Einbau Verbundestrich

07.01.2020 Metal Mickey



Hallo Zusammen,

Ist nur eine Kleinigkeit, aber vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich hier am besten vorgehe:
Der Eingangsbereich wird umgebaut und soll gefliest werden.
Da der Estrich über der Kappe bereits mürbe war, wird dieser zuvor erneuert.
Zwischen Kappe und Außenmauer ist es feucht.
Da sich die Kellerwand darunter trocken anfühlt, gehe ich davon aus, dass etwas Regenwasser von oben in den Gebäudesockel eindringt. Das muss ich mir dann im Frühjahr genauer ansehen, kann aber nicht tragisch sein.
Zwischen Kappe und Außenwand gibt es einen Spalt von ca. 6 cm (10 cm tief). Dieser ist mit lehmigem Sand und Ziegelstücken gefüllt. Das hat wie ein Schwamm gewirkt und die Feuchtigkeit konnte nicht abtrocknen.
Da ich das Nachsickern von Wasser nicht ausschließen kann, aber innen weiterarbeiten möchte, wie gehe ich hier am besten vor?
Fülle ich den Spalt zwischen Kappe und Außenwand einfach mit Beton oder putze ich erst die Wand bei (bis in den Spalt hinein)? Im zweiten Fall, könnte ich wiederum einen dünnen Spalt zwischen Wand und Estrich lassen.

Danke für Anregungen & Viele Grüße,

Mark



Randdämmstreifen



wäre so was wie er gewöhnlich bei schwimmendem Estrich verwendet wird etwas?



Einbau Verbundestrich



Hallo Mark,
Feuchtigkeit innen/außen muss grundsätzlich abtrocknen können. Aus diesem Grund schlage ich vor den lehmigem Sand und die Ziegelstücke zu entfernen, den Spalt zwischen Kappe und Wand offen zu lassen, die Wand wie geplant weiter aufzubauen, im Frühjahr die Feuchteursache abzustellen, dann Loch verfüllen (mit gewünschtem Mörtel (Kalk/Zement/Lehm). Dann die Wand wie geplant aufbauen (Innendämmung?) und putzen, dann Boden aufbauen.
Wand und Boden kann auch in umgekehrter Reihenfolge passieren.

Viele Grüße
A. Spillner



Sperrbahn



könnte es sein, dass auf Höhe des Kappenscheitels bzw. des noch vorhandenen Fußbodens links im Bild über der Feuchte Stelle ein Teerpappe im Mauerwerk liegt ? Die Trennung zwischen feucht und trocken scheint mir recht scharf definiert. Im Keller drunter fühlt sich die Wand trocken an, schreibst Du, da hat sie die Ausgleichsfeuchte erreicht, im Kappenbereich konnte sie aber nicht wirklich ins Gleichgewicht kommen. Wie sieht denn diese Stelle von außen aus? Wie tief "steckt" der Keller im Erdreich?



Weitere Details



Hallo Pope, Hallo Herr Spillner,

Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich werde erst einmal den Estrich einbauen, einen Spalt lassen und mit dem Verputzen warten.
@Pope:
Der feuchte Bereich liegt knapp über dem Erdreich.
Ich kann hier keine Horizontalsperre erkennen.
Es handelt sich um den niedrigen Eingangsbereich bzw. Kellerabgang. Die übrigen Räume des Hauses liegen höher und dort gibt es das Problem nicht (Horizontalsperre 2-fach vorhanden).
Der Keller reicht hier nur ca. 160 cm tief ins Erdreich.

Die scharfe Abgrenzung ist mir auch aufgefallen.
Es markiert aber genau die Höhe des vorherigen Estrichs. Dieser war mehrfach gestrichen und damit quasi abgedichtet. Ich nehme an, dass der Bereich dadurch nicht abtrocknen konnte.
Die Frage ist, ob und wie ich die Situation im Innenbereich optimieren kann?

Danke & Viele Grüße

Mark



Spalt füllen



ich würde jedenfalls den Spalt mit etwas kapillarbrechendem (Kies 06/36) füllen, sodaß aus der Wand keine Feuchte in die Kappe ziehen kann. Ist der Spalt bis in den Keller offen ?



Spalt



Der Spalt geht nicht durch bis in den Keller.
Die Außenwand wird unter Erdreich nach innen etwas dicker, wodurch eine Kante entsteht.
Das Gewölbe ist vor die Kante gemauert. Dadurch auch der Spalt nach oben.