Haus ganz in Eigenleistung erstellen




Ich habe Anfang 2000 ein Fachwerkhaus als privates Wohnhaus saniert. Es hat drei Jahre gedauert und war mit viel Eigenleistung und Arbeit verbunden. Jetzt ist es wunderschön und es hat sich gelohnt. Allerdings ist es für das Alter viel zu groß und so suche ich schon nach einer Wohnalternative für die Jahre 60+.
Nach der ganzen Eigenleistung habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht möglich ist, ein simples Einfamilienhaus in Holzständerbauweise selbst zu errichten. Wenn man die richtige Anleitung hat, müsste das doch eigentlich zu realisieren sein. Nach dem Motto: "Hast du schon mal ein Möbelstück erfolgreich anhand einer Montageanleitung aufgebaut, sollte dies doch auch anhand eines ganzen Hauses funktionieren." So entstand eigenbauhaus. Ein Projekt, dass von mir ins Leben gerufen wurde und von dem ich meine, dass es doch auch andere Häuslebauer interessieren könnte. Ich suche auf diesem Wege Gleichgesinnte, die Lust haben, das Projekt zu unterstützen.

Ich hätte gerne Eure Meinung zu dem Thema gehört. Schaut mal unter www.eigenbauhaus.de.



Eigen Bau Haus



Hallo

Ihr Ansinnen ist ja löblich und dass Sie ein "wunderschönes" Sanierungsobjekt hinter sich habe ist ja auch gut …
Was mir aber aufstösst bei der ganzen Sache, das Sie und viele Gleichgesinnte als Hobby so etwas machen und dabei implizieren, dass wirkliche Handwerkskunst keine ist sondern nur etwas Internetrecherche und zeitlich begrenztes oder unbegrenztes Investment um etwas "wunderschönes" zu machen.

Handwerk ist in erster Linie immer tradiertes KÖNNEN und davon kommt das Wort KUNST.
Nie vom WOLLEN, sonst würde es Wunst heissen!

Leider haben Sie dennoch in gewisser Weise recht, wenn Sie das propagieren … denn um den modernen Handwerker wieder zu "erden" braucht es erstens wieder HAND-WERKER, die nicht nur montierende Erfüllungsgehilfen der Bauindustrie sind und auch gehörige Konkurrenz.

Denn mittlerweile kann man jedes "Bauprodukt" im Internet bestellen oder in den "Baumärkten" Kaufen, eine Anleitung dazu runterladen oder schenken lassen und schon gehts dahin - mit dem Bau - in vielerlei Hinsicht

ES geht dahin

Viele Aussteiger und Selfmadehandwerker lassen aber die tradierten Hintergründe missen und können auf wirkliche Erfahrung bauen … zu beobachten an der Lehmtsunami die über uns hinüberschwappte und jesuslatschende Lehmbazler ohne Hintergrund brachten und momentan ebbt die Kalkputzalleskann welle wieder etwas ab …

In beiden Erscheinungen wurden mit mehr oder weniger Verstand Produkte gekauft, selber gemischt und rumgebastelt …

Leider auf Kosten der sich trauenden und zahlenden Bauherren, die dann das Ergebnis zu zahlen hatten oder noch zu zahlen haben …

Ich habe schon viele "wunderschöne" Sanierungen gesehen und auch welche von "Meisterhand" verpfuschte … es ist einfach zu teuer Erfahrungen zu machen, die schon seit hunderten von Jahren vorliegen …

Ich möchte auch nicht Ihre Initiative schlecht reden sondern warnen von allzu grossen Erwartungen an die Qualität des Ergebnisses…

"Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile!"
oder
"Die Kette (das System) ist immer so gut wie das schwächste Glied!"

Glück auf und daran denken:
Weniger SCHÖN - mehr GUT

Florian Kurz
www.slow-house.de



Arbeitest Du nur oder lebst Du auch?



Gehen tut daas aber...

Gerade im Holzständerbau läßt sich sehr gut Eigenleistung integrieren.

Grüße



Haus in Eigenleistung



"Handwerk ist in erster Linie immer tradiertes KÖNNEN und davon kommt das Wort KUNST.
Nie vom WOLLEN, sonst würde es Wunst heissen!"

Den Satz muss ich mir merken.

für Eigenbauhaus:
Ich würde mir bewährte Handwerker mit ins Boot holen, die bereit sind, ihr Wissen und Können mit einzubringen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Lebensqualität sichern



Sehr geehrter Herr Kurz,

nach Lektüre Ihrer Homepage glaube ich, dass wir gar nicht soweit auseinanderliegen. Es liegt mir fern, handwerklich Unbegabten zu suggerieren, sie könnten mit einer Aufbauanleitung im IKEA-Stil gerade mal innerhalb von zwei Wochen ihr Einfamilienhaus aufstellen.
Qualität am Bau heißt Nachhaltigkeit. Eigenleistung am Bau bedeutet, sich mit dem Geschaffenen zu identifizieren. Mit dem Projekt soll die theoretische Möglichkeit geschaffen werden, ein Holzständerhaus in Eigenleistung zu errichten. Natürlich muss man dafür handwerklich begabt sein. Das bedeutet aber nicht, dass sich der Nutzer eines Projektes nicht auch für einzelne Gewerke, die er sich nicht selbst zutraut, fachmännischer Hilfe bedienen soll. Das würde ich ihm sogar raten. Auch Sie bieten ja baubegleitende Beratung bei do-it-yourself-Projekten an.
Wesentliches Ziel dieses Projektes soll die Erhaltung von Lebensqualität sein. Die meisten Erbauer von Eigenheimen überschulden sich doch über Jahrzehnte hinweg, tragen überdimensionierte Kredite ab, weil sie überdimensioniert gebaut haben, leiden ihr Leben lang unter der Schuldenlast und verzichten auf Konsum in ihrer Freizeit. Durch die Erhöhung der Eigenleistung und die Reduzierung des Bauvolumens auf das wirklich notwendige sollen Bau- und Folgekosten merkbar gesenkt werden.

Das Projekt ist ja auch noch in der Entwicklungsphase, d.h. wir prüfen rechtliche und tatsächliche Machbarkeit. Zudem soll ein Projekt in Eigenleistung testweise realisiert werden, um im Nachhinein, die Schwachstellen des Projektes zu evaluieren.

Keiner soll also in einer selbst zusammen gezimmerten zugigen Bude den Rest seines Lebens zwischen Schimmelsporen Heizenergie verschwenden.

Wir suchen übrigens noch Projektpartner!



Selbstbauhaus



Ich halte nichts von solchen Projekten, unabhängig von dem Anspruch eines Selbstbauhauses und den technischen Risiken.
So etwas ist schon am Markt zu haben.
Es gibt Fertighäuser dieser Bauweise und die Möglichkeit, bei der Vertragsgestaltung Gewerke für Eigenleistung auszugliedern.
Dazu kommt noch der große Vorteil das der Kunde aus einer Anzahl von Haustypen auswählen kann.
Die Auswahl beziehe ich jetzt nicht auf die Wünsche der Bauherren nach irgendwelchem Schnickschnack sondern auf die Anpassung ans Baugrundstück. Selbst bei neu erschlossenen Siedlungsbereichen mit ihren geometrisch einfachen Parzellen ist die Form und die Lage des Grundstückes entscheidend für die Gestaltung des Hauses.
Schon ein Drehen um 90° oder ein Spiegeln kann dazu führen das der Eingang plötzlich im Garten liegt oder die Garage auf der falschen Seite steht. Dann heißt es sich für sein Selbstbauhaus das passende Grundstück zu suchen, ein falscher Weg. Das Haus sollte immer der örtlichen Lage angepasst werden. Typenhäuser haben da so ihre Grenzen.
Wenn die Anpassungsplanung so viel kostet wie eine individuelle Planung ist die Grenze erreicht.
Von der individuellen Anpassung an die Wünsche der Bauherren will ich gar nicht reden. Die Illustrierten zum Thema Bauen und Wohnen die beim Friseur oder beim Arzt ausliegen haben schon manchen Bauunternehmer und Planer zur Verzweiflung gebracht, wenn jede Woche die künftige Hausherrin mit einer neuen Idee ankommt.

Viele Grüße
p.s. Ich habe mir gerade die Homepage angesehen. Abgesehen davon das die preisliche Einschätzung m.E. sehr geschönt ist ist das für mich keine seriöse Sache in der ich mitarbeiten würde.



In



Österreich kann das schlicht nicht gehen. Soweit mir bekannt ist, sehen alle Landesbauordnungen vor, dass bei genehmigungspflichtigen Bauvorhaben (und das ist alles jenseits der Gartenhütte mit max. 9m2 verbauter Fläche) eine Fachfirma als Bauführer auftreten muss (üblicherweise ein Baumeister). Was der dann den Bauherrn in Eigenleistung ausführen lässt, steht auf einem anderen Blatt, aber ganz ohne Firmen geht es selbst bei soliden Fachkenntnissen und Fähigkeiten nicht.



Solche...



... Bausatzkonzepte gibt es am Markt zuhauf... sei es jetzt grundsätzlich sinnvoll oder nicht.
Das reicht von Blockbohlenbauweise über wo auch immer und aus was auch immer vorgefertigten Elemente, die dann vor Ort nur noch zusammengeschraubt werden, bis hin zu Polystyrolhüllen, die dann mit Beton verfüllt werden...
... und eben auch als Holzständerwerkkonstruktionen.
Die meisten dieser "etablierten" Anbieter verfügen über ein Netzwerk von Fachbetrieben, die in das jeweilige BV mit eingebunden sind.
Es ist eher naiv zu glauben, fast alles in Eigenregie in wenigen Wochen leisten zu können, soviel Urlaub hat kein Bauherr... plus Helfer...
Wenn das jetzt wirklich "gemeinnützig" werden soll, dann viel Glück...
Wenn das ein Geschäftsmodell werden soll, dann wird das so nix...

Frdl. Grüße,
sh



nicht nur in Österreich.



Ich schildere das mal aus hessischer Sicht, denke aber dass es in anderen Bundesländer ähnlich ist.

Um ein Einfamilienhaus bauen zu können bedarf es einer Genehmigung des Vorhabens. Hierfür wird jemand benötigt, der eine ausreichende Bauvorlagenberechtigung nachweisen kann.

Zu Baubeginn muss die Statik vorliegen. Da die Grundrisses des Eigenbauhauses flexibel sein sollen, wird das Vorhaben nicht mit einer Typenstatik auskommen werden. Der Statiker sollte zudem nachweisberechtigt sein.

Ebenso zu Baubeginn muss ein Bauleiter ernannt werden, der – man ahnt es schon - bauvorlagenberechtigt sein muss und den Bau überwacht, den Behörden Rohbaufertigstellung und abschließende Fertigstellung anzeigt ...

Vexata quaestio. Zumindest letzter steht in vor der quälenden Frage ob er für entstehende Mängel, Ausführungsfehler, statische Umsetzung, Abdichtungen etc. dauerhaft den Kopf hinhalten würde.

Gewährleistungen auf Handwerksleistungen, VOB-Verträge würde es nicht geben und die Gewährleistung auf Produkte dürfte auch nur anerkannt werden, wenn nach den Herstellervorgaben gearbeitet wurde.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



ein



haus selbst zu bauen ist doch nicht das Problem - die Amis machen das auch - und beim nächsten Sturm fliegt halt manches davon.
Jeder gelernter Bauhandwerker würd das sich wohl in Grenzen zutrauen - wenn Du aber dir jetzt andere Handwerker dazu holst, dann ist es kein "Eigenbauhaus" mehr. Du umgehst damit nur die üblichen gewerblichen Gepflogenheiten und näherst Dich der Schwarzarbeit, vielleicht nicht einmal mit Absicht.
In der DDR hat das mal funktioniert - ich helfe Dir, Du hilfst mir,
das andere war der Subbotnik (http://de.wikipedia.org/wiki/Subbotnik), da wird nur Dir geholfen - das scheinst Du vorzuhaben.
Ich habe mir meine Wohnungen und Häuser bisher alle selber gebaut - bis auf Elt und Sanitär.



soeben



im Fernsehen: Lokalzeit aus Köln: mehrere Bauherrn bauen gemeinsam als Gemeinschaft - WDR 19:41 Uhr
"Wohnfreunde Sülz"



Home sweet Home.......



du hast da nebenbei ein wichtiges Thema angerissen:

Wir alle werden älter, unsere jetzigen Häuser zu gross, die Kinder haben sonstwo in der Welt ihr Leben aufgebaut und denken nicht daran, wieder zurückzukehren. Was tun?

Wenn wir "Babyboomer" alle auf einmal in Rente gehen werden also schlagartig Unmengen großer "Familienhäuser" frei und wir ziehen dann alle in unsere (noch zu bauenden) Altenteile???

Welcher junge Durchschnittsverdiener kauft uns unser Haus ab (kann sich das leisten)?

Wo sollen die ganzen EFH-Grundstücke denn herkommen, wo sinnvollerweise das Bauen im Grünen immer mehr eingeschränkt wird?

Wer versorgt uns (und wo wohnt der), wenn wir nicht mehr alles selbst machen kann und keine Familie in der Nähe ist?

Bei deiner Idee fehlt mir ein wenig das Auge für das "drumrum". Von daher wird es wohl eher ein Nischenangebot bleiben.

Gruss, Boris





Die sogenannten Baugruppen wie z. B. Suelz, Kega, Stadthaus ...etc. basieren aber nicht auf der Eigenleistung als Hauptaugenmerk, sondern auf der Teilung der Kosten für Handwerker, Architekten u. ggf. Gemeinschaftseinrichtungen oder haben eine besondere Ausrichtung auf soziale Mischung, Altersstrukturen, ökologische Aspekte etc. Häufig entsteht dann ein Eigentumsanteil in WEG-Teilung. Das muss man wollen.

Mit Eigenbau hat das nicht wirklich etwas zu tun.


Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



ja



sorry, das habe ich am Ende des Beitrages auch mitbekommen - da war der Text schon raus.

@ Boris: Solche Auszugshäuser stehen bei uns noch häufig ungenutz herum, oftmals als wunderschöne FW-Häuser noch im originalen Zustand.
Meiner Meinung nach sollte ein großes Familienhaus immer so konzipiert werden, daß die Alten später im EG eine abgetrennte Wohnung sich einrichten können. Dem ist der Plan vieler, nur im DG ein großes Bad einzurichten und im EG nur Platz für die Gästetoilette zu lassen, widersprechend.
Aber du hast Recht, die jetzige EFH- Strategie geht nur bedingt auf, wobei es da sicher regionale Unterschiede gibt. Wobei Auszugshaus wieder bedeuten würde - die familie wäre in der Nähe. Frühere Bauerhöfe waren so konzipiert. Alle in einem Haus oder zumindets auf einem Hof.
Heute zieht die Jugend der Arbeit hinterher - besonders in den NBL zu bemerken. Ich bin froh, daß meine 3 Kinder noch in Sachsen wohnen und hier Arbeit haben ....
Viele meiner bekannten sind inzwischen allein hier. Doch das ist eine Enwticklung, die nichts mit dem Thema oben zu tun hat.



Ich



merke diese Entwicklung in Wien regelmäßig. Viele in der Generation meiner Eltern war als Kinder da waren plötzlich der Meinung "huuuuh, wir müssen raus aus der Stadt, damit unsere armen Kinder ins Grüne kommen!", haben dann auf Kredit irgendwelche Billigbau-Reiehenhäuser in der Pampa gekauft, dort zum Teil 10 Jahre ohne ordentliche Erschließung gehaust (ehemalige Nachbarn haben Anfang der 90er ein Haus bezogen, das fast 10 Jahre lang nur über einen grob geschotterten bis schlammigen Parkplatz erreichbar war) und kaumw aren die Kinder im Schulalter ging das große Zähneknirschen los, weil in diesen Gegenden die Infrastruktur fehlt, vor allem höhere Schulen (Gymnasium). Spätestens mit Schulabschluss war meine Generation dann SÄMTLICH weg aus der Einöde und wieder in kleineren Wohnungen in Innenstadtnähe! Die Eltern sitzen jetzt zu zweit in einem viel zu großen Haus, in dem sie ohne Auto ziemlich verloren sind.

Fiskalisch (bei Absiedelung ins Umland der Städte) und verkehrstechnisch ist diese Zersiedelung eine Katastrophe!



Haus ganz in Eigenleistung erstellen?



Das machen zweidrittel der Menschheit heute noch.

Grüße Martin



Eigenleistung



Stimmt,
paradiesische Verhältnisse.
Keine Bauaufsicht, keine Behörde die auf Einhaltung technischer Regeln, Arbeitssicherheit, Verkehrssicherheit, Brandschutz, Schallschutz und weiteren bürokratischen Schweinkram pocht. Und wenn- kann man das mit einem kleinen Geschenk aus der Welt schaffen.
Der Traum jedes Selberbauers.



Haus ganz in Eigenleistung erstellen - Generalplanung



Hallo,

Die Idee finde ich gut - vor allem das Thema 60+.

Es fehlt derzeit ohne Ende an ebenerdigen oder barrierefreiem Wohnraum für 60+ und Familien.

Das, was ich über Ihr Ansinnen "Haus ganz in Eigenleistung erstellen" denke, ist, dass es machbar ist.

Ihre Idee steht vor dem Handeln, das ist von Ihnen vollbracht. Das Handeln steht nun bevor.

Sie benötigen einen Generalplaner, damit Sie sich um die Finanzen und die Eigenleistung kümmern können

Eine Generalplanung des/der Bauvorhaben ist die Voraussetzung, für Ihr Projekt.

Eine Aufteilung der Entscheidungsbefugnisse ist schadhaft,
siehe zum Beispiel den Berliner Flughafen

Generalplanung heißt, das die Architektur, Statik, Baugesuch, Planung, Bauleitung ... in einer Hand liegen und von dort delegiert werden.

Suchen Sie nach Menschen, die Generalplanungen durchgeführt haben.

Sie können sich nach Ihrer Recherche gerne an mich wenden.

Wir führen Generalplanungen mit einem Architekturbüro aus.
Referenzen mit öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude, Stadtplanungen.....

Liebe Grüße aus Aidlingen
Peter Grolms



@ Olaf:



"Viele meiner bekannten sind inzwischen allein hier. Doch das ist eine Enwticklung, die nichts mit dem Thema oben zu tun hat."

Ist das wirklich so? Oder tragen wir nicht auch ein Stück Mitverantwortung für die Gestaltung unserer Nachbarschaft und unserer zukünftigen Wohnformen?


Gruss, Boris



Wie



man die Frage versteht, Boris:
## Nach dem Motto: "Hast du schon mal ein Möbelstück erfolgreich anhand einer Montageanleitung aufgebaut, sollte dies doch auch anhand eines ganzen Hauses funktionieren." ## als Schwerpunkt der Frage hat meiner meinung nichts mit "Altenpflege" auf dem land zu tun ....
Bauen an sich ist natürlich mehr als ein technische Sache und da trägt jeder als "Investor" Verantwortung, doch der Fargesteller wollte wohl nicht über die philosophischen Hintergründe der Abwanderung vom Land wissen - oder ?
Sonst hätte die Frage laiten müssen - "Im Alter neu bauen. So sucht er "suche auf diesem Wege Gleichgesinnte, die Lust haben, das Projekt zu unterstützen."



@Olaf:



"und so suche ich schon nach einer Wohnalternative für die Jahre 60+. "

Darauf bezog sich mein Beitrag.

Die Idee ist gut, aber m.E. eben nicht unbedingt für 60+.

Gruss, Boris



Wohnen 60+



Das sehe ich auch so.
Auf der Homepage findet man einen Haustyp für eine Familie mit 2 Kindern und Obergeschoss. Diesen Grundriss habe ich schon 5 mal gebaut, so eine Art Golf im Einfamilienhausbereich.
Das entspricht weder dem Anspruch nach kleinerer Fläche noch nach altersgerechtem Wohnraum. Ich denke hier an die Treppe bzw. das Obergeschoss, die Türbreiten usw.
Da gibt es bereits bessere Haustypen für diesen Zweck.
Ich sehe auch ehrlich gesagt nicht viel Sinn in dieser ganzen Aktion, außer das der Initiator bequem vom PC aus damit Geld verdienen könnte.
Wenn ich mir sowas bauen will suche ich mir selber einen passenden Architekten und brauche dafür keinen Vermittler, der für seine Dienste die Hand aufhält.

Viele Grüße



Wohnen 60+



Projekte in dieser Art finde ich da wesentlich sinnvoller:

http://www.wohnmodelle-regio-freiburg.de/die_arche.html


Ein kleiner Blick in die (statistische) Zukunft:

http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/alter/gesellschaft_der_alten/alterspyramide.jsp

Eine grosse Anzahl von Häusern wird also sowieso zukünftig unverkäuflich leerstehen, weil sie keiner brauchen kann.
Da muss man jetzt keine neuen hinzubauen, sach' ich.

Gruss, Boris



Bauboom mit 60 + Eigenhausbau Projekte



Das Projekt von eigenhaus.de im Tread eröffnet neue Möglichkeiten für das Handwerk und Planer sowie für die Gesellschaft.

Wer sagt denn, das alles zu 100 Prozent in Eigenleistung ausgeführt wird.
Das Gegenteil ist der Fall.
Gerade die Meisterbetriebe können neue Absatzmärkte gewinnen in Kooperation mit den Eigenhausbau Projekten.

Es ist sowieso an der Zeit, die Bausünden abzureisen und neuen Wohnraum zu erstellen.

Hier ist genügend Freiraum für Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.

Liebe Grüße aus Aidlingen
Peter Grolms



solche



Häuser: "simples Einfamilienhaus in Holzständerbauweise selbst zu errichten" sind ohenhin nur für eine Generation gebaut und besitzen nach 25 Jahren als Haus nicht den Wert, den ein massives und mit Ebenenfunktionen geplantes Haus hat. Da kann auch ein Keller dazugehören - muß nur einen äußeren Zugang haben. Bei sinkender Bevölkerunsgzahl der "Deutschen"
(1-Kind-Ehe und irgendwann sind wir ausgestorben ....) verlagert sich das Problem ohnehin in andere Bereiche.

einen schönen Sonntag wünsche ich euch dehalb im Kreis Eurer hoffentlich recht großen Familie ....

Nachtrag: diese geplante "simple" Bauweise wird wohl auch in zig Jahren unter "Bausünde" laufen ...
Als Kleinhandwerker habe ich ohnehin oft auf Baustellen zu tun, wo der Bauherr viel Selber macht. Das ist doch nichts ungewöhnliches - zumindest in den NBL. Selbst Massivhaus-Eigenheimbausätze von Ytong und KLB habe ich schon aufgestellt. Die Ziegelhersteller waren da "träger".



Pyramiden - alte Fachwerkhäuser + Strohhäuser



Sicherlich, die Pyramiden, sind älter als die immer noch bestehenden Fachwerkhäuser/Holzständerbauweisen in Deutschland.

Die ältestesten Fachwerkhäuser/Holzständerkonstruktionen sind aus dem 14. Jahrhundert unter anderem in Esslingen am Neckar.

Nutzungsdauer Holzhaus versus Massivhaus.
Die durchschnittliche Nutzungsdauer im 19. und 20. Jahrhundert liegt dennoch immerhin bei ca. 100 Jahren

Von daher kann eine Errichtung eines Holzhaus keine Wertminderung nach 25 Jahren erhalten. Selbst Fertighäuser/Ständerbauweise aus den 70er Jahren haben vergleichsweise bessere U-Werte in Ihren Bauteilen als nachfolgende Jahrzehnte Massivbauten mit Dämmmaßnahmen.

Und wir sind im 21.Jahrhundert angelangt, wir können sogar aus Stroh Häuser bauen die sogar ein Null Energiehaus sind.
Diese Bauweise ist den meisten unbekannt, wobei Häuser aus Stroh seit über 100 Jahren bestehen.
Hier ein VideoClip zum Bau eines Mehrfamilienhaus mit Stroh:
http://www.youtube.com/watch?v=Pa35GVEepss&feature=plcp

Anbei; Erdbebensicherheit und Brandschutz ist mit 1+ nachgewiesen - "Bitte googlen" um Schnellschüsse zu vermeiden.

Auch auch hier sind Meisterbetriebe vor Ort.
Zimmerleute - Sanitär - Fensterbauer - usw......

Holzkonstruktionen und Natur funktioniert gerade mit Holz und den nachwachsenden Rohstoffen.
Dem Dämmwahn entgehen und althergebrachtes sinnvoll verbinden, ist die Kunst des Baumeister - Planer - Handwerkwerker.
Nur die Nutzung entscheidet über den Abriss. Und hier sind die Planer gefragt.
Deshalb stehen die Pyramiden immer noch zu den wenigen Holzhäuser oder Massivbauten.

Liebe Grüße aus Aidlingen
Peter Grolms



hallo



Peter - die Betonung lag auf "simpel"( es gibt mit Sicherheit auch hochwertige Fertigteilhäuser) gegenüber eine einem vollunterkellerten Massivhaus.



Selbstbauhaus



Da hätte ich was, Olaf.
Klein, simpel, billig, in Eigenleistung erstellbar, Holzständerbauweise und nicht schmucklos.

viele Grüße



70+



Vor allem fällt man weich, wenn man mit dem Rolli die Terrasse runterhagelt......

;-), Boris



soll



ich auch ? ....