Ein Fachwerkhaus als Urlaubsdomizil - worauf muss dabei geachtet werden?

Zahlreiche Deutsche besitzen Immobilien im Ausland. Ob eine eigene Wohnung oder ein Haus, das nur im Urlaub genutzt wird, eine sinnvolle Investition ist, hängt von verschiedenen Umständen ab.

Denkmalgeschützte Ferienimmobilien sanieren

Fachwerk in der Champagne Fachwerk in der Champagne

Auslands-Immobilien gelten immer noch als lohnende Kapitalanlage. Allerdings wurden in vielen Urlaubsgebieten zuletzt starke Preisanstiege bei Ferienhäusern und -wohnungen verzeichnet. Der Wunsch nach einem Eigenheim im Süden ist zwar verständlich, dennoch sollte erst nach einer sorgfältigen Marktbeobachtung über den Erwerb einer Wohnimmobilie entschieden werden. Vor allem, wenn es sich bei dem Feriendomizil um ein Fachwerkhaus handelt, sind die örtlichen Vorschriften und Regelungen zu beachten. Die Gegebenheiten vor Ort haben einen großen Einfluss darauf, ob der Immobilienkauf im Ausland überhaupt in Erwägung gezogen werden sollte. Wenn die Immobilie nur einmal im Jahr selbst genutzt wird, ist es eventuell vonnöten, das Objekt für den gesamten Zeitraum der Abwesenheit zu vermieten. Bei Häusern, die unter Denkmalschutz stehen, gelten auch im Ausland besondere Vorschriften. Generell bietet ein Fachwerkhaus ein einzigartiges Wohnflair und ist deshalb oft als Kapitalanlage geeignet. Dennoch empfinden viele Käufer historischer Gebäude die strengen Regelungen als Beschränkung. Hinsichtlich Erhalt und Sanierung unterscheiden sich Fachwerkhäuser und denkmalgeschützte Gebäude deutlich von Neubauten. Bei einer Immobilie, die nur in den Ferien bewohnt wird, sind darüber hinaus weitere Aspekte zu berücksichtigen. Für gewisse Sanierungsmaßnahmen wie einen nachträglichen Einbau oder Anbau von Treppen und Aufzügen muss bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde ein Genehmigungsantrag gestellt werden. Auch die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern ist genehmigungspflichtig.

Solar-Stromversorgung auch für ältere Gebäude

Dabei kann sich Photovoltaik auf dem Dach auch für ältere Gebäude durchaus lohnen. Für die Besitzer moderner Ferienhäuser stellt ein Solar Inselsystem, das mithilfe eines Solarmoduls elektrischen Strom erzeugt, eine Alternative dar. Da dieses System nicht an das öffentliche Netz angeschlossen werden muss, kann unabhängig von der lokalen Stromversorgung elektrischer Strom erzeugt werden. Diese Art Komplettsysteme werden deshalb häufig eingesetzt, um Ferienhäuser und Berghütten, aber auch Boote oder Wohnwagenanhänger mit Strom zu versorgen. Inselsysteme sowie Produkte im Bereich Solar- und LED-Technik sind auch online erhältlich. Die Größe der Anlage ist vom Stromverbrauch abhängig. Das Sonnenlicht wird durch Solarmodule in elektrische Energie umgewandelt und im Akku des Systems gespeichert. In der Nacht, wenn kein Sonnenlicht zur Stromerzeugung zur Verfügung steht, wird die Anlage über Solarbatterien versorgt. Die Minianlagen, die für den mobilen Bedarf ausgelegt sind, werden auch zur Stromversorgung von Garagen, Gartenhäusern sowie zur Gartenbeleuchtung eingesetzt. Da auf einem historischen Gebäude keine Solaranlage installiert werden darf, können LED Leuchten oder LED Universalleuchten im Garten durch ein Solar Inselsystem mit Energie versorgt werden. Eine Inselanlage dient primär der autarken Solarstromerzeugung. Deshalb unterscheiden sich die Einsatzgebiete grundlegend von den netzgekoppelten Photovoltaik Anlagen. Inselanlagen zur Stromversorgung werden häufig von Nebengebäuden, bei denen kein großer Strombedarf anfällt, eingesetzt. Die Inselsysteme verfügen ebenso wie die Solaranlagen über Solarmodule, die mit dem Solargenerator verbunden werden. Der dadurch produzierte Strom kann als Gleichstrom oder Wechselstrom unmittelbar genutzt werden. Überschüssiger Strom wird so lange, bis die Energie benötigt wird, in Akkumulatoren zwischengespeichert. Für den Betrieb einer Inselanlage sind zyklenfeste und besonders leistungsfähige Akkumulatoren notwendig. Darüber hinaus erfordert die Nutzung eines Inselsystems spezielle Wechselrichter, die für die jeweilige Anforderung geeignet sein müssen. Zur Ladung und Entladung der Akkumulatoren ist ein Laderegler, der auch eine Überladung verhindert, nötig.