämmung hängt von deinen Anforderungen ab.

Das mindeste dazu wäre den Hohlraum zB mit schweren Holzfaserdämmplatten voll auszudämmen und darunter eine Verkleidung anzubringen.

Dazu entweder eine Sparschalung direkt unter die Deckenbalken schrauben,
alternativ 40/60 mm KVH mit Justierschrauben befestigen und ausrichten.

Schalldämmtechnisch gesehen besser ist eine Federabhängung, siehe Fermacell, Knauf, Rigips, Lafarge.
Kreuzlage ist unnötig



Vielen Dank!



vielen Dank!
D.h. ich kann gegen den Luftschall Dämmwolle einlegen und möglichst entkoppelt (Federabhängung) eine Rigipsdecke montieren?
Was passiert, wenn oben auf dem Boden ein Glas Wasser umkippt? Das geht alles durch, oder? Folien machen zwischen den Geschossen auch keinen Sinn, oder?



Dielen



die Dielen werden doch wohl mit Nut und Feder verlegt sein? Natürlich sollte man verschüttetes Wasser aufwischen und möglichst nicht erst 6 h später. So schnell läuft das Wasser nicht in die Dämmung und wenn 3 tropfen durchgehen, trocknen die auch wieder ab.



leider keine N+F



die Dielen sind original von 1900 und ohne Nut und Feder.



Holzbodenkonstruktion verbessern



Bei Bedarf könnten die Dielen von unten nach oben losgeschlagen werden-
Entweder ziehen sich die Nägel durchs Brett oder bleiben im Brett.
Bei dünnen, instabilen Brettern einen Holzklotz unterlegen und darauf hämmern- dann sollten die Bretter nicht beschädigt werden.

Wenn die Räume in beiden Etagen zu Wohnzwecken benutzt werden
lohnt sich wohl ein guter Schallschutz.

Abhängig von der Fugenbreite könnten in gefährdeten Bereichen Kompriband oder dauerelastische Fugenmassen aus dem Bootsbau (MS Polymer, Polyurethan/Polysulfid zB von Daniel Georgus) zur Abdichtung der Fugen verwendet werden (vorher die Fugen gründlich auskratzen)- kein normales Silikon verwenden!

Es könnte auch von unten eine Unterspannbahn gegen die Dielen getackert werden-
alternativ dünne Holzplatten.



Glattkantdielen



dann sollte in jedem Fall von unten was gegengebracht werden. Ich würde wahrscheinlich Unterdeckbahn aus der Dachdeckerkiste wählen. Die Außenseite ( bewitterungsfest) nach oben gegen die Dielen. Allein schon deshalb, weil es durchs Drüberlaufen zu einer Pumpbewegung kommt und Kleinstfasern aus der Miwo können so herrliche Juckattacken verursachen. Ihr werdet es schon bei der Verarbeitung zu spüren bekommen.



Kann eine



Rieselschutzbahn unter den Dielen helfen?
MiWo-Fasern sollen natürlich unter keinen Umständen in den Wohnraum gelangen.



Holzdecke abdichten



Rieselschutz könnte gegen Fasern genügend dicht sein, allerdings nicht gegen Flüssigkeiten.
Ich würde schon wegen viel besserem Schallschutz schwere Holzfaserdämmplatten verwenden, die zudem kapillar sind und daher wesentlich besser und schneller evt eingedrungene Feuchtigkeit abgeben können.
An den Balkenstößen ist die Folie nur mit Aufwand abzudichten.