Einbau Fenster in altem Fachwerkhaus




Hallo,
ich habe ein Problem.
In einem schönen alten Fachwerkhaus von 1823 möchte ich die Fenster erneuern. In der DDR wurden zwei Fenster hintereinander eingebaut.
Mein Plan ist, dass ich Holzfenster mit dreifach Verglasung verwenden werde.
Jetzt die Frage: Sollten die Fenster aussen bündig, wie bisher, eingebaut werden oder mittig des Fachwerks wie bei meinem andern Haus?
Der Denkamalschutz dagt dazu nur: machen Sie einen Vorschlag.(sehr hilfsreich)

Wie würden die Profis hier das Thema angehen?

Danke

Klaus





Die Fenster tragen viel zum Charakter des Hauses bei.

Man würde da wieder Sprossenfenster einbauen. Mit Dreifachglas wird das nichts. Schlecht sind die Kastenfenster grundsätzlich nicht.



Fenster



Da die Fachwerkwände i.d.R. Balkenbreite in der Dicke hatten, waren die Kastenfenster außen meist bündig eingebaut. Ein Foto der jetzigen Situation wäre hilfreich. Sind die Fenster wirklich so kaputt?



Es werden Sprossenfenster eingebaut



Klar werden Sprossenfenster eingebaut. Will ja schon der Denkmalschutz und auch ich, da es besser ausschaut.
Kastenfenster? Wie schauen diese aus?
Es sind Fenster im Neubaustil nachgerüstet worden.
Innen und außen Fertighausfenster und es macht keinen Sinn, den Müll zu restaurieren.
Mir geht es darum ob es sinnvoll ist die Fenster außen bündig oder nicht einzubauen.
Leider habe ich keine Bilder wie es ursprünglich ausgesehen hat.

In meinem andern Haus schaut es gut aus, wenn das Fenster etwas zurückgesetzt ist und ein Fenstersims ist.
Doch was ist besser? Bei 24 Fenstern bin ich mir noch? nicht so ganz schlüssig.
Mein Architekt sagt beides sei möglich, doch was besser ist darauf legt der sich nicht fest.

Klaus



Sprossenfenster fürs Fachwerkhaus..


Sprossenfenster fürs Fachwerkhaus..

..sollten vom Uw nicht besser sein als die Fachwerkwände.
Also reichen idR 2fach Iso-Gläser.
Zudem könnten so echte Sprossen verwendet werden.

Wir bauen neue Fenster mit schmalen Rahmen heutzutage etwas zurückspringend ( 2-3 cm ) in die entsprechenden Gefache und verleisten dann dreiseitig schmal .
Wetterschenkel unten nicht vergessen !

Laibungsdämmung innen nach Bedarf ( Taupunktberechnung ).

schönes neues schonmal
Jürgen Kube



schaut gut aus



Also das Bild schaut klasse aus.
Also die Fenster sind etwas zurückgesetzt.
Ein echt dumme Frage: Waren dort immer Fenster eingebaut, die nach aussen aufgehen?
So etwas habe ich noch? nie gesehen, gefällt mir aber echt.
Wäre Minden näher, würde ich gern mit Herrn Kube das Thema besprechen.

Klaus



Fenster "auswärts"..



..waren in früheren Zeiten vor allem im windreichen Norden durchgehend verbreitet ; der Wind drückte die Fenster dichter in Quetschfalz . Ganz zu Anfang wurden die Flügel ohne Rahmen ins Fachwerk eingschlagen .

An der Mittelgebirgsgrenze kamen nach innen öffnende Fenster zum Einsatz , vielleicht weil bei gr0ßen Schneehöhen dann keine Öffnungsmöglichkeiten gab ?
In den Städten waren aber auch auswärts öffnende Fenster üblich , womöglich wegen der drangvollen Enge in den sogenannten Arbeiterschließfächern ?
Das wissen aber die Studierten hier im Forum genauer..

Noch heute sind mit nach aussen öffnenden Fenstern bessere Schlagregen und Winddichtigkeitswerte zu erreichen.
Schmale Ansichtsprofile und Hantierfläche auf den Fensterbänken gibts für "umme" dazu.
8-)

Ps. Minden liegt ja quasi "in der Mitte von nichts" , also nah nach überall 8-))





In Skandinavien sind auswärts öffnende Fenster mit schmalen Profilen auch heute noch Standard in Landhäusern bzw. weit verbreitet.



Kastenfensterprofi...



...ganz einfach mal kontaktieren.

http://www.tischlerei-hoehne.de/glasnutfenster
Da bekommst du all deine Fragen beantwortet und auch gleich noch ein super Angebot, wenn du es wünscht.

FG vor dem Jahreswechsel von Udo
...richte ihm ganz einfach auch mal paar Grüße mit aus von mir.